Wie verändert Chinas Mondlandung die Welt?

+++ Macron verliert seine Wähler
+++ Sind Apples Glanzzeiten vorbei?
+++ Wirtschaft 2019: Grund für Pessimismus?
+++ Ist Rumänien fit für den EU-Ratsvorsitz?

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Wie verändert Chinas Mondlandung die Welt?

Die chinesische Sonde Chang’e 4 ist auf der Rückseite des Mondes gelandet. Zum ersten Mal ist damit der Menschheit eine solche Mission gelungen. Kommentatoren sehen den Aufstieg Chinas zur neuen Weltraummacht voraus und ziehen Rückschlüsse auf die sich ändernden Machtverhältnisse auf der Erde.
https://www.eurotopics.net/de/212459/wie-veraendert-chinas-mondlandung-die-welt

+++ Geburtsstunde einer neuen Weltraummacht

The Guardian – Großbritannien. Die erfolgreiche Mondmission Chinas setzt die beiden etablierten Weltraummächte USA und Russland unter Zugzwang, analysiert The Guardian: „Es ist noch unklar, was genau China mit seinem Weltraumprogramm anstrebt. Sich selbst als Weltraummacht zu etablieren, ist sicher ein Ziel. Doch will das Land eine von mehreren Weltraummächten werden oder die eine Weltraummacht? Die Geräte, die China nun zum Mond geschickt hat, legen nahe, dass Kommunikation und neue natürliche Ressourcen hohe Priorität haben. Wie sehr werden vor allem die USA bereit sein, zuzusehen und abzuwarten, während Peking in diesen hochsensiblen Bereichen möglicherweise einen Vorsprung herausholt? Es wird jedenfalls interessant zu beobachten, wie das Interesse Russlands und der USA für den Mond neu entfacht wird.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6m8

+++ Das Wettrüsten im All hat begonnen

Basler Zeitung – Schweiz. Besorgt über mögliche militärische Gefahren durch die Mondlandung zeigt sich der China-Korrespondent Felix Lee in der Basler Zeitung: „Die chinesische Führung hat erkannt: Wenn sie über zielgenaue Raketen im All verfügt, kann sie auch sämtliche Ziele auf der Erde treffen. 2018 hat China daher bereits mehr Raketen in den Orbit geschickt als jedes andere Land. Die Last, die neue Raketen-Generationen ins All tragen können, ist dabei stetig gestiegen. … Auf die neue Konkurrenz im All stellt sich US-Präsident Donald Trump bereits ein. Er hat ein neues militärisches Führungskommando ‚Space Command‘ ins Leben gerufen. Seine Vorgänger hatten die Investitionen in das US-Weltraumprogramm noch zurückgeschraubt. Ein neues Wettrüsten hat längst begonnen. Die Europäer schauen bislang nur zu. “ +++
http://www.baz.ch

+++ China endlich ernst nehmen

Die Presse – Österreich. Europa muss nun endlich fit für den technologischen Wettlauf werden, mahnt die Tageszeitung Die Presse: „Nach wie vor gibt es keine langfristige Strategie, wie sich Europa für den Tech-Wettlauf rüsten will. Dabei hat es nicht nur wirtschaftliche Folgen für Europa, dass die Volksrepublik in dem milliardenverheißenden Zukunftsmarkt zunehmend den Ton angibt: Technologie wird die Welt durch und durch bestimmen. Die Staaten, die sie zuerst beherrschen, werden die Regeln für die neue Weltordnung festschreiben. Die Reaktionen auf Chinas Eroberungsmarsch schwanken zwischen kritiklosem Kooperationswillen, einer hysterischen Verteufelung alles Chinesischen und selbstgefälligen Prognosen, dass die Volksrepublik letztlich doch kollabieren werde. In der Debatte ist aber eines zu vermissen: der Wille, den neuen globalen Player kennenzulernen. Denn nur dann kann Europa ihm ernsthaft begegnen.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6m9

+++ Russland macht lieber die Erde kaputt

Echo Moskwy – Russland. Die chinesische Sonde auf der Mondrückseite und die jüngsten Nasa-Fotos eines 6,6 Milliarden Kilometer entfernten Himmelskörpers lassen Echo Moskwy der Frage nachgehen, womit eigentlich Russlands Raumfahrt zuletzt punkten konnte: „Wir Russen sind ein Teil der Menschheit, der Erdlinge, und sollten uns freuen für die Erfolge unserer Nichtfreunde in Washington und unserer Scheint-so-Partner aus Peking. Aber man möchte doch nachhaken: Was hat unsere Raumfahrt in derselben Zeit erreicht? … Wir erinnern uns, dass Russland dieser Tage die angebliche Hyperschallrakete ‚Avangard‘ gezeigt hat. Das beste Neujahrsgeschenk für die Russen, wie Putin sagte. Genau das hatten Sie sich doch von Väterchen Frost gewünscht, nicht wahr? … Und während die Chinesen und Amerikaner andere Planeten erforschen, freuen wir uns, dass wir etwas erfunden haben, mit dem wir schneller unseren eigenen vernichten können.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6ma

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Macron verliert seine Wähler

Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsinstituts Ifop würden 24 Prozent der Franzosen die rechtsextreme Partei Rassemblement Nationale von Marine Le Pen wählen. Emmanuel Macrons Partei La République en Marche kommt lediglich auf 18 Prozent. Kann der Präsident das Vertrauen der Bürger nach den Gelbwestenprotesten zurückgewinnen?
https://www.eurotopics.net/de/212461/macron-verliert-seine-waehler

+++ Präsident braucht neuen Draht zu seinen Bürgern

Le Figaro – Frankreich. Macron sollte sich von seinen Amtsvorgängern inspirieren lassen, rät der Politikjournalist François Bazin in Le Figaro: „Um aus dem Umfragetief herauszukommen – oder dies zumindest zu versuchen – waren sie dazu gezwungen, ihre Präsidentschaft neu auszurichten. Mitterrand hat dafür Europa gewählt, Hollande den Pakt der Verantwortung. … Das einzige vergleichbare Element bei Macron ist das Versprechen einer großen nationalen Debatte, deren Ausgang naturgemäß ungewiss ist. … Mit diesem Versprechen hat der Präsident zweifellos das richtige Thema gewählt, nämlich die Definition einer neuen Demokratie, in der der Staatschef nicht länger allein das Sagen hat. Dies erfordert Zeit. Dabei müsste jetzt dringend eine politische Maßnahme her, die es erlaubt, einen direkten Kontakt zwischen Élysée-Palast und Franzosen wiederherzustellen.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mb

+++ Macronismus ist am Ende

Ethnos – Griechenland. Wenig Hoffnung auf eine Revitalisierung der Politik des französischen Präsidenten hat To Ethnos: „Wenn Macrons Partei bei der Europawahl schlechte Werte bekommt, wie kann er dann bis zum Frühjahr 2022 regieren? … Wird das politische System schicksalsergeben oder untätig warten, bis Le Pen kommt, oder wird es nach Macrons taktischem Rückzug gegen die Rebellion der Gelbwesten mit einer sozialen Stabilisierungsstrategie vorgehen, die zum ersten Mal eine Abweichung von der Linie der europäischen Integration erfordert, die Deutschland seinen Partnern auferlegt hat? Auf jeden Fall glaubt niemand in Paris, und auch nicht in Brüssel und Berlin, dass es möglich ist, die Dynamik Macrons und des Macronismus neu zu starten.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mc

+++ Der Hoffnungsträger ist tief gefallen

Magyar Hírlap – Ungarn. Anfang 2018 hatte Macron getwittert, dass das Jahr im Zeichen der nationalen Einheit stehen solle. Für Magyar Hírlap heute ein Grund zu spotten: „Diesen Eintrag haben Internetnutzer in den letzten Tagen wiedergefunden und Macron natürlich nicht geschont. Besonders im Licht der letzten Ereignisse des vergangenen Jahres sind diese Worte des Präsidenten lächerlich, denn wenn die französische Nation im Moment eines eint, dann ist es die Ablehnung seiner Person und seiner Regierung. Nicht nur Macrons Tweet hat inzwischen einen bitteren Nachgeschmack, sondern auch all die Titelseiten der letzten Jahre, die ihn als neuen Herren Europas begrüßt haben. Denn Europas Herr – egal in welchem Sinne – kann nur schwerlich jemand sein, der nicht einmal die Unterstützung seines eigenen Volkes genießt.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6md

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Sind Apples Glanzzeiten vorbei?

Der Aktienwert des iPhone-Bauers Apple ist zu Jahresbeginn stark gesunken, nachdem der US-Konzern seine Umsatzerwartung deutlich nach unten korrigiert hatte. Das Unternehmen macht das schlechte Weihnachtsgeschäft und sinkende Verkäufe in China für das Ergebnis verantwortlich. Kommentatoren erkennen eine Trendwende.
https://www.eurotopics.net/de/212462/sind-apples-glanzzeiten-vorbei

+++ Unternehmen gerät unter die Räder

La Repubblica – Italien. Der Handelskrieg und Apples hohe Preise lassen die Gewinne purzeln, analysiert USA-Korrespondent und China-Experte Federico Rampini in La Repubblica: „Der Rückgang der Verkäufe und Gewinne erklärt sich aus der Logik der kommunizierenden Röhren, die die Weltwirtschaft reguliert. Donald Trump gewinnt in vielerlei Hinsicht seine Kraftprobe [im Handelsstreit] mit Xi Jinping. Die Folge ist, dass die chinesische Lokomotive langsamer wird, die Exporte aus der ‚Fabrik der Welt‘ fallen, die Produktion sinkt, die Verbraucher im bevölkerungsreichsten Land der Welt besorgt sind und weniger ausgeben. Opfer sind die teuren Smartphones ‚designed in California‘ (aber montiert in China von Foxconn in Shenzhen). … [Apple-Chef] Cook erkannte zu spät, dass seine Preispolitik nicht mehr funktioniert.“ +++
http://www.repubblica.it

+++ Ende eines Kapitels

Helsingin Sanomat – Finnland. Der lange Zeit unangefochtene Siegeszug des iPhones ist zu Ende, glaubt Helsingin Sanomat: „Die historische Gewinnwarnung zeigt, dass in der Geschichte Apples wohl ein Kapitel zu Ende geht. Das chinesische Unternehmen Huawei verdrängte nach Angaben von Strategy Analytics im letzten Sommer Apple als weltweit zweitgrößten Smartphonehersteller. Andererseits hat bisher kein anderer Hersteller ein ebenso bahnbrechendes Mobiltelefon entwickeln können wie Apple vor zehn Jahren. … Seit Oktober hat die Apple-Aktie knapp ein Drittel ihres Wertes verloren. Das zeigt, dass zumindest ein Teil der Anleger die Zukunft des Unternehmens düsterer sieht als bisher.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6me

+++ Preiskampf immer wichtiger

L’Echo – Belgien. Die US-Marke dürfte ihren Börsenzenit überschritten haben, glaubt auch L’Echo: „Bislang war es dem Unternehmen gelungen, die Konsumenten vom Wert seines iPhones zu überzeugen. Im unerbittlichen Wettbewerb, der in diesem Sektor herrscht, wird der Preis im Vergleich zur Technologie jedoch immer wichtiger. Dies haben auch die Aktienmärkte verstanden. 2018 war Apple neun Monate lang der Anführer des Aktienindexes S&P500 [der die 500 größten börsennotierten US-Firmen umfasst], bevor eine brutale Trendwende einsetzte. Dies veranlasst einen dazu, zu glauben, dass die Eine-Billion-Dollar-Marke für Apple den höchstmöglichen Börsenwert darstellt und dass dieser nunmehr der Vergangenheit angehört.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mf

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Wirtschaft 2019: Grund für Pessimismus?

In ganz Europa steigt die Zahl der Bürger, die meinen, dass 2019 aus wirtschaftlicher Perspektive schlechter wird als 2018. Unsicherheit über die politischen Entwicklungen angesichts des Handelskonflikts zwischen den USA und China, des Brexit und der Europawahl wirft ihre Schatten voraus. Der Ausblick der Kommentatoren auf das Jahr fällt jedoch nicht nur negativ aus.
https://www.eurotopics.net/de/212460/wirtschaft-2019-grund-fuer-pessimismus

+++ Schwarzmaler liegen falsch

24 Chasa – Bulgarien. Sorgen vor einer neuen globalen Finanzkrise findet 24 Chasa übertrieben: „Die Wirtschaftszyklen funktionieren so, dass sobald die Folgen der vorangegangenen Wirtschaftskrise überwunden sind, schon die nächste Krise im Anmarsch ist. Das heißt, dass theoretisch immer eine Krise bevorsteht. Es gibt sogar Wirtschaftsexperten, die sich darauf spezialisiert haben, vor lokalen, regionalen und globalen Wirtschaftskrisen zu warnen. Sie haben Schwarzmalerei zu ihrem Handwerk gemacht. Die unabhängigen Analysten und Banken jedoch erwarten nicht, dass im Jahr 2019 eine Finanzkrise kommt. Im Gegenteil erwarten sie sogar für 2019 und 2020, dass das Wirtschaftswachstum in der EU und insbesondere in der Eurozone weiter steigt, wenn auch etwas langsamer.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mg

+++ Für die Türkei wird es noch ärger

Sözcü – Türkei. Kolumnist Murat Muratoğlu warnt in Sözcü davor, auf eine Belebung der türkischen Wirtschaft zu hoffen: „Ich sage Ihnen, fallen Sie nicht auf jede Freudenbotschaft herein und werden Sie nicht euphorisch. In den ersten drei Monaten des Jahres wird Wahlkampf [für die Kommunalwahl] gemacht. Preiserhöhungen werden zurückgenommen, es wird Erlässe und Übereinkünfte geben. … Schritte, die die Menschen besänftigen sollen. … Bis zum Ende der Wahlen wird nichts unternommen, was die Wirtschaft des Landes wieder auf die Beine bringen könnte. Devisen und Zinsen werden mit Hilfe der Geldpolitik gezielt niedrig gehalten. Die bestehende Konsumstruktur wird nicht angetastet. Dieser Zustand wird die Probleme noch weiter vertiefen. Mit dem Übergang zum Präsidialsystem sind wir in eine Krise geraten, aus der wir jahrelang nicht herauskommen werden. Nach den Kommunalwahlen werden wir dies viel deutlicher wahrnehmen.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mh

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Ist Rumänien fit für den EU-Ratsvorsitz?

Die Übernahme des EU-Ratsvorsitzes durch Rumänien bleibt umstritten. Bukarest steht seit Monaten wegen der Justizreform in der Kritik, die auch im Land selbst Streit ausgelöst hat. Zuletzt hatte Kommissionspräsident Juncker an der Führungsfähigkeit Rumäniens gezweifelt. Kommentatoren befürchten eine Phase der Instabilität und fordern Europas Sozialdemokraten zum Handeln auf.
https://www.eurotopics.net/de/212322/ist-rumaenien-fit-fuer-den-eu-ratsvorsitz

+++ Genossen zur Rechtsstaatlichkeit antreiben

Tageblatt – Luxemburg. Europas Sozialdemokraten sollten jetzt einen strengen Blick auf ihre Kollegen der in Bukarest regierenden Partidul Social Democrat werfen, fordert das Tageblatt: „Die europäischen Sozialdemokraten (SPE), die zu Recht seit Jahren die konservative Europäische Volkspartei (EVP) wegen der Mitgliedschaft der ungarischen Fidesz des Viktor Orbán vor sich hertreiben, sollten es besser machen und die rumänischen Genossen entsprechend unter Druck setzen. Die Forderung zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien kann nicht parteipolitischen Überlegungen unterworfen werden. Nicht nur der EU-Ratsvorsitz, sondern auch die im Mai anstehenden Europawahlen sollten für die SPE Gelegenheit genug sein, hier reinen Tisch zu machen. Die europäischen Sozialdemokraten würden dabei an Glaubwürdigkeit gewinnen.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mi

+++ Ein Vorsitz auf tönernen Füßen

Krónika – Rumänien. Zwischen der rumänischen Regierung und Opposition fliegen juristisch derart die Fetzen, dass der EU-Ratsvorsitz sehr wackelig dasteht, befürchtet die ungarischsprachige Tageszeitung Krónika: „Ein Urteil des Verfassungsgerichtes besagt, dass die Besetzung der Richter am Obersten Gericht seit Jahren gesetzwidrig verlief. Darum müssen nun zahlreiche große Korruptionsverfahren von Anfang an wiederholt werden. Und auch der Prozess gegen den Parteivorsitzenden der Partidul Social Democrat, Liviu Dragnea, kommt nur schleppend voran. … Der Krieg [zwischen Regierung und Opposition] wird im Jahr 2019, in dem zwei Wahlen anstehen, mit Sicherheit noch heftiger weiter gehen. All das bedeutet nichts Gutes für die rumänische EU-Ratspräsidentschaft Anfang 2019.“ +++
https://www.eurotopics.net/kurz/6mj

hjs

 

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