Lebt der olympische Geist noch?

+++ Kann Bank of England die Rezession verhindern?
+++ EU-Beitrittsverhandlungen mit Türkei stoppen?
+++ Lettland: Strafe für russische Facebook-Posts
+++ Reflexionen zur Zukunft Europas

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Lebt der olympische Geist noch?

In Rio de Janeiro werden heute die Olympischen Sommerspiele eröffnet. Der Fackellauf wurde von Protesten begleitet. Auch die Diskussion über einen Ausschluss der russischen Mannschaft wegen Dopingvorwürfen überschattete das Sportereignis vorab. All das lässt Kommentatoren darüber nachdenken, ob Olympia nicht längst seinen Glanz verloren hat.
http://www.eurotopics.net/de/163883/lebt-der-olympische-geist-noch

+++ Eine Chance, Vorurteile zu überwinden

Trouw – Niederlande. Die Olympischen Spiele haben zwar viel von ihrem Glanz verloren, doch der Sport wird weiter Brückenbauer bleiben, glaubt Trouw: „Die Spiele von 2016 begi
nnen in einer Zeit, in der Anschläge, zunehmende internationale Spannungen, wirtschaftlicher Druck sowie ethnische und religiöse Konflikte die Schlagzeilen beherrschen und in der der Skandal des systematischen Dopingprogramms etwa von Russland noch nachhallt. … Dass saubere Spiele eine Illusion sind, ist leider eine Tatsache für Sportler und Zuschauer. Genauso wie es eine Illusion ist, dass sich Rio durch die Spiele in eine sichere, freundliche Stadt verwandeln wird. … Aber wenn wir den Sportlern zuschauen, haben wir nicht nur die Kraft und die Geschwindigkeit des menschlichen Körpers im Blick. Die Spiele eröffnen uns neue Horizonte und sind eine Chance, aus den Laufgräben der Vorurteile zu steigen. Auch das ist eine Form von Sportlichkeit.“ +++
http://www.trouw.nl

+++ Vielleicht haben die Skandale auch ihr Gutes

Savon Sanomat – Finnland. Wenn die zahlreichen Skandale dazu führen würden, dass Olympia künftig eine Nummer kleiner wird, wäre das für Savon Sanomat eine
gute Nachricht: „Viele Sportfans haben erklärt, dass die Stimmung kurz vor den Spielen außergewöhnlich gedämpft ist. Das kann aber auch etwas Gutes nach sich ziehen. Denn wenn die Zuschauerzahlen sinken, verschwinden auch die großen Sponsoren, denen das Image der Olympischen Spiele schon jetzt Bedenken bereitet. Geldmangel wäre der beste Antrieb für das Internationale Olympische Komitee und die Sportlergemeinde, die Beseitigung der bestehenden Missstände ernsthaft in Angriff zu nehmen. Dann könnte man die Winter- und Sommerolympiade gern in einem kleineren Umfang als bisher und mit weniger Disziplinen organisieren, anstatt das Budget der Spiele von Jahr zu Jahr anschwellen zu lassen. “ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19t

+++ Nur noch Werbe-Show für bestimmte Länder

Le Jeudi – Luxemburg. Der Geist der Olympischen Spiele wird auch dadurch belastet, dass diese von immer mehr Ländern genutzt werden, um ihr Image aufzupolieren, analysiert Le Jeudi: „Von der Euphori
e aus dem Jahr 2009, als die Entscheidung für den Austragungsort der Olympischen Sommerspiele verkündet wurde, ist nichts mehr übrig. Sie wurde von den vielen Sorgen verdrängt. … Vielleicht wäre es an der Zeit, auf die Olympischen Spiele zu verzichten – diese Analyse gilt im Übrigen auch für die Fußballweltmeisterschaft -, die zu kommerziellen Ereignissen und zu Schaufenstern für Länder mit Bedürfnis nach Anerkennung geworden sind. Brasilien wollte die Spiele, um seinen damaligen Wohlstand und seinen Status als Regionalmacht zu sichern. Die Beweggründe von [den Gastgeberländern für die kommenden Fußball-Weltmeisterschaften] Russland und Katar sind hingegen weniger erfreulich. Es gilt daher, die Olympischen Spiele der Postmoderne zu erfinden. Mit oder ohne IOC.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19u

+++ Ein Instrument der Reichen und Mächtigen

Avgi – Griechenland. Kein gutes Haar an den Spielen lässt die Zeitung Avgi, die auch den Umgang der Veranstalter mit Ru
ssland kritisiert: „Heute ist der Tag der feierlichen Eröffnung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. In Rio, wo Opulenz herrscht und die Favelas grenzenlos sind. In Rio, wo die meisten Gelder für diese Spiele in die Taschen von Oligarchen flossen, wie es auch in Griechenland bei den Spielen im Jahr 2004 der Fall war. Von den großen Projekten, die für die vermeintliche Integrität der Spiele geplant wurden, werden nur wenige den Alltag der Bewohner verbessern. … Diese Spiele sind, wie viele andere, nicht nur gekennzeichnet durch die finanziellen Risiken, die sie hinterlassen werden. Diese Spiele werden zudem von den USA mit der Unterstützung Großbritanniens als ein Mittel für eine noch größere politische Isolation Russlands benutzt. Russland wurde für die Rolle des gefährlichen Rivalen ausgewählt.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19v

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Kann Bank of England die Rezession verhindern?

Zur Bekämpfung einer Rezession infolge des Brexit-Votums hat die brit
ische Notenbank den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Zudem wird sie verstärkt Staatsanleihen und neuerdings auch Unternehmensanleihen kaufen. Die Geldschwemme verschafft dem Land eine Atempause, doch muss bald klar sein, welchen politischen Kurs Großbritannien einschlagen will, analysieren Kommentatoren.
http://www.eurotopics.net/de/163882/kann-bank-of-england-die-rezession-verhindern

+++ Vor allem britische Regierung ist nun gefordert

Financial Times – Großbritannien. Die britische Notenbank allein ist nicht in der Lage, die massiven Folgen des Brexit abzufedern, warnt die Financial Times: „Die Bank of England kann eine plötzliche Vertrauenskrise kompensieren und die Anpassung Großbritanniens an eine ’neue Realität‘, wie Notenbankchef Carney es bezeichnete, sanfter ablaufen lassen. Doch die Bank kann kaum etwas tun, um diese Realität zu verändern. Der Brexit hat einen angebotsseitigen Schock mit einem starken Rückgang bei den Investitionen i
n den kommenden Jahren zur Folge. Die langfristige Wohlstandsentwicklung Großbritanniens wird davon abhängen, wie das Land seinen Handel mit anderen Staaten entwickelt und ob es seine miserable Produktivität verbessern kann. Der geldpolitische Stimulus der Bank of England mag den Politikern eine Atempause verschafft haben. Doch nun ist die Regierung in der Pflicht, gezielte finanzpolitische Impulse zu setzen, während sie entscheidet, wohin der Brexit führen soll und die Verhandlungen startet.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19w

+++ Geldschwemme kann Politik nicht ersetzen

Il Sole 24 Ore – Italien. Es fehlt nicht an Liquidität, es fehlt an politischen Entscheidungen, kritisiert die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: „Diese Krise ist selbstverschuldet, ausgelöst von einer politischen Entscheidung, die waghalsig dem Volk anvertraut wurde, und dies einzig und allein, um die Machtverhältnisse bei den Konservativen zu klären. … Jetzt richten sich alle Blicke auf die Ba
nk of England in der Hoffnung, dass im Safe die übliche Bazooka versteckt gehalten wird, die sich in eine Wunderwaffe verwandeln soll. Dass die dicke Bertha in Stellung gebracht wird, um bei den Kriegsmetaphern zu bleiben, ist eine politische Entscheidung. Doch genau an politischen Entscheidungen mangelt es. … London hat die Weichen gestellt – inklusive eines Brexit-Ministers – für einen langsamen Übergang von der Welt von gestern in die morgige. Doch sind dies keine Zeiten, in denen Langsamkeit angebracht ist. Und nach wie vor fehlt es Hinweisen darauf, welche Marschrichtung London eigentlich einzuschlagen gedenkt.“ +++
http://www.ilsole24ore.com/

+++ Negative Auswirkungen auch auf den Rest Europas

El Periódico de Catalunya – Spanien. Die Folgen des Brexit-Votums werden in ganz Europa zu spüren sein, kommentiert El Periódico de Catalunya die Leitzinssenkung: „Seit dem Brexit-Votum leidet die britische Wirtschaft, wie man im Dienstleistungssektor sieht, der 80 Prozent d
es britischen BIP ausmacht. Seit dem 23. Juni ist er so stark geschrumpft wie seit sieben Jahren nicht mehr. Auch die Industrie und der Bau stagnieren und das Pfund wird schwächer. Großbritannien rutscht ab in die Rezession, da sind die schnellen Gegenmaßnahmen der britischen Zentralbank nur plausibel. … Doch dabei wird es nicht bleiben. Wir leben im Reich der Globalisierung, also ist der Brexit kein rein britisches Problem. Der IWF hat den negativen Effekt in der Eurozone schon mit 0,5 Prozentpunkten bemessen. … Die britischen Touristen [in Spanien] konsumieren weniger. Sie mussten zusehen, wie ihre Kaufkraft schwand, und zwar von einem Monat auf den anderen.“ +++
http://www.elperiodico.com

Mehr Meinungen

+++ The Evening Standard – Großbritannien. Zinssenkung bestraft die kleinen Sparer +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19x

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EU-Beitrittsverhandlungen mit Türkei stoppen?

Angesichts der Reaktionen Erdoğans auf den Putschversuch hat Österreichs Kanzler Kern ge
fordert, die Beitrittsgespräche mit der Türkei abzubrechen. Ein Ende der Verhandlungen hätte schwerwiegende geopolitische Konsequenzen, warnen einige Kommentatoren. Andere zeigen Verständnis für den Tabubruch des österreichischen Regierungschefs.
http://www.eurotopics.net/de/163881/eu-beitrittsverhandlungen-mit-tuerkei-stoppen

+++ Gefährlicher Bruch zwischen Brüssel und Ankara

Adevârul – Rumänien. Ein Zerwürfnis mit der Türkei hätte schwerwiegende geopolitische Folgen, fürchtet der Journalist Cristian Unteanu auf seinem Blog bei Adevărul mit Blick auf die Aussagen von Kern: „Es könnte erstens dazu führen, dass die Türkei das ‚Bremspedal‘ löst, was die drei Millionen Flüchtlinge betrifft, die sich auf ihrem Territorium befinden. Hinzu kommen geschätzt eine Million Menschen, die auf Einlass warten und an der syrisch-türkischen Grenze nicht weiterkommen. Ein Alptraum. … Eine zweite Folge könnte die schnelle Umorientierung der außenpolitischen Positi
onen der Türkei sein, für die es verlockend sein könnte, ihren Status als Partner der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit weiter zu festigen und auszubauen. Im Fall eines Bruchs zwischen Ankara und Brüssel, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Organisation die Türkei schnell als vollwertiges Mitglied willkommen heißt. … Das würde die geopolitische Situation unserer Region radikal verändern – langfristig und in allen Bereichen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19y

+++ Wiener Rebellen begehen erneut Tabubruch

Mladá fronta dnes – Tschechien. Kerns Forderung nach einem Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ist ein Tabubruch, stellt Mladá fronta dnes heraus: „Der österreichische Vorschlag ist die bislang härteste Reaktion aus dem Mund eines europäischen Politikers auf die Säuberungen, zu denen der türkische Präsident Erdoğan seit dem gescheiterten Putsch gegriffen hat. Es ist aber auch eine Antwort auf das Ultimatum von Erdoğans Außenm
inister, wonach der Flüchtlingsdeal hinfällig werde, falls es bis Ende Oktober keine Visafreiheit für die Türkei gebe – ohne Rücksicht darauf, ob Ankara die Bedingungen dafür erfüllt oder nicht. … Österreich hat in der Flüchtlingsfrage schon einmal ein europäisches Tabu gebrochen, als Außenminister Kurz das australische Modell im Umgang mit den Flüchtlingen empfahl. Von Österreich erwartet man derlei eigentlich nicht, eher von den Visegrád-Ländern. Aber Österreich ist, anders als diese, ein Zielland. Und die Türken standen schon mehrfach vor Wien.“ +++
http://www.idnes.cz

+++ Zu Ruhe und Rechtsstaatlichkeit zurückfinden

Süddeutsche Zeitung – Deutschland. Gerade jetzt braucht die Türkei Europa mehr denn je, betont die Süddeutsche Zeitung: „Das könnte tatsächlich der Anfang vom Ende eines historischen, einst hochambitionierten Annäherungsversuchs sein. Denn wenn es derzeit ein europäisches Grundgefühl gibt, dann dieses: Die Türkei gehört nicht zur EU
, sie ist zu autoritär regiert, zu zerrissen, zu unberechenbar. … Es ist ein Trauerspiel. Denn eigentlich bräuchte die Türkei gerade jetzt Hilfe aus Europa. All die Prozesse gegen angebliche und echte Putschisten müssten von europäischen Beobachtern verfolgt werden. Europäische Menschenrechtsorganisationen müssten Zugang zu Haftanstalten und Polizeikellern verlangen. Nur wenn ein klares Bild entsteht, was in der Putschnacht am 15. Juli und seither in der Türkei vorgefallen ist, wird das Land irgendwann wieder zu Ruhe und Rechtsstaatlichkeit zurückfinden.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19z

+++ Türkei sollte sich von EU distanzieren

Yeni Şafak – Türkei. Spätestens seit dem gescheiterten Putschversuch ist klar, dass die Türkei keine weiteren Verhandlungen mit der EU führen darf, findet die regierungstreue Yeni Şafak: „Gibt es in der türkischen Öffentlichkeit überhaupt noch jemanden, der die EU unterstützt? … Die EU ist für die Türkei kein gemeinsames
Ziel mehr, sondern eine Quelle der Bedrohung. Eine Bedrohung von außen, die versucht, die Türkei in ein Ägypten zu verwandeln. Europa, das nicht einmal mehr seine interne Integrität schützen kann, hat in der Zeit seit dem 15. Juli eine beschämende Position eingenommen und sich bemüht, die Türkei zu destabilisieren, ja gar aufzulösen. … Mittlerweile gibt es zwischen der EU und der Türkei keine gemeinsamen Werte mehr, das Vertrauensverhältnis ist zerrüttet. Wer sich die Feindseligkeit in Deutschland und Österreich gegenüber der Türkei ansieht, erkennt klar, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/1a0

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Lettland: Strafe für russische Facebook-Posts

Weil Rigas Bürgermeister Nils Ušakovs sich auf Facebook mit den Einwohnern der lettischen Hauptstadt auf Russisch verständigte, hat er vom Zentrum für Amtssprache in Lettland eine Geldbuße auferlegt bekommen. Ist die Strafe gerechtfertigt?
http://www.eurotopics.net/de/
163880/lettland-strafe-fuer-russische-facebook-posts

+++ Überreaktion eines russophoben Zensors

Neatkarīgā – Lettland. Unverständnis angesichts der Strafe für den Bürgermeister zeigt die Tageszeitung Neatkarīgā: „Dürfen die Russen jetzt auch untereinander nicht Russisch reden? Das ist wohl übertrieben. Und damit gießt man Öl ins Feuer. Die Internettrolle in Russland und die Propaganda-Medien werden diese Provokation für die Berichterstattung gegen Lettland ausschlachten. Extreme Fremdenfeindlichkeit und Russophobie sind in letzter Zeit zu einer Krankheit geworden. Nicht an allem in unserem Leben sind die Stadtverwaltung, die Regierung, die Russen oder die Flüchtlinge schuld. Das Zentrum für Amtssprache hat agiert wie ein Zensor und das Internet durchforstet, um herauszufinden, was die Beamten dort schreiben. Selbst in den düsteren Sowjetzeiten wurde die lettische Sprache nicht solchen Repressalien unterstellt wie jetzt Russisch. Und auch 150 Jahre, nachdem die lat
einische Schrift [in dem Gebiet des russischen Reiches, in dem die Letten lebten] verboten wurde, ist das lettische Volk nicht ausgestorben.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/1a1

+++ Auch ein Bürgermeister hat sich anzupassen

Latvijas Avize – Lettland. Als Replik auf die Geldstrafe hat der Bürgermeister eine Karikatur veröffentlicht, die dem Zentrum für Amtssprache einen Affenschädel und damit ein kleines Gehirn zuordnet. Für die Tageszeitung Latvijas avīze eine unangemessene Reaktion: „Die europäischen Politiker vergleichen heute nicht mehr Schädel oder Kopfformen. Vor dem kreativen Versuch des Rigaer Bürgermeisters hat bereits der Kreml anthropologische Argumente verwendet und behauptet, dass der Russe einen besonderen genetischen Code habe. Der Kern der Botschaft des Bürgermeisters ist ideologisch an gleicher Stelle verwurzelt wie die genetischen Entdeckungen von Putin. … Riga ist die lettische Hauptstadt und der Bürgermeister sollte seine Kommunikation der N
ationalpolitik anpassen und den Konflikt mit dem Zentrum für Amtssprache nicht verschärfen. Nicht von ungefähr wird er von Moskau gelobt. Wahrscheinlich war das auch sein Ziel.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/1a2

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Reflexionen zur Zukunft Europas

Abschottung als Reaktion auf die Flucht hunderttausender Flüchtlinge, hohe Arbeitslosigkeit und Schulden, Aufwind für rechtsradikale Parteien und Bewegungen. Europas Integration gerät ins Stocken. Scheitert das große Friedensprojekt?
http://www.eurotopics.net/de/153868/reflexionen-zur-zukunft-europas

+++ Für Mikael Jalving fehlt den Eliten die Einsicht

Jyllands-Posten – Dänemark. Auf das „Trilemma“ der Weltwirtschaft, das der Ökonom Dani Rodrik bereits vor knapp zehn Jahren skizzierte, verweist Mikael Jalving in seinem Blog bei Jyllands-Posten und kritisiert, dass die Eliten dieses noch nicht begriffen haben: „Die Globalisierung, die Demokratie und der Nationalstaat – diese drei guten Dinge können wir n
icht gleichzeitig haben. … Wir müssen eine Wahl treffen oder die einzelnen Teile dosieren. … Nach wie vor haben wir dieses zentrale Trilemma nicht begriffen; das gilt vor allem für die wirtschaftlichen und politischen Eliten, ob in Davos, in der EU, in Frankfurt, Paris oder Berlin. Sie laufen Sturm gegen sämtliche Grenzen und Normen, äußere wie innere. Doch das ist so, als hätte man vor 30 Jahren die Popgruppe Gnags dazu auserkoren, über die Weltpolitik zu bestimmen. Wenn wir etwas brauchen, dann einen größeren und stärkeren Aufruhr des Volkes gegen die Führenden und ihre Fangemeinde aus Intellektuellen, Medienlieblingen und Popmusikern.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/1a3

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