Schadet sich Trump mit seinem Auftreten?

+++ Entscheidende Schlacht um Aleppo?
+++ Droht Europa ein Religionskrieg?
+++ Wie oft soll Spanien noch wählen?
+++ Wenn der Postmann nur noch dreimal klingelt
+++ Lässt sich die EU von der Türkei erpressen?

+++++

Schadet sich Trump mit seinem Auftreten?

Mit einer Attacke auf die muslimischen Eltern eines in Irak getöteten US-Soldaten hat sich Präsidentschaftskandidat Donald Trump auch in den eigenen Reihen unbeliebt gemacht. Nachdem der Republikaner bereits mit seinen Plänen zur Außenpolitik für Kritik gesorgt hatte, fragen sich Kommentatoren nun, ob er seine Wahlchancen Stück für Stück verspielt – oder ob er gerade so strategisch bei der Bevölkerung punkten kann.
http://www.eurotopics.net/de/163720/schadet-sich-trump-mit-seinem-auftreten

+++ Kandidat legt sich mit den Falschen an

The Guardian – Großbritannien. Mit seinen abfä
lligen Äußerungen über die Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten könnte der Kandidat der Republikaner den Bogen überspannt haben, meint The Guardian: „Warum sich Trump dazu entschlossen hat, gegen eine Familie von Hinterbliebenen zurückzuschlagen, ist schwer zu begreifen. Die Khans sind keine Berufspolitiker. Sie sind gewöhnliche zugewanderte Bürger, die für die von ihnen gewählte Heimat einen außergewöhnlichen Verlust erleiden mussten. … In der eigenen Schwergewichtsklasse mit anderen Personen des öffentlichen Lebens auf der Wahlkampfbühne zu ringen, ist das eine. Einen gewöhnlichen Bürger niederzuschlagen, ist etwas völlig anderes. Und es ist beispiellos und unerhört, auf die am meisten respektierten gewöhnlichen Bürger einer Gesellschaft loszugehen: die patriotischen Eltern eines gefallenen Helden.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/195

+++ Auch Glaubensfragen sind wahlentscheidend

Kristeligt Dagblad – Dänemark. Nachdem der republikanische
Kandidat Trump seine Konkurrentin Clinton als Teufel persönlich bezeichnet hat, fragt sich Kristeligt Dagblad, welcher Kandidat eigentlich die wichtige Wählergruppe der Christen besser vertritt: „Trumps jüngster Ausfall wirft die Frage auf, wie die vielen Kirchengänger in den USA eigentlich abstimmen werden. … Die vielen moderaten Christen in den vielen Gemeinden in den USA sind derzeit verständlicherweise verwirrt. Trumps Haltung Frauen gegenüber, seine Scheidungen und sein eklatanter Mangel an Wissen über die Bibel und das Christentum empfehlen ihn nicht. Aber erreicht Hillary Clinton die christlichen Wähler, die etwa der Abtreibung kritisch gegenüberstehen? … Die Wahl kann entschieden werden durch die Wirtschaft, die Einwanderung, die Kriegsgefahr. Aber Politiker wie Medien machen die Rechnung ohne den Wirt, wenn sie die Bedeutung von Glaubens- und Wertefragen für den gewöhnlichen Amerikaner vernachlässigen.“ +++
http://www.kristeligt-dagblad.dk

+++ Trump gef�
�hrdet die „freie Welt“

Večernji list – Kroatien. Eher einen Kandidaten Russlands denn einen für die amerikanischen Wähler sieht Večernji list in Trump: „Wenn er nicht so ein Idiot wäre, würde man sagen, dass Trump der russische Kandidat für den Präsidentenposten in Amerika ist. Aber ein nützlicher Idiot ist er allemal. Nützlich für die russische neoimperialistische Politik. So hat er angeblich verkündet, dass er nicht automatisch den Artikel 5 des Nato-Vertrags akzeptieren würde, der besagt, dass der Angriff auf einen Nato-Staat als Angriff auf das ganze Bündnis verstanden wird. Ist das nicht eine direkte Einladung an die Russen, sich nach der Krim nun auch ein Stückchen Territorium eines der baltischen Nato-Mitglieder einzuverleiben? … Wenn Trump Präsident und somit Anführer der ‚freien Welt‘ wird, wird diese Welt mit einer Menge Folgen zu kämpfen haben. Populisten und selbsternannte Laienpolitiker werden versuchen, die gemäßigten Politpro
fis zu verdrängen.“ +++
http://www.vecernji.hr/

+++ Wünsche der US-Volksseele erkannt

Magyar Nemzet – Ungarn. Trump könnte zugute kommen, dass sich der von ihm umworbene Durchschnittsamerikaner nach einer Abkehr von der hegemonialen US-Politik sehnt, meint Magyar Nemzet: „Trump hat im bisherigen Wahlkampf bewiesen, dass in seinen Wahnvorstellungen durchaus System steckt. Während Clinton mit den Augen der politischen Elite die Welt betrachtet, konzentriert sich Trump auf den Durchschnittsmenschen, wobei er sich nicht scheut, auf demagogische Weise Tabus zu brechen. Und er scheint damit goldrichtig zu liegen: Die US-Bürger haben von den traditionellen globalen Ambitionen der USA genug, unter den gegenwärtigen Umständen verspüren sie eher eine Sehnsucht nach Ruhe und Wohlstand, hegemonialer Ruhm ist ihnen mithin unwichtig. … Trump hat mit Gespür die Wünsche der US-Volksseele erkannt und er hat die imperialistischen Reichsträume der USA rasch in die Sprache des alltäg
lichen Glücks übersetzt.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/196

+++++

Entscheidende Schlacht um Aleppo?

Im seit Wochen von den Regierungstruppen eingekesselten Aleppo haben die Rebellen eine neue Offensive gestartet. Assad und Moskau fordern indes die Bevölkerung auf, sich durch Fluchtkorridore aus der Stadt zu retten. Kommentatoren halten die Schlacht um Aleppo für kriegsentscheidend – und drängen den Westen, endlich einzugreifen.
http://www.eurotopics.net/de/163631/entscheidende-schlacht-um-aleppo

+++ Wegschauen wird Westen teuer zu stehen kommen

The Times – Großbritannien. Der Fall Aleppos an die Regierungstruppen wird eine neue Flüchtlingswelle auslösen, warnt The Times: „Die grausige Belagerung ist das Sarajevo des 21. Jahrhunderts und wir ignorieren es. Blockiert von den Terroranschlägen auf unserem eigenen Kontinent und der politisch gelähmten Führung in den USA, entgehen uns die Vorgänge in Aleppo. Wenn wir aufwachen, wird es zu spät sein. Die Stadt, d
ie einst Syriens wirtschaftliche Metropole, Werkstatt und Marktplatz war, wird verlassen und niedergewalzt sein. … Mit seiner Entscheidung, gemeinsame Sache mit Waldimir Putin zu machen, sendete der Westen eine Botschaft an die ganze Welt, dass er Syrien aufgibt, weil die dortigen Probleme zu schwierig zu lösen sind. Damit wird die Flucht in den Westen verstärkt – nach dem Fall Aleppos werden Hunderttausende in Richtung der türkischen Grenze ziehen – und der Terrorismus in keinster Weise bekämpft.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/197

+++ Noch viel schlimmer als Srebrenica

Die Welt – Deutschland. Nichts anders als ein Kriegsverbrechen ist die Einrichtung der Hilfskorridore für die Tageszeitung Die Welt. Sie drängt den Westen zum Eingreifen: „Vor gut 20 Jahren ließen die Weltgemeinschaft und der Westen tatenlos zu, dass serbische Einheiten 8.000 Bewohner der bosnischen Stadt Srebrenica massakrierten. Erst unter dem Schock dieser Untat entschlossen sie sich endlich zum
Eingreifen. Heute nimmt im syrischen Aleppo eine humanitäre Katastrophe ihren Lauf, die Srebrenica noch weit übertrifft. … Die Zivilbevölkerung wird vor die Alternative gestellt: flüchten oder rücksichtslos bombardiert und ausgehungert werden. Es ist in Wahrheit eine gewaltsame Vertreibung und so ein weiteres Kriegsverbrechen, das unter Federführung eines ständigen Mitglieds des UN-Sicherheitsrats begangen wird. … Der Westen darf das nicht länger hinnehmen. … Die Reue, die er nach Srebrenica zeigte, nimmt ihm sonst dieses Mal keiner mehr ab.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/198

+++++

Droht Europa ein Religionskrieg?

In der Normandie drangen vergangene Woche zwei Angreifer in eine Kirche ein und ermordeten dort einen Priester. Die IS-Miliz beanspruchte die Tat für sich. Für die Presse ein Grund, sich mit der möglichen Gefahr eines Religionskriegs in Europa auseinanderzusetzen.
http://www.eurotopics.net/de/163309/droht-europa-ein-religionskrieg

+++ Islam in
Frankeich leidet unter Laizismus

Le Monde – Frankreich. In Folge der Terrorattentate durch radikale Islamisten will Frankreichs Premier Valls unter anderem verfügen, dass der Bau von Moscheen vorübergehend nicht mehr aus dem Ausland finanziert werden darf. Ein äußerst schwieriges Vorhaben, konstatiert Le Monde: „Das Gesetz von 1905, das die Trennung von Staat und Kirchen festschreibt, ist ein praktisch unantastbarer Text. … Da es die staatliche Finanzierung von Religionsgemeinschaften untersagt, kann der Islam keinen Boden gutmachen: Ihm mangelt es an Moscheen und an ausgebildeten und republikanisch geprägten Imamen und er schafft es wegen fehlender religiöser Hierarchie nicht, sich eine strukturierte Organisationsform zu verleihen. … Die [angestrebte] Gleichheit zwischen muslimischer und katholischer Religion entspricht nicht der Realität. Selbst wenn ausländische Gelder nur einen geringen Teil der Mittel ausmachen, so haben sie zumindest zur Finanzierung und Organisa
tion der muslimischen Glaubensgemeinschaft beigetragen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/199

+++ Generalangriff auf westliche Gesellschaft

Göteborgs-Posten – Schweden. Warum der islamistische Terrorismus nicht mit dem Terror der 1970er-Jahre in Europa vergleichbar ist, erklärt Göteborgs Posten: „Die Organisation der radikalen Islamisten ist komplett dezentral und unabhängig. Es gibt keine politischen Verhandlungen, die dem Islamischen Staat ein Ende setzen oder die Kämpfer stoppen könnten. Keine politischen Entscheidungen und kein sozialpolitischer Einsatz können den Fanatismus dieser Gruppe mildern. Es gibt kein Land in Europa, keinen Teil der Gesellschaft und keine Minderheit, die als Ziel ausgenommen werden. Deshalb ist der Vergleich mit dem Terrorismus der 1970er-Jahre in Europa so weltfremd. Der Mord an dem katholischen Priester in der Normandie, der Anschlag auf Charlie Hebdo oder die Bomben auf dem [Brüsseler] Flughafen Zaventem – alles war ein Generalangriff
auf die westliche Gesellschaft. Und so fasst der radikale Islamismus seine Rolle auch auf: Er befindet sich in einem ewigen religiösen Krieg, den nur die Gläubigen gewinnen können.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19a

+++++

Wie oft soll Spanien noch wählen?

Spanien steuert womöglich auf die dritte Parlamentswahl innerhalb eines Jahres zu. Davor warnte nach einem Treffen mit Sozialistenchef Pedro Sánchez Noch-Premier Mariano Rajoy. Auch die vorgezogene Neuwahl Ende Juni hatte keine klaren Mehrheitsverhältnisse geschaffen. Für Kommentatoren wäre eine weitere Wahl ein Armutszeugnis für die Politik.
http://www.eurotopics.net/de/163714/wie-oft-soll-spanien-noch-waehlen

+++ Weitere Wahl wäre unerträglich

Público – Portugal. Spanien hat die politischen Umwälzungen der letzten Zeit noch nicht verarbeitet, kommentiert Journalist Jorge Almeida Fernandes bei Público: „Spanien hat nun seit sieben Monaten keine Regierung mehr und viele prophezeien bereits, dass dieser
Zustand bis November oder Januar (mögliche Termine für einen dritten Urnengang) andauern könnte. … In Spanien hat der Übergang von einem Zweiparteiensystem in eine Realität, in der auf einmal vier Parteien mitmischen, noch keine neuen Regeln geschaffen, mit denen Kompromisse erzielt werden können. Ganz im Gegenteil: Wir erleben ein Spiel der sich durchkreuzenden Vetos, das die Lösungsfindung stark beeinträchtigt. In der letzten Legislaturperiode war die Wahlwiederholung die einzige Lösung. Ein dritter Urnengang ist politisch unerträglich – aber eben nicht unvermeidlich.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19b

+++ Konsens ist eine Frage des Willens

Cinco Días – Spanien. Das Land kommt auch ohne Regierung klar, bemerkt erstaunt die Wirtschaftszeitung Cinco Días – fragt sich allerdings, wie lange noch: „Sage und schreibe 2.555 Menschen haben in dieser Zeit täglich eine Arbeit gefunden, während die Parteien sich seit Januar nicht auf eine Regierung einigen können,
und sich auch immer weniger zu bemühen scheinen. Das Land der politischen Funktionäre kehrt dem Land des Funktionierens den Rücken zu. Während das offizielle Land seine Aufgaben nicht erledigt hat, denn nur mit Worten und Absichtserklärungen kommt man nicht weiter, haben die Firmen und alle Akteure der Wirtschaft ihren Teil dazu beigetragen, dass alles läuft. … Doch wenn die politische Krise andauert, und das scheint der Fall zu sein, kann der Wirtschaftsaufschwung nachlassen. Niemand versteht die Konsensunfähigkeit der Parteien. Jeder weiß, dass es keine Einigung gibt, weil niemand sie anstrebt. Nur wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ +++
http://www.cincodias.com

+++++

Wenn der Postmann nur noch dreimal klingelt

Die finnische Post muss sparen, dazu wird im Parlament derzeit ein Gesetz diskutiert. Der umstrittenste Punkt ist die mögliche Reduzierung der Briefzustellung von fünf auf drei Tage pro Woche. Finnlands Zeitungen, die auf dem Land häufig von Briefträgern
ausgetragen werden, sind strikt dagegen.
http://www.eurotopics.net/de/163715/wenn-der-postmann-nur-noch-dreimal-klingelt

+++ Drei-Tage-Zustellung auf keinen Fall zulassen

Hämeen Sanomat – Finnland. Eine Reduzierung der Postzustellung auf drei Tage in der Woche kommt für die Tageszeitung Hämeen Sanomat nicht in Frage: „Da die Briefpost abnimmt und die Auflage von Zeitungen und Zeitschriften sinkt, will die Post die Regeln loswerden, die sie einengen. … Auf dem Lande, wo Post und Zeitungen häufig erst am Nachmittag oder Abend zugestellt werden, wurde dies mit Bestürzung aufgenommen. Auch wenn der Großteil der Zeitungen in Finnland früh morgens ausgetragen wird, wird jede fünfte Zeitung, insbesondere auf dem Lande, mit der Briefpost zugestellt. Um nichts auf der Welt darf die Zustellung auf drei Tage in der Woche reduziert werden. Auch wenn sich der Wettbewerb in der Branche ausweitet und die normale Brief- und Paketzustellung nur noch fünf Prozent der zugestellten Produ
kte ausmacht, wird das Parlament dem Staatsbetrieb wohl kaum erlauben, sein Dienstleistungsangebot herunterzufahren. … Die Fünf-Tage-Postzustellung muss auch künftig überall in Finnland gesichert sein.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19c

+++ Neuseeland macht vor wie es geht

Helsingin Sanomat – Finnland. Um die Fünf-Tage-Zustellung auch künftig sicherzustellen, muss die Post kreativ sein, meint Helsingin Sanomat: „In den dünn besiedelten Regionen sind die Zustellungskosten am höchsten, aber dort ist die Bevölkerung auch älter und abhängiger von den wenigen vorhandenen Dienstleistungen. Deshalb müssen Manager, Beamte und Politiker darüber nachdenken, wie das Zustellungsniveau beibehalten werden kann. … Eine Möglichkeit wäre, die Zustellung von Medikamenten mit der Brief- oder Zeitungszustellung zu koppeln. In Neuseeland, das Finnland geografisch ähnlich ist, wird die Fünf-Tage-Postzustellung von Subunternehmen, ja sogar von privaten Briefzustellern erledig
t. Das könnte auch in Finnland gut funktionieren.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19d

+++++

Lässt sich die EU von der Türkei erpressen?

Der Visa-Streit zwischen der EU und der Türkei hat sich erneut zugespitzt. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hatte die EU am Wochenende gewarnt, den Flüchtlingsdeal platzen zu lassen, sollte die Visafreiheit für Türken nicht bis Oktober kommen. Deutschlands Vize-Kanzler Sigmar Gabriel sagte, Europa dürfe sich nicht erpressen lassen. Die Presse überlegt, wer am längeren Hebel sitzt.
http://www.eurotopics.net/de/163630/laesst-sich-die-eu-von-der-tuerkei-erpressen

+++ Westen ist einfach machtlos gegen Erdoğan

La Repubblica – Italien. Der türkische Präsident spielt den Kraftmeier und kann sich das leider auch leisten, klagt La Repubblica: „Erdoğan fürchtet Europa nicht. Er erpresst es mit Flüchtlingen, die er in jedem Moment als Waffe einzusetzen bereit ist. Er hat auch keine Angst vor der Nato, denn er verf
ügt über die zweitstärkste Armee des Bündnisses, und auch nicht vor den Vereinigten Staaten. Ganz im Gegenteil: Mit der Blockade des Militärstützpunkts İncirlik bedroht er die USA, die diese als Basis für ihre Missionen gegen den IS im Irak und in Syrien benutzen. Wir haben leider wenig Mittel, um den neuen Sultan zu stoppen. In der kommenden Woche trifft er mit Putin zusammen, nach Monaten der Eiszeit. Sie werden sich prächtig verstehen. Sie sprechen die gleiche Sprache und haben die gleiche Einstellung zur Macht.“ +++
http://www.repubblica.it

+++ Kann Merkel ihren Kurs halten?

Večer – Slowenien. Der Druck aus Ankara wird letztlich wohl die Flüchtlingspolitik Berlins ändern, glaubt die Tageszeitung Večer: „Nun, wo Erdoğan seine Anhänger vor Merkels Nase mobilisiert hat und mehrere zehntausend Menschen durch deutsche Städte marschierten, ist klar, dass er seine Armee überall in Europa nach Belieben an- und ausschalten kann. In der Türkei befeuert Erdoğan eine
negative Meinung gegen Deutschland, indem eine ihm nahestehende Zeitung eine Fotomontage von Merkel als Hitler zeigte. … Die gute Seite des Ganzen ist, dass Angela Merkel nun endlich beginnen wird, mit den EU-Führern über gemeinsame Lösungen zu sprechen, statt einfach ihre eigenen zu präsentieren. Aber ist sie noch stark genug dafür? Hat sie angesichts der Wahlen noch Zeit dafür? Sie wird alles so lang wie möglich hinauszögern, wohl bis zum EU-Gipfel im Herbst. Und dann werden wir sehen, was ihr eingefallen ist und ob sie die Kraft hat, ihre Lösungen auch umzusetzen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/19e

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s