Olympia ohne russische Leichtathleten

+++ Endspurt zum Brexit-Referendum
+++ Mord überschattet Wahlkampf vor Brexit-Referendum
+++ Movimento Cinque Stelle regiert Rom und Turin
+++ Wie kann die IS-Miliz geschlagen werden?
+++ Fan-Gewalt bei der Fußball-EM

 

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Olympia ohne russische Leichtathleten

Nachdem der Leichtathletik-Weltverband IAAF die russischen Leichtathleten wegen Dopings von Olympia in Rio ausgeschlossen hat, kommen am Dienstag IOC-Spitze und Vertreter nationaler Verbände in Lausanne zusammen. Es wird erwartet, dass sie die Entscheidung unterstützen oder gar auf weitere Sportarten ausdehnen. Trifft die Sperre die wahren Schuldigen?
http://www.eurotopics.net/de/161081/olympia-ohne-russische-leichtathleten

+++ Kollektivschuld ist ungerecht

Lidové noviny – Tschechien. Nach dem Ausschluss der russischen Leichtathleten von den Spielen in Rio könnte es am Dienstag beim Oly
mpiagipfel in Lausanne noch weitere russische Sportverbände oder gar das gesamte russische Nationale Olympische Komitee treffen. Dies wäre denn doch zu viel, mahnt Lidové noviny: „Hier geht es um etwas Beispielloses: eine präventive kollektive Strafe für ein ganzes Nationalteam hat es noch nie gegeben. Das ist auch von denen zu bedenken, die sich keine Illusionen über die Sauberkeit des russischen Sports und dessen Unabhängigkeit von der politischen Führung des Landes machen. Russland muss das wie eine Kriegserklärung erscheinen. Zudem hat Russland auch gute Argumente. Schon der olympische Gedanke beruft sich auf die Teilnahme aller. In der Olympischen Charta steht auch kein Wort über eine Entscheidungsvollmacht des Olympiagipfels. Und schließlich gibt es auch noch Werte, auf die sich der Westen beruft: dazu gehört die Ablehnung einer Kollektivschuld.“ +++
http://www.lidovky.cz

+++ Alle Sportverbände gleich behandeln

Die Tageszeitung taz – Deutschland. An Russlands
Leichtathleten werden härtere Kriterien angelegt als an die anderer Länder, kritisiert die Tageszeitung taz: „Der Ausschluss der russischen Leichtathleten mag notwendig sein, er wirkt aber nur dann glaubwürdig, wenn ihm andere Schritte folgen. In vielen Ländern, genannt seien nur Kenia oder Jamaika, ist das Niveau der Dopingbekämpfung lächerlich. Athleten dutzender Staaten erscheinen gar nicht erst auf dem Radar der Fahnder, andere wissen mit Knowhow und Chuzpe den Kontrollen zu entgehen. Wenn sich jetzt die Leute des [Internationalen Leichtathletik-Verbands] IAAF und der [Welt-Antidopingagentur] Wada als Saubermänner feiern lassen, die die bösen Triebe des Sports ausmerzen, dann sollte man genau hinschauen, ob sie bei anderen Verbänden und Nationen mit gleicher Elle messen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xd

+++ IOC darf keine Gnade walten lassen

Irish Examiner – Irland. Das letzte Wort hat das Internationale Olympische Komitee, das Hausrecht bei den Olympischen
Spielen genießt und somit das Urteil des Leichtathletik-Weltverbands überstimmen könnte. Doch es sollte auf keinen Fall nachgeben, fordert der Irish Examiner: „Es wäre ein Hohn für die Gerechtigkeit, wenn die Olympia-Funktionäre Russland und seinen Athleten eine spezielle Befreiung von der Sperre gewähren und ihnen damit eine Teilnahme an den Spielen in Rio ermöglichen. Wenn das passiert, und das ist ja durchaus möglich, dann würde das den Sport und all das, wofür die Olympischen Spiele als größtes Sport-Event stehen sollen, zum Gespött machen. Es würde überdies die völlig falsche Botschaft an junge Menschen aussenden: Der Zynismus des Dopings wird kaschiert, und einer verbitterten Welt, in der saubere Athleten zu Recht verehrt werden, wird vermittelt, dass Schummeln in Ordnung ist.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xe

+++ Kreml muss Schuld anerkennen

De Volkskrant – Niederlande. Als gerechte Strafe und ein Signal an den Kreml versteht De Volkskrant den Aussc
hluss: „Dass möglicherweise Unschuldige getroffen werden, ist gerade eine Folge der herrschenden Kultur in Putins Russland. Das Individuum wurde dem Interesse des Staats untergeordnet. Unter diesem Motto bauten die russischen Behörden einen großen Apparat auf, um ihre Sportler mit Doping zu versorgen und zu verhindern, dass sie erwischt werden. Nach der Entlarvung des geheimen Programms klagt Moskau nun über eine ‚anti-russische Kampagne‘. Vor allem die Weigerung der russischen Behörden, die Schuld anzuerkennnen, ist beunruhigend. … Die Sperre aufzuheben, wäre das falsche Signal. Vor allem nachdem deutlich wurde, dass der russische Geheimdienst FSB an dem Dopingbetrug beteiligt war und Untersucher der Antidopingbehörde Wada bedroht hat, muss Moskau deutlich gemacht werden, dass Staatseinmischung unzulässig ist. Mit Klagen müssen sich ’saubere Sportler‘ an den Kreml wenden.“ +++
http://www.volkskrant.nl/

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Endspurt zum Brexit-Referendum

Wenige Ta
ge vor dem Brexit-Referendum liegen die EU-Befürworter in den Umfragen wieder knapp vor den EU-Gegnern. Doch auch wenn Großbritannien Mitglied bleibt, kommt die Union nicht um Veränderungen herum, meinen Kommentatoren.
http://www.eurotopics.net/de/158829/endspurt-zum-brexit-referendum

+++ Bremain würde die EU nicht retten

Le Figaro – Frankreich. Selbst wenn die Briten am 23. Juni für „Remain“ stimmen sollten, stünde die EU auf wackligen Füßen, glaubt Le Figaro: „Es ist nicht überraschend, dass man in Europa den Aufstieg EU-feindlicher Gruppierungen beobachten kann: Es stagniert, es schafft keine Arbeitsplätze, es hetzt die Gemeinschaften gegeneinander auf, indem es eine Sparpolitik durchzieht, die von den einen als zu drastisch und von den anderen als nicht ausreichend angesehen wird. Die Probleme, die Europhobe anprangern, mögen ja real sein, aber das macht aus ihren Vorschlägen (Ausstieg aus der EU, Rückkehr zur nationalen Währung, Ausweisung von Immigra
nten) noch lange keine richtigen Lösungen. Es ist genau diese Kopf-in-den-Sand-Politik des europäischen Establishments und seine Untätigkeit, die ihnen zu Glaubwürdigkeit verhilft. … Selbst wenn die Anhänger eines Verbleibs gewinnen würden, wäre die Union noch immer von Gefahren an ihren Außengrenzen, wirtschaftlicher Stagnation und der Entfremdung eines Großteils ihrer Bürger bedroht.“ +++
http://www.lefigaro.fr

+++ Renaissance der Nationalstaaten innerhalb der EU

Jyllands-Posten – Dänemark. Egal wie das Brexit-Referendum ausgeht, muss die EU ihre Überheblichkeit gegenüber den Nationalstaaten ablegen, meint Jyllands-Posten: „Die EU muss die Balance zwischen Brüssel und den Mitgliedsländern wiederfinden. Dabei ist es nicht mit einem Wettbewerb getan, wer das glühendste Essay zur EU schreiben kann. Die EU-Zusammenarbeit ist grundlegend richtig und zu wertvoll, dass man nach dem Donnerstag weiterwursteln kann, unabhängig davon, wie das Referendum ausgeht. Brüs
sel und die Mitgliedsstaaten müssen versuchen, Lehren aus den vielen Fehlern der letzten Jahre zu ziehen und die EU-kritische Stimmung in eine positive Unterstützung für ein Europa umwandeln, das nie zuvor freier und friedlicher war. Ein guter Ausgangspunkt ist das Zugeständnis, dass der Nationalstaat eine Renaissance erlebt. Aber die EU kann ein ausgezeichneter Rahmen für eine absolut notwendige europäische Zusammenarbeit sein.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xf

+++ Von der Weisheit der Briten profitieren

Welt am Sonntag – Deutschland. Europa müsste aus der Geschichte des britischen Empires lernen, findet die Welt am Sonntag: „[Dessen] Zerfall hat die Briten noch klüger gemacht als sein Erwerb. Und es ist diese Weisheit, die wir in der Zukunft dringend brauchen. Dieses Volk lässt sich heute unter anderem von pakistanischstämmigen weiblichen Lords regieren und zeigt damit eine Integrationsfähigkeit für fremde Menschen und genauso die eigenen Eigentümlichkeiten,
die es sonst nirgends in Europa gibt. … Britannien hat das geschafft, weil es sich etwas klüger und sorgfältiger als andere zurückgezogen hat. Die Formel hieß nach 1945 ‚manageable decline‘, handhabbarer Niedergang. Der Begriff sollte beschreiben, wie man loslässt, ohne zu verlieren. Wie man noch gewinnen kann, obwohl man die Spielregeln nicht mehr bestimmt. Dann muss man trotzdem irgendwie für Fairness sorgen, wenn man nicht eingemacht werden will. Das ist die Formel, die ganz Europa lernen muss.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xg

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Mord überschattet Wahlkampf vor Brexit-Referendum

Nach der Ermordung der Labour-Abgeordneten und Brexit-Gegnerin Jo Cox am Donnerstag ist das Motiv des Täters noch unklar. Er soll „Britain first“ gerufen haben, als er sie angriff, möglicherweise ist er psychisch krank. Welche Auswirkungen hat das Attentat so kurz vor dem Brexit-Referendum?
http://www.eurotopics.net/de/161002/mord-ueberschattet-wahlkampf-vor-bre
xit-referendum

+++ Brexit-Gegner missbrauchen Mord an Cox

Daily Mail – Großbritannien. Einige EU-Befürworter nutzen den Mord an Jo Cox, um gegen den Brexit Stimmung zu machen, klagt die Daily Mail: „Man sollte erwarten, dass vernünftige Leute sich einig darin sind, dass diese geistesgestörte Tat keinen Einfluss auf die Entscheidung am Donnerstag haben darf. … Und dennoch hat dies einige der Bremain-Befürworter nicht daran gehindert, aus dem Vorfall politisch Kapital zu schlagen und zu unterstellen, dass die Brexit-Anhänger für diesen verantwortlich sind. … Könnte man nicht genauso argumentieren (und dabei genauso grotesk falschliegen) dass die liberale Linke das Blut von Jo Cox an den Händen trägt, nachdem sie jahrzehntelang den Frust der Öffentlichkeit geschürt hat, indem sie eine Debatte über Einwanderung unterdrückt hat? Eine Tatsache, die hässliche rechts- und linksextreme Gruppen in ganz Europa hat entstehen lassen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xh

+++ Bei Terror wird mit zweierlei Maß gemessen

The Malta Independent – Malta. Attentäter mit politischen Motiven, die der Mehrheitsgesellschaft angehören, werden meist lediglich als Verrückte abgestempelt, kritisiert The Malta Independent: „Europa ringt derzeit mit der zunehmenden Bedrohung durch Terrorismus im Zusammenhang mit dem Eindringen ausländischer Terroristen. Da kann man leicht die Realität aus den Augen verlieren. Der Mann, der Cox ermordete, war ebenfalls ein Terrorist. Allzu oft, wenn eine weiße Person ein Verbrechen verübt, wird diese umgehend als ‚verrückt‘ und ‚geisteskrank‘ abgestempelt. Das mag diesmal der Fall sein, doch wenn jemand Vorstellungen über die Vorherrschaft der weißen Rasse verkündet und eine liberale Abgeordnete niederschießt, die sich für Zuwanderung stark machte, dann ist das ebenfalls Terrorismus.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xi

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Movimento Cinque Stelle regiert Rom und Turin

Rom und Turin werden k
ünftig von Kandidatinnen der Protestpartei Movimento Cinque Stelle regiert. Sie setzten sich in der Stichwahl der italienischen Kommunalwahlen gegen die Kandidaten der regierenden sozialdemokratischen PD durch. Kommentatoren vermuten, die Wähler von M5S haben sich insbesondere gegen Premier Renzi entschieden.
http://www.eurotopics.net/de/160359/movimento-cinque-stelle-regiert-rom-und-turin

+++ Revolte gegen die Mitte-links-Aristokratie

La Stampa – Italien. Die Niederlage hat die PD von Premier Renzi sich selbst zuzuschreiben, konstatiert die liberale La Stampa: „Die Wahlergebnisse von Rom und Turin erzählen von einer Revolution. Eine Revolte gegen das Ancien Régime, das eben genau von dem Renzi verkörpert wird, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, dieses zu verschrotten. Angeführt wird die Revolte von einem neuen Dritten Stand. Er setzt sich aus Gesellschaftsschichten zusammen, die von der Wirtschaftskrise geschwächt und von der Mitte-links-Aristokratie von der Machtaus�
�bung ausgeschlossen wurden. Zum ersten Mal in der Geschichte äußert sich die Wut der Römer und der Turiner in der totalen Ablehnung jeder Figur, die konsolidierte politische Erfahrung mitgebracht hat. … Im Gegenteil, die Abscheu gegenüber Polit-Profis sitzt so tief, dass die Unerfahrenheit der beiden Fünf-Sterne-Damen als Verdienst gewertet wurde. Wie wenn bei einer Meuterei die Besatzung das Kommando nicht dem Zweiten Offizier anvertraut, sondern dem Schiffsjungen.“ +++
http://www.lastampa.it

+++ Schallende Ohrfeige für Renzi

Corriere della Sera – Italien. Nun ist es vorbei mit der Hoffnung, Renzi könne seine PD aus der Krise führen, meint der liberal-konservative Corriere della Sera: „Die Niederlage der regierenden Mitte-links-Partei wirft ein Systemproblem auf, denn die Alternative, die heranreift, hat das Profil von Beppe Grillo. Es besteht jetzt die Gefahr, dass sie bei der Regierung Angst- und Erschöpfungszustände hervorruft, gegen die die Parteispitze auch p
sychologisch ankämpfen müsste. Noch sieht man keine neue Mehrheit, die an die Stelle der derzeitigen treten kann, um Italien zu regieren. Doch gestern war ein Wendepunkt, der jede Illusion vernichtet. … Für Renzi ist die Ohrfeige am schmerzhaftesten, denn sie zerstört sein Narrativ des Optimismus. Die Wahlen hätten ihn, der seit zweieinhalb Jahren Parteichef und seit über zwei Jahren Regierungschef ist, zu der Führungskraft machen sollen, die es geschafft hat, die Mitte-links-Partei umzugestalten und ihr eine zentrale Rolle in der Politik zu verleihen.“ +++
http://www.corriere.it

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Wie kann die IS-Miliz geschlagen werden?

Immer wieder berichten Medien über militärische Erfolge gegen die IS-Miliz in Syrien und dem Irak. Doch dass deren Vormarsch im Nahen Osten gestoppt wird, heißt nicht, dass die Terrorgefahr in Europa schwindet, warnen Beobachter.
http://www.eurotopics.net/de/157032/wie-kann-die-is-miliz-geschlagen-werden

+++ Wachsamkeit ist mehr denn je gebote
n

La Libre Belgique – Belgien. In Belgien sind bei landesweiten Anti-Terror-Razzien drei Verdächtige festgenommen worden. Die Behörden hatten offenbar Hinweise erhalten, dass am Samstag während des Belgien-Spiels in Bordeaux ein Anschlag in Brüssel verübt werden sollte. Die Tageszeitung La Libre Belgique ist nicht wirklich erleichtert: „Vielleicht oder sogar wahrscheinlich sind wir am Samstag in Brüssel nur knapp einem Anschlag mit vielen Toten entgangen. … Doch es gilt nach wie vor: Der Dschihadismus verfügt noch immer über ausreichend menschliche und materielle Ressourcen, um in Belgien zuzuschlagen. Was die Rückschläge betrifft, die der Islamische Staat in Libyen und Syrien einstecken musste: Sie sind Anlass zur Zufriedenheit für die westlichen Staaten, aber gleichzeitig auch Grund zur Sorge. Wenn die europäischen Kämpfer wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren, vergrößern sie Truppen, die vielleicht weniger organisiert sind als noch vor einigen Monaten,
aber noch so entschlossen und wahrscheinlich auch so gefährlich wie zuvor. Wachsamkeit ist also mehr denn je geboten.“ +++
http://www.lalibre.be/

+++ Nährboden für Terror liegt in Europa

Helsingin Sanomat – Finnland. Ungeachtet der militärischen Erfolge gegen die IS-Miliz ist der Kampf gegen den Terrorismus noch lange nicht gewonnen, betont Helsingin Sanomat: „Es ist der Terrororganisation IS nicht gelungen, das von ihr geplante Kalifat des Schreckens im Norden Iraks und Syriens zu errichten, obwohl die Organisation noch vor zwei Jahren scheinbar unaufhaltbar in neue Gebiete vordrang. … Auf lange Sicht befindet sich die entscheidende Front gegen den IS allerdings in Europa. Hier wird der Kampf mit anderen Mitteln geführt, nicht mit Waffen. … Der IS, zuvor relativ unbekannt, ist mit dem Syrien-Krieg groß geworden und hat altbekannte Terrororganisationen wie Al-Qaida und seine Unterstützergruppen in den Schatten gestellt, die man für schlimmer hielt. Auch der IS wird,
wenn man nichts dagegen unternimmt, Nachfolger haben. Der potenzielle Nährboden für Terrorismus ist in Europa. Europäer und Einwanderer müssen gemeinsam sicherstellen, dass die Terrororganisationen nicht von den neuen Einwanderungswellen profitieren.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/xj

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Fan-Gewalt bei der Fußball-EM

Gewalt und Neonazi-Auftritte verschiedener Fangruppen trüben das Bild der Fußball-EM in Frankreich – und werden von Kommentatoren scharf verurteilt. Sie warnen, dass die Politik sich den Nationalismus der Fan-Vereinigungen häufig zunutze macht.
http://www.eurotopics.net/de/160679/fan-gewalt-bei-der-fussball-em

+++ Politik weiß, wann sie von Hooligans profitiert

Jutarnji list – Kroatien. Die noch amtierende Regierung in Zagreb will am heutigen Montag Maßnahmen gegen Gewalt von Hooligans beschließen. Auslöser sind die Ausschreitungen kroatischer Fans während des Spiels Kroatien–Tschechien am Freitag. Wie heuchlerisch, kritisiert Jutarnji list
: „Die Verbindungen zwischen Hooligans und wirtschaftspolitischen Machtstrukturen sind ein offenes Geheimnis – von Sizilien bis Russland. Der Anführer der russischen ‚Ultras‘, Alexander Schprygin, zeigt sich mit Putin, grölt ab und an ‚Sieg Heil‘ oder ‚Russland den Russen‘ und bekennt offen: ‚Fans sind ein mächtiges und starkes Werkzeug der Regierenden.‘ Der Staat hat schon lange begriffen, dass Fan-Vereinigungen die massenhafteste Erscheinung von Heimattreuen sind und nutzt das aus. Von daher ist es ziemlich scheinheilig, wenn gerade diejenigen schärfere Regeln ankündigen, die die bestehenden Gesetze gegen Hooligans demonstrativ nicht anwenden.“ +++
http://www.jutarnji.hr/

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