Was tun gegen die Krawalle in Frankreich?

+++ Das Brexit-Lager wächst
+++ Angriff auf die schwule Welt
+++ Ungarn schafft historischen Sieg bei EM
+++ Fan-Gewalt bei der Fußball-EM
+++ Wie beeinflusst Orlando den US-Wahlkampf?
+++ Estland: ein Star-Regisseur unter Verdacht

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Was tun gegen die Krawalle in Frankreich?

Nach neuer Gewalt auf einer Kundgebung gegen die Arbeitsmarktreform am Dienstag in Paris hat Präsident François Hollande mit einem Demonstrationsverbot gedroht. Ein solches würde allerdings die Demokratie aushöhlen, warnen einige Kommentatoren. Andere fordern eine härtere Gangart gegen die Gewerkschaften und kritisieren insbesondere die CGT.
http://www.eurotopics.net/de/158916/was-tun-gegen-die-krawalle-in-frankreich

+++ Demonstrationsverbot wäre kontraproduktiv

Libération – Frankreich. Mit seinen Drohungen schießt Hollande übers Ziel hinaus, mahnt Libération
: „Die CGT selbst und alle verantwortungsvollen Gewerkschaften verurteilen die Ausschreitungen der Randgruppen. Entsprechend ist es Verantwortung der Regierung, die demokratische Ordnung zu sichern. … Allerdings nicht ohne Wenn und Aber: So gerechtfertigt eine Bestrafung der Randalierer ist, so übertrieben ist die Drohung, Demonstrationen generell zu verbieten. Ein Verbot würde die soziale Bewegung – was auch immer man von ihren Zielen halten mag – für Taten verantwortlich machen, die ihr nicht zuzuschreiben sind. Antidemokratische Gewalt darf nicht zu einer Schwächung der Demokratie führen. Die Prinzipien und Prozeduren der Demokratie müssen beibehalten werden, auch in schwierigen Lagen. Andernfalls würde man den Aktivisten, die man kritisiert, in die Hände spielen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wp

+++ Hollande wieder einmal zu zahm

Le Figaro – Frankreich. Frankreichs Staatspräsident muss endlich eine angemessene Härte gegenüber den Demonstranten an den Tag
legen, fordert hingegen Le Figaro: „François Hollande droht damit, gegebenenfalls weitere Versammlungen gegen das El-Khomri-Gesetz zu untersagen. Dabei könnte er schlicht und einfach anordnen, dass der Ausnahmezustand ein Verbot jeglicher Demonstrationen verlangt und ein für alle Mal klarstellen, dass die Polizei, die durch die islamistische Barbarei in tiefe Trauer gestürzt wurde, anderes zu tun hat, als vermummte Randalierer auseinander zu treiben, deren Grausamkeit für Entsetzen sorgt. Doch wie immer ist der Präsident um unwahrscheinliche gütliche Einigungen bemüht und traut sich nicht. Genauso wie er sich nicht traut, sich mit der nötigen Entschlossenheit gegen die CGT zu stellen und eine finanzielle Wiedergutmachung für die verheerenden Schäden zu fordern, die ihre Protestmärsche auslösen. Nach wie vor dominiert dieses fatale Bemühen, vorsichtig zu sein, obwohl die Realität unerbittliches Handeln verlangt.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wq

+++ Minderheit
nimmt ganzes Land in Geiselhaft

Corriere della Sera – Italien. Allein der Gewerkschaftsbund CGT ist für das Chaos verantwortlich, wettert Jean-Marie Colombani in der Tageszeitung Corriere della Sera: „Man vergisst über den Aufruhr die Tatsache, dass die Gewerkschaften, die gegen das Gesetz sind, in der Minderheit sind. Die anderen, reformorientierten Gewerkschaften, allen voran der Dachverband CFDT, sind für die Reform und das mit gutem Grund. … Sie haben an der jetzigen Fassung mitgearbeitet und zahlreiche und wesentliche Änderungen des Textes eingefordert. Und das genau ist der Kern des Problems: die CGT, die vor allem im öffentlichen Bereich stark ist, droht ins Hintertreffen zu geraten und von der CFDT überrundet zu werden. Diese dürfte bald zur ersten Gewerkschaft Frankreichs aufsteigen. Wir haben es folglich mit einem eher pathetischen Versuch der CGT zu tun, durch ihr Aufbegehren eine neue Legitimation zu finden.“ +++
http://www.corriere.it

+++ Der Zusammenhalt
der Franzosen schwindet

Deutschlandfunk – Deutschland. Als Symptom für das Auseinanderdriften der französischen Gesellschaft sieht der Deutschlandfunk die Proteste: „Die sogenannten ‚Ausschreitungen‘ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben eine kriminelle Intensität erreicht, die nur noch durch Hass begründet werden kann: auf die Polizei vor allem, aber auch auf ‚die da oben‘: die gesamte politische Klasse. Sie hat im ganzen Land an Ansehen verloren, bei der Linken kommt die große Enttäuschung über die Präsidentschaft Francois Hollandes hinzu. Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, Integrationsbemühungen kommen nicht voran, im Gegenteil: in Zeiten täglicher und gefühlt allgegenwärtiger Terror-Berichterstattung sieht sich der arabisch-stämmige Teil der Bevölkerung mehr und mehr unter Generalverdacht. Der Zusammenhalt der Franzosen schwindet – und das ist vielleicht das größte Problem des Landes, führt es doch zu einem ganz grundlege
nden Gefühl der Verunsicherung und auch: der Vereinzelung, der Abschottung.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wr

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Das Brexit-Lager wächst

Ein Brexit ist durchaus möglich, das wird wenige Tage vor der Abstimmung laut Umfrageergebnissen immer deutlicher. In der Presse sind angesichts dieses Szenarios viele besorgte Kommentare zu finden.
http://www.eurotopics.net/de/158829/das-brexit-lager-waechst

+++ Nach dem Brexit gibt es kein Zurück

Hospodářské noviny – Tschechien. Die Abstimmung am kommenden Donnerstag ist für die Briten ein Point of no Return, warnt der Ökonom Tomáš Sedláček in seiner Kolumne in Hospodářské noviny: „Steigt Großbritannien aus der EU aus, dann wird das eine Entscheidung für immer sein. Natürlich ist dieser Ausstieg möglich. Wir leben schließlich in einer freien Welt. Aber einen neuerlichen Beitritt wird es danach nicht geben. Wir sind ja keine Narren. Die Tür zur EU wird geschlossen bleiben. Ja, Europa ist eine Prüfung. Wenn w
ir jetzt zerschlagen, was wir nach dem Krieg aufgebaut haben, bekommen wir das niemals wieder gekittet. Lösen wir dagegen die derzeitigen Probleme gemeinsam, bringt uns nichts mehr auseinander.“ +++
http://www.ihned.cz

+++ Über Brexit wird auch auf dem Rasen entschieden

New Statesman – Großbritannien. Die Ergebnisse der englischen Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-EM könnten die Brexit-Debatte in den letzten Tagen vor dem Referendum stark beeinflussen, meint der New Statesman: „Die EM ist ein Beispiel für eine aktive Beteiligung unsererseits an Europa, welche die Bürger mehr anregt als sie zu langweilen oder gar zu entfremden. Die EM könnte in den letzten Tagen vor dem Brexit-Referendum eine dringend benötigte Dosis Leidenschaft in den Wahlkampf injizieren. … Eine Erschütterung des Nationalstolzes in einer Zeit, in der grundlegende Fragen zur Disposition stehen, könnte sich in ungewöhnlicher und unvorhersehbarer Weise auf unser Identitätsgefühl in der W
elt und in Europa auswirken. Der legendäre Trainer des FC Liverpool und Sozialist Bill Shankly hat es einmal so formuliert: ‚Einige Menschen glauben, im Fußball geht es um Leben und Tod. Ich kann Ihnen versichern, es geht um viel, viel mehr.’“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/ws

+++ Der einzige Gewinner ist der Populismus

Göteborgs-Posten – Schweden. Die Debatte über den Austritt Großbritanniens aus der EU wurde von den Brexit-Befürwortern rein emotional geführt und ist zur reinen Populismus-Schlacht verkommen, kritisiert Göteborgs-Posten: „Trotz der Schuldenkrise schafft der EU-Binnenmarkt nach wie vor den größten Zuwachs an Wohlstand, den Europa je erlebt hat. Dennoch kommen die Argumente der EU-Anhänger, dass Exportchancen und Wachstumsmöglichkeiten verloren gehen, nicht durch. Genau wie die Brexit-Kampagne, die auf Emotionen fußt, hätten die Bremain-Fürsprecher die Volksabstimmung zu einer Frage der Werte machen müssen. … Egal wie die Abstimmung
ausgeht, bleibt als Erbe die starke Polarisierung in Großbritannien zurück. Dass die Brexit-Debatte dem Populismus Tür und Tor geöffnet hat, muss als Warnung an die anderen EU-Länder verstanden werden. Die Briten können sich für einen Austritt entscheiden, aber die Probleme der regionalen Unterschiede, der himmelhohen Immobilienpreise und der düsteren Zukunftsaussichten für Geringqualifizierte bleiben.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wt

+++ EU-Gegner nutzen Zugeständnisse für ihre Zwecke

La Vanguardia – Spanien. Brüssels Zugeständnisse gegenüber London, mit denen die Briten vom Verbleib in der EU überzeugt werden sollten, könnten am Ende nach hinten losgehen, fürchtet La Vanguardia: „Die Bemühungen aus Brüssel, Premier David Cameron gegenüber mehr Souveränität zuzugestehen und die Freizügigkeit der Arbeitskräfte zu begrenzen, scheint nicht nur wirkungslos verpufft zu sein. Sondern sie werden sogar von Seiten der Brexit-Befürworter genutzt. Insbesond
ere nachdem der Europäische Gerichtshof am Dienstag Londons Recht anerkannte, die legale Meldebescheinigung als Voraussetzung für bestimmte Sozialleistungen gegenüber EU-Arbeitnehmern zu verlangen. ‚Die Richter geben uns Recht‘, behaupten sie.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wu

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Angriff auf die schwule Welt

Der islamistische Attentäter von Orlando ist offenbar gezielt in einen Schwulen-Club gestürmt, um die dort Feiernden zu töten. Homophobie ist ein weltweites Phänomen, erinnern Kommentatoren und rufen zur Solidarität auf.
http://www.eurotopics.net/de/160751/angriff-auf-die-schwule-welt

+++ Bluttat offenbart Männlichkeitskrise

The Independent – Großbritannien. Einen Zusammenhang zwischen den vielen Massenermordungen in den USA und dem Unbehagen, welches viele Männer in der modernen Gesellschaft empfinden, erkennt The Independent: „Seit tausenden von Jahren werden heterosexuelle Männer mithilfe der Religion an der Spitze der Gesellschaft gehalte
n. Dabei ist die Religion im aktuellen Fall gar nicht das Problem. Sie verdeckt die Tatsache, dass die Maskulinität nicht imstande ist, sich einer Welt im Wandel anzupassen, in der Frauen die Versorger sind und homosexuelle Paare Familien gründen können. Seit [dem Amoklauf an der] Sandy Hook [-Grundschule 2012] gab es unglaubliche 998 Massenermordungen in den USA. Zwei der Täter waren Muslime, aber alle waren Männer. Das zeigt deutlich, dass wir es mit einem größeren Problem der Maskulinität zu tun haben. So lange wir nicht das Konzept dessen überarbeiten, was wir unter einem ‚echten Mann‘ verstehen, werden Männer weiterhin ihre Frauen schlagen und Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie Transsexuelle ermorden, um ihren Selbsthass zu verringern.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wv

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Ungarn schafft historischen Sieg bei EM

Die ungarische Fußballnationalmannschaft hat erstmals nach 44 Jahren wieder ein Spiel bei einer Europameisterschaft gewonnen. In Bordeaux
bezwang sie Österreich am Dienstag mit 2:0. Ungarische Kommentatoren jubeln, österreichische sind zerknirscht.
http://www.eurotopics.net/de/160922/ungarn-schafft-historischen-sieg-bei-em

+++ Die Erlösung für leidgeplagte Magyaren

Jobbegyenes – Ungarn. Völlig siegestrunken schreibt der Blogger Jon Havas auf dem Portal Jobbegyenes: „Für das, was in Bordeaux geschehen ist, gibt es keine Worte. Es ist ein Wunder schlechthin. Diesen Erfolg hat das so leidgeplagte ungarische Volk gebraucht, wie einen Schluck Wasser in der Wüste. Selbst wenn wir die restlichen Spiele verlieren sollten, wird dieser Sieg unvergessen bleiben. Wir haben nämlich der Welt gezeigt, wozu wir imstande sind, wenn wir an uns glauben. Dass wir den Gegner auch noch mit sehenswertem Spiel geschlagen und dabei drei Punkte eingefahren haben, ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem i. … Wir können dem lieben Gott dankbar sein, dass er uns als Magyaren erschaffen hat und wir diesen Tag erleben durften.“ +++
ht
tp://www.eurotopics.net/kurz/ww

+++ Bitte mehr Selbstkritik, liebe Österreicher!

Kurier – Österreich. Nach der Niederlage ihrer Nationalmannschaft gegen Ungarn sollten die Österreicher nicht jammern, fordert der Kurier: „Hören wir doch bitte auf, miese Leistung zu beschönigen, und das Pech, den Schiedsrichter und den ruppigen Gegner dafür verantwortlich zu machen. Versuchen wir, nicht nur die Psyche der armen, armen Verlierer zu verstehen, sondern sprechen wir Klartext: Hier wurden viel zu hohe Erwartungen an eine gut bezahlte, am Dienstag aber untermittelprächtige Truppe gesetzt, die ihr Leistungshoch blöderweise vor Beginn der Europameisterschaft hatte. (Wir lassen uns gern beim Spiel gegen Portugal eines Besseren belehren.) Eine EM ist Hochleistungssport und keine therapeutische Selbsthilfegruppe. Wer Weltklasse sein will, muss härter zu sich sein, auch bei der Selbstkritik. Das trifft übrigens alle Bereiche. So gesehen muss man sich nicht nur um den Fußball-, sonde
rn auch um den Wirtschaftsstandort Österreich große Sorgen machen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wx

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Fan-Gewalt bei der Fußball-EM

Gewalt und Neonazi-Auftritte verschiedener Fangruppen trüben das Bild der Fußball-EM in Frankreich. Deutsche Hooligans zeigten in Lille Hitlergruß und Reichskriegsflagge, in Marseille gingen russische auf englische Fans im Stadion los. Kommentatoren gehen mit den Gewalt-Touristen hart ins Gericht.
http://www.eurotopics.net/de/160679/fan-gewalt-bei-der-fussball-em

+++ Neonazi-Hooligans so schlimm wie IS-Terroristen

Kathimerini – Griechenland. Angesichts der Ausfälle und Ausschreitungen gewaltbereiter Fans in der ersten EM-Woche zieht Kolumnist Pantelis Boukalas in Kathimerini eine Parallele zwischen Hooligans und IS-Terroristen: „Es ist dieselbe Art von blindem Glauben, der es dem IS-artigen Extremismus möglich machte, in Frankreich aufzutauchen, ohne dass sich ein einziger Dschihadist aus dem Nahen Osten dorthin bewegen musste
. Den Beginn machten englische Fans, die den Ärmelkanal überquert haben – nicht um ein Spiel zu sehen, sondern um in betrunkener Arroganz zu grölen: ‚IS, wo bist du?‘ Sie wollten somit auf brutalste Weise ihre ‚ewigen Feinde‘ – die Franzosen – beleidigen. Ihnen folgten deutsche Neonazis, die in Frankreich Nazibanner schwenkend ankamen und in fürchterlicher Weise skandierten: ‚Wir marschieren wieder ein‘. Mit dabei – obwohl Rivalen im Stadion – sind als ideologische Verbündete die brutalen russischen Faschisten. So hat Europa seine eigene Form des IS, seine Neonazis, die die gleichen ‚Werte‘ teilen: Hass, Blut, Vernichtung des Anderen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/wz

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Wie beeinflusst Orlando den US-Wahlkampf?

Nach dem Massaker in einem Schwulenclub in Orlando sind die Hintergründe noch unklar. Der Todesschütze hatte sich zur IS-Miliz bekannt, die US-Regierung geht aber nicht von Verbindungen zwischen ihm und der Terrorgruppe aus
. Kommentatoren hoffen, dass der nächste US-Präsident weitere Anschläge verhindern kann.
http://www.eurotopics.net/de/160678/wie-beeinflusst-orlando-den-us-wahlkampf

+++ Clinton wird Terror-Financiers in Ruhe lassen

Correio da Manhã – Portugal. Hillary Clinton hat Saudi-Arabien, Katar und Kuwait aufgefordert, Bürger ihrer Länder daran zu hindern, extremistische Organisationen zu finanzieren. Correio da Manhã zweifelt daran, dass sie an der Beziehung zu wichtigen Ölproduzenten rütteln wird: „Nach dem Anschlag von Orlando hat US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton Saudi-Arabien, Katar und Kuwait scharf dafür kritisiert, extremistisch-islamistische Ideologien zu unterstützen. Und Clinton tut gut daran, auf diese drei Länder zu verweisen – ganz besonders, weil es sich um US-Verbündete handelt. Die US-Ölgesellschaften pflegen eine sehr enge Beziehung mit den saudischen Ölproduzenten. Es erscheint deshalb mehr als fraglich, dass Hillary Clinton als US-Präsidenti
n irgendetwas an der Beziehung mit den ‚Öl-Königen‘ ändern wird.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/x1

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Estland: ein Star-Regisseur unter Verdacht

Der Fall eines Theaterdirektors, der eine Schauspielerin geschlagen haben soll, erregt in Estland großes Aufsehen. Tiit Ojasoo ist Leiter des Tallinner Avantgardetheaters NO99 und musste sich vor Gericht für einen entsprechenden Vorfall im Januar verantworten. Vergangene Woche gab es eine außergerichtliche Einigung mit dem Opfer – doch für die estnischen Medien ist die Angelegenheit damit nicht erledigt.

http://www.eurotopics.net/de/160761/estland-ein-star-regisseur-unter-verdacht

+++ Politiker sollten sich nicht einmischen

Õhtuleht – Estland. Mehrere Parlamentsabgeordnete haben den Kulturminister aufgefordert, den Star-Regisseur Ojasoo nach seinem Gewaltausbruch gegen eine Schauspielerin zu entlassen. Das Boulevardblatt Õhtuleht sieht diese Reaktion skeptisch: „Lassen wir die Kleinigkeit beiseite, dass so
mancher der Kritiker nicht immer selbst die Rolle eines moralischen und ethischen Leuchtturms der Gesellschaft erfüllt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass hinter der gerechtfertigten Empörung der scheinheilige Wunsch steht, selbst gesehen zu werden und eine offene Rechnung mit Ojasoo zu begleichen. Was könnte man mit ihm noch anstellen? Ihn in die Produktion schicken oder in ferngelegene Gebiete deportieren, ohne das Recht darauf, Briefe zu schreiben und zu bekommen? In eigenartiger Weise kann die Forderung der zehn Parlamentarier zu einer Bestätigung der Gesellschaftskritik des NO99-Theaters werden.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/x2

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