Umstrittener Eingriff ins embryonale Erbgut uam.

+++ Schießbefehl gegen Flüchtlinge?
+++ Kommt Cameron mit Anti-Brexit-Reformen durch?
+++ US-Vorwahlen in Iowa
+++ Syrien-Gespräche unter schwierigen Vorzeichen
+++ Griechenland raus aus Schengen?
+++ Freisprüche nach Rotschlamm-Unglück in Ungarn

 

 

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Umstrittener Eingriff ins embryonale Erbgut

Großbritannien erlaubt erstmals Genmanipulationen an menschlichen Embryos zu Forschungszwecken. Der Antrag einer Londoner Genetikerin wurde am Montag von der Kontrollbehörde genehmigt. Für einige Kommentatoren ist dies ein erster Schritt hin zu Designer-Babys. Andere freuen sich auf einen medizinischen Erkenntnisgewinn.
http://www.eurotopics.net/de/153042/umstrittener-eingriff-ins-embryonale-erbgut

+++ Schutz der Gesundheit muss im Vordergrund stehen

El Mundo – Spanien. Ausschließlich dem Schutz der Gesundheit darf die Genmanipulation an Embryone
n dienen, erinnert die konservative Tageszeitung El Mundo und fordert entsprechend klare Gesetze: „Es ist empirisch bewiesen, dass dieselbe Biotechnologie, die dazu dienen kann, Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer zu lindern, auch zum Klonen von Menschen genutzt werden kann. Aber während der erste Fall zur wissenschaftlichen Evolution beiträgt, verstößt der zweite Fall gegen die grundlegendsten Prinzipien der Ethik. Anders ausgedrückt: Die genetische Selektion ist vertretbar, um Krankheit zu heilen, aber nicht um Wunschbabys zu kreieren. Und eben diesem moralischen Prinzip sollte jede künftige Gesetzgebung unterliegen.“ +++
http://www.elmundo.es/

+++ Gibt es bald Designer-Babys?

Lidove noviny – Tschechien. Die Genmanipulation menschlicher Embryonen könnte den Weg zu Designer-Babys ebnen, fürchtet die konservative Tageszeitung Lidové noviny: „Im Hintergrund lauert eine noch grundsätzlichere Frage: Verstehen die Leute, die über die Regeln der Genforschung entscheide
n, ausreichend davon? Damit kein Missverständnis entsteht: Dieser Satz soll nicht die Wissenschaftler verunglimpfen. … Die werden nach bestem Wissen und Gewissen sagen, das Verfahren sei sicher. Ein gentechnischer veränderter Embryo dürfe nie in eine Gebärmutter eingepflanzt werden. Andere aber könnten sagen, was möglich ist, wird früher oder später auch zur Realität. Wenn es möglich ist, gentechnisch Pflanzen zu verändern, dann wird man sie einsetzen, um Afrika vom Hunger zu befreien. Aber so wird es dann auch in der Praxis mit den menschlichen Embryos werden. Hier öffnet sich die Tür für die Konstruktion genetisch manipulierter Kinder.“ +++
http://www.lidovky.cz

+++ Öffentlicher Diskurs hinkt hinterher

Süddeutsche Zeitung – Deutschland. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Genmanipulation an menschlichen Embryonen hat Vorrang vor der Freiheit der Forschung, mahnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: „Denn die Erlaubnis, am menschlichen Erbgu
t herumzuwerkeln, betrifft nicht nur die Forscher, sie betrifft auch nicht nur die Briten, sie betrifft die Menschheit. Das Genome Editing kann die Zukunft der menschlichen Spezies verändern. Unliebsame Defekte, körperliche und sogar seelische Schwächen ließen sich für immer eliminieren. … Der erste Schritt in diese Richtung ist nun ohne das Votum der Öffentlichkeit erfolgt. Im Labor ist der Damm gebrochen. Bevor der nächste Schritt erfolgt, heraus aus dem Labor, muss es den überfälligen Dialog mit den Menschen und ihren politischen Vertretern geben. Die Gesellschaft muss das Thema erfassen und sich ihr Urteil bilden können – und dieses Urteil muss gehört und geachtet werden.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/40

+++ Großer Gewinn für Forschung und Familie

La Repubblica – Italien. Das Ziel dieser revolutionären Methode ist es vor allem, Menschen zu helfen, urteilt die Pharmakologin Elena Cattaneo in der linksliberale Tageszeitung La Repubblica: „CRISPR-Cas9 – n
eun Buchstaben und eine Zahl, die eine Revolution bedeuten. Ziel ist es, zu begreifen, wie die künstliche Befruchtung verbessert werden kann und Erkenntnisse über das früheste Entwicklungsstadium zu gewinnen. Die Erfolgschancen der Befruchtungsmethoden zu erhöhen, könnte für die Frauen, die sich der künstlichen Befruchtung unterziehen, weniger Hormonstimulation, weniger Leiden, weniger enttäuschte Hoffnung bedeuten und generell vielleicht mehr Neugeborene. … Wem die Geburt von Kindern, die Bildung neuer Familien am Herzen liegt, der sollte diese Forschungen gutheißen. Es ist an der Zeit, denjenigen keinen Glauben mehr zu schenken, die ständig über eine verantwortungslose Wissenschaft schimpfen, der es nur darum gehe, das perfekte Baby herstellen zu wollen.“ +++
http://www.repubblica.it

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Schießbefehl gegen Flüchtlinge?

Die Vorsitzende der national-konservativen Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, hat gefordert, Flüchtlinge notfalls auch mit Waf
fen am Grenzübertritt nach Deutschland zu hindern. Kommentatoren zeigen sich entsetzt und ziehen Parallelen zur deutschen Geschichte.
http://www.eurotopics.net/de/153043/schiessbefehl-gegen-fluechtlinge

+++ AfD ist nicht verfassungsfeindlich

Tages-Anzeiger – Schweiz. Die Aussage von AfD-Chefin Frauke Petry zum Schießbefehl auf Flüchtlinge ändert nach Ansicht des linksliberalen Tages-Anzeigers nichts daran, dass die Partei auf dem Boden des Rechtsstaats steht: „Es ist vollkommen legitim, die Kanzlerin aufzufordern, von ihrer Willkommenspolitik abzukehren und die ­Grenzen zu schliessen, solange die Massnahmen die Gesetze und völkerrechtliche Pflichten respektieren. Dafür, dass die AFD ihr demokratisches Recht ausübt, muss sie sich von ihren Gegnern weder mit der Nazikeule verprügeln noch von Verfassungsschützern als staats­gefährdend bespitzeln lassen. Demokraten, die der AFD entgegentreten wollen, sollen es mit Argumenten tun, sei es von links oder von rechts. Sie müs
sen zeigen, dass sie die besseren, menschlicheren, praktikableren Vorschläge für den Umgang mit der Flüchtlingsnot haben als die Fremdenfeinde. Selbstbewusst, ernsthaft und bestimmt sollen sie ihnen begegnen. Ihre allzu einfachen Lösungen als Illusionen entlarven. Und selber auf Populismen verzichten, weil die Nachahmung nur verstärkt, was sie zu bekämpfen vorgibt.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/41

+++ Keine Alternative für Deutschland

tagesschau.de – Deutschland. Die Berliner AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch hat Petrys Forderung am Wochenende auf Facebook mit dem Hinweis unterstrichen, auch auf Kinder solle geschossen werden. Mit den menschenverachtenden Parolen zweier ihrer führenden Vertreterinnen hat sich die Partei endgültig entlarvt, meint das öffentlich-rechtliche Onlineportal tagesschau.de: „Was die AfD am Wochenende und heute aufgeführt hat, stammt aus einer ganz üblen Trickkiste. Etwas zutiefst Menschenverachtendes offen und laut aussprechen, um Ges
prächsthema Nummer eins zu werden, das war auch eine Masche der Nazi-Propaganda vor der Machtergreifung. … Es gilt, diese geistigen Brandstifter als zutiefst undemokratisch und verfassungsfeindlich zu entlarven. Totschweigen oder ignorieren geht nicht mehr. Gerade dieses Land sollte sich einig sein, und nie mehr über Schüsse oder einen Schießbefehl an seiner Grenze reden wollen. Dass wir das nun doch tun, haben wir der AfD zu verdanken. Und damit sollte auch dem Letzten in diesem Land klar sein, diese Truppe ist KEINE Alternative für Deutschland.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/42

+++ Nicht nur deutsche Alarmglocken sollten klingeln

Hospodářské noviny – Tschechien. Mit ihrer Forderung nach einem Schusswaffeneinsatz gegen Flüchtlinge werden dunkle Erinnerungen in Deutschland wach, kommentiert die wirtschaftsliberale Tageszeitung Hospodářské noviny: „Die neue AfD-Chefin Frauke Petry hat bislang immer darauf geachtet, keine ungeschriebenen Grenzen zu überschreit
en. In einem Zeitungsinterview hat sie es aber jetzt doch übertrieben. Mit ihrer Aussage, dass die Polizei als letztes Mittel gegen Flüchtlinge auch Waffen einsetzen können müsse, entrüstete sie alle Parteien. Der Chef der Bundespolizei meinte gar, wer zu solchen Methoden greife, wolle den Rechtsstaat beseitigen. Eine solch scharfe Reaktion würde in jedem anderen Land als unpassend gelten. Aber unsere Nachbarn haben Grund dazu. Und hoffen wir, dass es auch bei uns klingelt, wenn SPD-Fraktionschef Oppermann daran erinnert, dass der letzte deutsche Politiker, der einen Schießbefehl gab, Erich Honecker hieß. Wir kennen derlei auch aus unserer Vergangenheit.“ +++
http://www.ihned.cz

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Kommt Cameron mit Anti-Brexit-Reformen durch?

Nach einem bilateralen Treffen mit David Cameron am Wochenende will EU-Ratspräsident Donald Tusk Vorschläge vorlegen, die den britischen Premier vom Verbleib seines Landes in der EU überzeugen sollen. Die Presse verfolgt gespannt das Kräfte
messen zwischen EU und London.
http://www.eurotopics.net/de/152170/kommt-cameron-mit-anti-brexit-reformen-durch

+++ London zwingt EU neue Methode auf

L’Echo – Belgien. Mit ihren Forderungen an die EU hat die britische Regierung einen Präzedenzfall geschaffen, kritisiert die liberale Wirtschaftszeitung L’Echo: „Europa tut so, als würde es das Drama nicht sehen, das sich vor seinen Augen abspielt: Es bildet sich ein neues Verfahren heraus, um die Union in Bewegung zu setzen. Bislang gab es zwei Optionen. Die gute: Man schreitet gemeinsam voran und orientiert sich am allgemeinen Interesse der europäischen Bürger (die Kommission schlägt vor, das Europaparlament und die Staaten entscheiden). Die schlechte: Man lässt einige Staaten gemeinsam Verträge ausarbeiten, die sie dann den anderen aufzwingen. Großbritannien ist auf dem besten Weg zu zeigen, dass eine dritte Methode möglich ist: Erpressung. Wie auch immer diese Verhandlungen ausgehen wird – allein die Tatsache, d
ass sie stattfinden, zeigt, dass jeder Staat die Gemeinschaftsarbeit mit eigenen, undurchsichtigen Partikularinteressen auf den Kopf stellen kann.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/43

+++ Großbritannien würde den Kürzeren ziehen

Vecer – Slowenien. Die EU kann einem möglichen Austritt Großbritanniens gelassen entgegensehen, glaubt die liberale Tageszeitung Večer: „Ein Brexit wird die EU womöglich gar nicht niederschlagen. … Eher wird Großbritannien den Kürzeren ziehen. Denn Schottland, das im Referendum vom Herbst 2014 noch nicht für die Unabhängigkeit gestimmt hat, könnte diese Frage wieder aufwärmen. Die Schotten sind der EU nämlich stärker zugeneigt als die Engländer. Großbritannien, ohne die EU im Rücken, würde so sicherlich leichter der Rolle eines Art US-Pudels erliegen. Würde dann nach 2017 noch irgendjemand berechtigterweise von GROSSbritannien sprechen?“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/44

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US-Vorwahlen in Iowa

Zum Start der US-Vorwa
hlen in Iowa lagen im demokratischen Lager Hillary Clinton und Senator Bernie Sanders fast gleichauf. Bei den Republikanern gewann Ted Cruz klar vor Donald Trump. Nach Ansicht der Presse generieren vor allem Politikverdrossenheit und Zorn Wählerstimmen.
http://www.eurotopics.net/de/152958/us-vorwahlen-in-iowa

+++ Sanders ist nur ein Träumer

Aftonbladet – Schweden. Mit Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidat würden die Demokraten keinen empfehlenswerten Weg einschlagen, meint die linksliberale Tageszeitung Aftonbladet: „Der Kampf bei den Demokraten spiegelt einen ewigen Konflikt innerhalb der Linken wider: Sollen Politiker unbeirrte Träumer sein oder sollen sie versuchen, das Leben gewöhnlicher Menschen hier und jetzt besser zu machen? Sanders spiegelt teilweise die düstere Botschaft des republikanischen Abgrundkandidaten Donald Trump wieder: Das Land ist kaputt und dysfunktional. Kleine Veränderungen in der Peripherie sind sinnlos. … An Bernie Sanders ist im Grunde
nichts auszusetzen. Seine Kampagne hat die Debatte nach links gerückt und Hillary Clinton gezwungen, deutlicher Stellung zu beziehen. Aber die Hoffnung der Linken ruht letztlich auf Politikern, die den Willen und das Vermögen haben, etwas zu tun, statt nur zu reden und zu träumen.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/45

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Syrien-Gespräche unter schwierigen Vorzeichen

Das syrische Oppositionsbündnis Der Hohe Verhandlungsrat ist nach langem Zögern zu den Syrien-Gesprächen nach Genf gereist, droht aber mit Abreise, sollten humanitäre Forderungen nicht erfüllt werden. Kommentatoren schätzen die Erfolgsaussichten der Verhandlungen als gering ein.
http://www.eurotopics.net/de/152955/syrien-gespraeche-unter-schwierigen-vorzeichen

+++ Europäer bestaunen syrisch-kurdische Demokratie

Radikal – Türkei. Der Sondergesandte von US-Präsident Barack Obama für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, hat am Wochenende zusammen mit europäischen Diplomaten die von Kurden kontrolli
erten Gebiete in Nordsyrien besucht. Zwar sitzt die syrische Kurdenpartei PYD in Genf nicht mit am Verhandlungstisch, doch wird sie mit besonderer Aufmerksamkeit des Westens belohnt, analysiert die liberale Internetzeitung Radikal: „Mit diesem Besuch haben die USA die Bedeutung der Kurden im Kampf gegen den IS unterstrichen und dieser Beziehung mit einem gemeinsamen Treffen aller Akteure der Autonomie in Rojava eine politische Dimension hinzugefügt. … In Europa wird das in Rojava präsentierte Modell unter Intellektuellen als Modell für eine ’staatenlose Demokratie‘ diskutiert. Den ausgegrenzten und terrorisierten Kurden ist es gelungen, mit den politischen, sozialen und intellektuellen Kreisen Europas in Interaktion zu treten. Dank ihrer Netzwerke können sie dort Rojava als ihr eigenes Modell erklären. Und für diese Rhetorik ist man dort erstaunlich empfänglich.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/46

+++ Noch blutigere Phase kaum mehr abzuwenden

Star – Türkei.
Auf der Syrien-Konferenz ist alles andere als eine Lösung in Sicht, kritisiert die regierungsnahe Tageszeitung Star: „Mit der Einstellung, dass es nur Diplomatie geben soll, geht eine ‚diplomatische Maßlosigkeit‘ einher, und zusammen mit der Unentschlossenheit der USA und der ‚Politiklosigkeit‘ Russlands droht sich die regionale Krise so in einen Wundbrand zu verwandeln. Auch die syrische Opposition mit ihrer großen politischen Inkompetenz befördert diesen Wundbrand und sorgt dafür, dass die Syrienkrise nicht einmal minimal abflauen wird. Im Gegenteil ist es sehr wahrscheinlich, dass eine neue, noch blutigere Phase nicht abzuwenden ist und darüber hinaus die regionalen Akteure aktiv in diesen Prozess einbezogen werden. Was sonst ist angesichts der Vorgänge in Genf zu erwarten?“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/47

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Griechenland raus aus Schengen?

Die EU-Kommission wirft Athen vor, die Außengrenze nicht genügend gegen Flüchtlinge abzuschotten.
Aus Mitgliedstaaten kommen Forderungen nach einem Ausschluss Griechenlands aus der Schengenzone. Das würde der EU jedoch auf die Füße fallen, glauben einige Kommentatoren.
http://www.eurotopics.net/de/152568/griechenland-raus-aus-schengen

+++ Athen hätte höher pokern können

Avgi – Griechenland. Zu Beginn der Flüchtlingskrise hätte Athen eine starke Karte gegenüber seinen Gläubigern und den EU-Partnern gehabt, diese wurde aber nicht gespielt, bedauert der Kolumnist Giannis Kibouropoulos in der linken Tageszeitung Avgi: „Die Daten wiesen [schon im Juni] auf einen starken Anstieg der Flüchtlingszahlen hin. Es ist ein paradoxes Versagen der Regierung, wie sie einen echten Vorteil – in moralischer, politischer, kommunikativer und auch wirtschaftlicher Hinsicht – in einen fatalen Nachteil umwandelte. Nehmen wir an, dass die europäische Elite im Juni wirklich nichts von einem Grexit zu befürchten hatte, wird sie auch die Auflösung der Schengen-Zone verkraften? Wir Griechen
können unsere Pässe erneuern. Aber wird die europäische Elite die enorme Erhöhung der Frachtkosten verkraften?“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/48

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Freisprüche nach Rotschlamm-Unglück in Ungarn

Gut fünf Jahre nach der Umweltkatastrophe nahe der ungarischen Stadt Ajka hat ein Gericht alle 15 Angeklagten freigesprochen. Bei dem Unglück war sogenannter Rotschlamm aus dem Auffangbecken einer Aluminiumfabrik ausgetreten. Gegen das Urteil gab es Proteste – was einige Kommentatoren verstehen können, andere nicht.
http://www.eurotopics.net/de/152967/freisprueche-nach-rotschlamm-unglueck-in-ungarn

+++ Natürlich war es menschliches Versagen

Nepszabadsag – Ungarn. Obwohl alle 15 Angeklagten von einem Gericht in erster Instanz freigesprochen wurden, gibt es für die linksliberale Tageszeitung Népszabadság dennoch Verantwortliche für das Unglück im Oktober 2010: „Trotz des Urteils ist von menschlichem Versagen auszugehen. In Ajka hat sich keine Naturkatastrophe er
eignet: Der Rotschlamm wurde weder von einem Erdbeben noch von einem Tsunami in Bewegung gesetzt. Auch ein Terroranschlag dürfte auszuschließen sein. Das Auffangbecken ist Teil eines industriellen Komplexes. Bei Industriekatastrophen ist es aber nun mal so, dass es Verantwortliche gibt. Irgendwer hat einen Fehler begangen. … Verantwortliche sind wohl in jenem Personenkreis zu suchen, die das Auffangbecken seinerzeit entwarfen und seinen Standort wählten. … Nur dass seither Jahrzehnte vergangen sind. Die Verantwortlichen leben entweder nicht mehr oder die Strafbarkeit ist verjährt.“ +++
http://www.eurotopics.net/kurz/49

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