VW versucht Neuanfang uam.

In der Abgasaffäre hat die Konzernspitze des deutschen
Autobauers Volkswagen am Donnerstag den Stand der internen
Untersuchungen erläutert und eine neue Unternehmenskultur
angekündigt.

Einige Kommentatoren bezeichnen den Auftritt als
missglückte PR. Andere loben das Unternehmen für den offenen
Umgang mit der Krise.

+++ Schuldeingeständnis ist vorbildlich

Cinco Días – Spanien. Durch das unumwundene Eingeständnis
seiner Schuld wird der VW-Konzern noch in die Lehrbücher der
Unternehmenskommunikation aufgenommen werden, lobt die
linksliberale Wirtschaftszeitung Cinco Días: „Das klare und
schlichte Mea Culpa, mit dem Volkswagen auf den schlimmsten
Skandal seiner Geschichte reagiert, wird man wahrscheinlich in
den Business Schools als vorbildliches Krisenmanagement lehren.
Die deutsche Unternehmensgruppe wurde bis in ihre Grundfesten
erschüttert, nachdem die Manipulation der Emissionswerte bei
Dieselmotoren aufgedeckt worden war. Gestern veröffentlichte
sie nun die ersten Ergebnisse ihrer internen Untersuchung, die
sie nicht nur durchgeführt hat, um die Ursachen und mangelnden
Kontrollen zu ermitteln, sondern auch, um das Firmenimage wieder
aufzupolieren. … Unabhängig von den anhängigen
Gerichtsurteilen klar die eigene Schuld einzugestehen und
gleichzeitig die Unternehmensführung umzustrukturieren, ist
für VW die beste Art, den Absturz in eine Lektion zu
verwandeln.“ (11.12.2015) +++
http://www.cincodias.com

+++ So sollte man PR eben nicht machen

Wirtschaftsblatt – Österreich. Der VW-Konzern blamiert sich mit
einer missglückten PR, findet die wirtschaftsliberale
Tageszeitung Wirtschaftsblatt: „So, nun wissen wir es also: Der
VW-Skandal war nur ein Sturm im Wasserglas, weil weit weniger
Autos als zuerst gedacht von Manipulationen betroffen sind und
überhaupt ist an dem Schlamassel nur eine Handvoll Mitarbeiter
schuld. Diese wurden umgehend freigestellt, der Konzern steht
auf sicheren Beinen und ist bereit, wieder einen Gang
hinaufzuschalten. Derartiges teilte überspitzt formuliert
gestern VW der Öffentlichkeit mit. Obwohl noch unklar ist, wie
viele Automodelle mit manipulierter Software unterwegs sind,
sind zwei Dinge schon jetzt fix. Erstens: Die Krisen-PR von VW
gehört in Lehrbücher angehender PR-Strategen – allerdings als
Musterbeispiel dafür, wie man es nicht machen soll. … Nach
all der hysterischen, öffentlich inszenierten Selbstgeißelung
soll jetzt plötzlich alles halb so schlimm sein? … Zweitens
zeigt sich, dass an Skandalen immer nur ein paar Mitarbeitern
in untergeordneter Funktion die Schuld zugesprochen wird.“
(11.12.2015) +++
http://wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4884753/Kein-Wunder-wenn-die-Offentlichkeit-immer-skeptischer-wird?_vl_backlink=/home/meinung/kommentare/index.do

+++ VW-Spitze muss schnell Vertrauen herstellen

Der Tagesspiegel – Deutschland. Nicht Absatzzahlen und Gewinn
seien nun für VW der Maßstab, sondern Glaubwürdigkeit und
Vertrauen, sagte Konzernchef Matthias Müller am Donnerstag.
Der liberal-konservative Tagesspiegel lobt den Ansatz und
fordert, dass den Worten schnell Taten folgen müssen: „Wie
bringt man diesen neuen Geist einem Weltkonzern mit 600.000
Beschäftigten in 120 Werken bei? Einem Konzern, in dem es
offenbar so viel Duckmäusertum und antiquierte
Führungsstrukturen gibt, dass einige Ingenieure vor lauter
Leistungs- und Kostendruck zu illegalen Tricks greifen mussten.
… Schuldige müssen gefunden und bestraft werden, Kunden
entschädigt, Strukturen nachhaltig verändert werden. Sonst
riskiert die gesamte Führung ein zweites Mal, unglaubwürdig
zu werden. Volkswagen hat sein Qualitätsversprechen mit
manipulierten Abgaswerten gebrochen. Die Zusage, nun ein
besseres Unternehmen schaffen zu wollen, muss eingehalten
werden.“ (11.12.2015) +++
http://www.tagesspiegel.de/meinung/vw-dieselgate-gestutzte-fluegel/12708618.html

POLITIK

+++ Cameron wirbelt die angestaubte EU auf

Deutsche Welle – Rumänien. Der britische Premier hat am
Mittwoch und Donnerstag Bukarest und Warschau besucht. David
Cameron reist durch Europa, um vor dem Brexit-Referendum für
eine Änderung der EU-Verträge zu werben. Seine Tour bringt
frischen Wind in die EU, meint der Rumänische Dienst der
Deutschen Welle: „Man bemerke die Direktheit des Briten, der
zum ersten Mal sagt, dass die EU auf unrealistischen
Erwartungen aufgebaut wurde. In dem gut gepolsterten Ambiente
Brüssels ist diese direkte Art ein Hauch von Frischluft. Und
wenn wir mal richtig nachdenken würden, wäre das die
Hauptreform, die die EU akzeptieren müsste. … Zuerst muss
sie auf die Heuchelei verzichten und auf diesen
duckmäuserischen Stil des ‚Zartgefühls‘. … Die
kontinentalen Staatenführer tun so, als sei alles wunderbar
und der einzige Schuldige für den schlechten Zustand Europas
seien die ‚Populisten‘ und ‚Nationalisten‘, die die
Atmosphäre aus reiner Boshaftigkeit vergiften.“ (10.12.2015)
+++
http://www.dw.com/ro/va-supraviețui-ue-în-forma-actuală/a-18909285

+++ London nicht zu weit entgegenkommen

Rzeczpospolita – Polen. Der britische Premier David Cameron hat
am Mittwoch Polen um Unterstützung in den Verhandlungen über
den Verbleib seines Landes in der EU gebeten. Polen darf aber
nicht alles akzeptieren, findet die konservative Tageszeitung
Rzeczpospolita: „Dieser Verbleib ist zwar aus einigen Gründen
auch im Interesse unseres Landes. Beispielweise existiert ohne
die Briten keine richtige europäische Verteidigungspolitik
mehr. Denn dies ist das einzige Land außer Frankreich, das
über eine Armee verfügt, die stark ist. … Trotzdem sollte
Polen nicht jeden Preis dafür zahlen, um den Austritt zu
verhindern. Die Begrenzung der Sozialleistungen für Migranten,
die Cameron vorschlägt, ist nicht deswegen unakzeptabel, weil
es ums Geld für unsere Bürger geht. Schließlich leben viele
dort schon seit Jahren, so dass sie von den neuen Vorschriften
gar nicht betroffen wären. … Viel wichtiger ist, dass
Cameron damit den Gemeinsamen Binnenmarkt in Frage stellt – das
Fundament der Integration.“ (11.12.2015) +++
http://www.rp.pl/Opinie/151219956-Unia-wazniejsza-od-Wielkiej-Brytanii.html

+++ Rechte mit dem Wahlzettel stoppen

The Economist – Großbritannien. Politiker wie
Front-National-Chefin Marine Le Pen in Frankreich und
US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump, können trotz ihrer
rassistischen Äußerungen bei Wahlen erfolgreich sein, weil ein
Großteil der gemäßigten Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr
wählen geht, klagt das wirtschaftsliberale Wochenmagazin The
Economist: „Letztlich entscheiden die Wähler. Die meisten
stimmen mit den Ansichten des Rechtspopulismus nicht überein.
Trump hat die Unterstützung von nur 30 Prozent jener 25
Prozent der US-Amerikaner, die sich selbst als Republikaner
bezeichnen. Doch die Beteiligung an parteiinternen Vorwahlen in
den USA liegt unter 20 Prozent. In Frankreich lag die
Beteiligung an den Regionalwahlen bei nur knapp 50 Prozent.
Populisten können an der Wahlurne besiegt werden. Die
gemäßigte Mehrheit hat die Pflicht, ins Wahllokal zu gehen
und jene Kandidaten anzukreuzen, die für Offenheit und
Toleranz stehen.“ (10.12.2015) +++
http://www.economist.com/news/leaders/21679792-america-and-europe-right-wing-populist-politicians-are-march-threat

+++ Italien drückt sich vor Kampf gegen IS

Il Giornale – Italien. Deutschland hat entschieden, sich mit
Tornado-Aufklärungsjets am Kampf gegen die IS-Terrormiliz zu
beteiligen, Großbritannien, Frankreich und andere fliegen
Luftangriffe. Nur Italien steckt den Kopf in den Sand, wettert
die national-konservative Tageszeitung Il Giornale: „Während
die anderen Länder sich rüsten, um den islamischen Terror zu
bekämpfen, will Italien noch nachdenken und lieber erst dann
eingreifen, wenn die anderen eine – möglichst siegreiche –
Koalition gebildet haben. Es ist die alte Leier, die wir
anstimmen, sobald wir uns vor Aufgaben gestellt sehen, die
nicht ohne Risiko sind. Wir nehmen uns Zeit, wägen und
schweifen ab, in der Hoffnung, dass sich in der Zwischenzeit
die Wogen glätten und wir glimpflich davonkommen. … Unsere
erklärte Zurückhaltung mutet wie zynischer Opportunismus an,
den unser Premier meisterhaft beherrscht, wenn nicht gar wie
eine, wenngleich geschickt getarnte, Form von Feigheit.“
(09.12.2015) +++
http://www.ilgiornale.it/news/cronache/politica-vigliacca-ue-e-governo-contro-califfato-1201892.html

+++ COP21 kommt zu spät für viele Inselparadiese

Le Quotidien – Luxemburg. Der Umweltminister von Barbados, Denis
Lowe, hat am Donnerstag auf dem COP21 in Paris klargestellt,
dass sein Land und andere Karibikstaaten kein Klimaabkommen
unterzeichnen werden, welches das Aussterben ihrer Bevölkerung
hinnimmt. Dies wird kaum jemanden kümmern, bedauert die
linksliberale Tageszeitung Le Quotidien: „Armer Denis Lowe,
dessen Aufschrei kein Gehör finden wird. Denn die Mächtigen
dieser Welt haben nur Statistiken und Klimaprognosen im Sinn.
Zu retten, was nicht mehr zu retten ist, kümmert sie wenig.
Wichtig ist ihnen, heute Abend ein Dokument zu unterzeichnen,
das sie für ein Jahr von der Verantwortung entbindet, bis zur
COP22, die nächstes Jahr in Marokko stattfinden wird. … In
einem Jahr werden Tuvalu, Kiribati, die Malediven und andere
paradiesische Atolle jedoch über zehn Quadratkilometer Land an
das Meer verloren haben. Für sie gibt es nämlich keine
Hoffnung mehr – egal, wie die Schlussvereinbarung dieser COP21
aussehen wird.“ (11.12.2015) +++
http://www.lequotidien.lu/editoriaux/des-pays-condamnes/

+++ Nur USA können Ordnung auf Balkan sichern

Jutarnji list – Kroatien. 20 Jahre nach dem Abkommen von Dayton
und der Beendigung des Kriegs in Ex-Jugoslawien ist ein
Engagement der USA auf dem Balkan immer noch unumgänglich,
meint die liberale Tageszeitung Jutarnji list: „Der Kampf gegen
den Terrorismus ist eine Priorität, weswegen sie auf diesem
Gebiet bleiben werden, um zu verhindern, dass einige Länder
der Region zu failed states werden, die sich in einen
Nährboden für verschiedene extremistische Gruppierungen
verwandeln. Da ist die Rolle der USA wichtiger als die der EU.
Denn sie können oft schneller handeln und einen größeren
Einfluss auf die politischen Strukturen der Region nehmen, als
die EU, die meist zögert oder politisch kalkuliert, weil sie
in Brüssel noch keine Einigung gefunden hat. … Doch die USA
haben nichts dagegen, dass die EU eine stärkere Rolle in der
Region spielt, sie verlangen es sogar. … Man muss
europäische Erfahrung und Interesse mit amerikanischer
Entschlossenheit und politischer Macht kombinieren.“
(11.12.2015) +++
http://www.jutarnji.hr/

WIRTSCHAFT

+++ Ölfelder vom IS zurückerobern

Sözcü – Türkei. Die IS-Terrormiliz erwirtschaftet laut
US-Regierung täglich schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen
US-Dollar aus dem Ölhandel. Nur wenn die Ölfelder im Irak und
Syrien zurückerobert werden, hat die Anti-IS-Koalition Aussicht
auf Erfolg, meint die kemalistische Tageszeitung Sözcü: „Mehr
als die Selbstmordattentäter, die 100 bis 200 Menschen auf
einmal töten können, wenn sie sich in die Luft sprengen, sind
für die IS-Führung zwei qualifizierte Personen mit Grips
entscheidend. Der IS hat keine Schwierigkeiten,
Selbstmordattentäter zu finden, doch solche Personen zu
finden, bereitet ihm Mühe. Der Ölfeld-Manager und der
Ölraffinerie-Ingenieur sind für den IS überlebenswichtig.
Denn die Ölfelder, die vom IS kontrolliert werden, brauchen
Pflege und eine Raffinerie. … Wenn man die vom IS
beschlagnahmten Ölvorkommen zurückerobern würde, wäre die
Terrormiliz am Ende. … Doch man will den IS nicht besiegen.
Dahinter stecken imperialistische Interessen.“ (11.12.2015) +++
http://www.sozcu.com.tr/2015/yazarlar/necati-dogru/kabe-mi-isidin-petrolu-mu-1006020/

+++ Osteuropäer sind keine Wohlfahrtstouristen

The Irish Times – Irland. Unter den EU-Migranten aus Zentral-
und Osteuropa befinden sich weniger Sozialhilfeempfänger als
unter der einheimischen Bevölkerung. Dies zeigt eine aktuelle
Studie der EU-Agentur Eurofound in neun EU-Ländern. Die
Warnung vor Wohlfahrtstourismus ist offensichtlich
unbegründet, schlussfolgert die linksliberale Tageszeitung The
Irish Times: „Bei den meisten Migranten innerhalb der EU handelt
es sich um junge und gebildete Menschen, die Arbeitsplätze
annehmen, für die sie überqualifiziert sind, und die bei
Krisen eher von Armut bedroht sind. Sie sind ein echter Gewinn
für einen Großteil des alten Europa, in dem die
demographische Entwicklung auf alarmierende Weise zu immer
höheren Abhängigkeitsverhältnissen führt. Die Realität
sollte nicht nur die Verteidigung des Prinzips der
Freizügigkeit und des sozialen Modells in Europa stärken. Sie
sollte auch eine Debatte darüber lostreten, ob Irland – wie von
NGOs gefordert – seine Tore für zusätzlich 22.000 syrische
Flüchtlinge öffnen sollte.“ (10.12.2015) +++
http://www.irishtimes.com/opinion/editorial/debunking-myths-on-migration-1.2460345

GESELLSCHAFT

+++ NSU-Mordserie nicht nur im Gericht aufklären

Märkische Allgemeine – Deutschland. Die mutmaßliche
Rechts-Terroristin Beate Zschäpe hat am Mittwoch vor Gericht
jede Mittäterschaft an der NSU-Mordserie von sich gewiesen.
Ihre Aussage ist unglaubwürdig, aber sie offenbart zugleich,
dass die Erwartungen an den Prozess zu hoch sind, meint die
Regionalzeitung Märkische Allgemeine: „In Saal 101 des
Oberlandesgerichts München tagt weder eine Ermittler- noch
eine Historikerrunde. Und schon gar keine Wahrheitskommission.
Hier findet ein Gerichtsverfahren statt. Der Vorsitzende
Richter gibt sich alle Mühe, Details zur Verbrechensserie ans
Licht zu bringen. Aber das Gericht ist nicht der richtige Ort
zur umfänglichen Aufklärung des Falls NSU. … Daher ist es
gut, dass der Bundestag jetzt einen neuen, einen zweiten
NSU-Untersuchungsausschuss eingesetzt hat. … Mag sein, dass
sich die strafrechtliche Befassung mit den Verbrechen des NSU
allmählich dem Ende neigt. Die politische Aufarbeitung des
NSU-Komplexes ist noch lange nicht abgeschlossen.“ (10.12.2015)
+++
http://www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Zschaepe-erklaert-sich-zum-Opfer

+++ Flucht nach Europa: Asylbewerber nicht unter Generalverdacht
stellen

Savon Sanomat – Finnland. Die finnische Polizei hat am Dienstag
in einem Flüchtlingslager zwei Iraker festgenommen, die 2014
als Kämpfer der IS-Miliz im Irak elf Menschen erschossen haben
sollen. Die liberale Tageszeitung Savon Sanomat warnt davor,
alle Asylbewerber unter Terrorverdacht zu stellen: „Die Sorge
der Bürger, dass unter den nach Finnland kommenden
Flüchtlingen potenzielle Terroristen sind, ist begründet. …
Die Festnahmen zeigen jedoch auch, dass die Polizei die Lage im
Griff hat. … Die Finnen können sicher sein, dass
gefährliche Personen aus der großen Gruppe herausgepickt
werden. … Der im Irak verübte Massenmord ist ein schweres
Verbrechen gegen die Menschlichkeit. … Dennoch muss die
Asyldebatte weiterhin mit Vernunft geführt werden. Es ist
bekannt, dass sich unter den Asylbewerbern 300 Personen mit
terroristischen Verbindungen befinden. Einige sind in böser
Absicht nach Finnland gekommen, aber man darf deshalb nicht die
Opfer verurteilen, die vor genau diesen Personen geflohen sind.“
(11.12.2015) +++
http://www.savonsanomat.fi/mielipide/artikkelit/poliisi-osoitti-valmiutensa/2192703

+++ Tunesien als Gegenmodell zum IS stärken

Svenska Dagbladet – Schweden. Der Verleihung des
Friedensnobelpreises am Donnerstag in Oslo an das „Quartett
für den nationalen Dialog“ aus Tunesien muss weitere
Unterstützung für das Land folgen, meint die konservative
Tageszeitung Svenska Dagbladet: „Die IS-Propaganda will zeigen,
dass der Islamische Staat die einzige Alternative für gläubige
Muslime ist. Tunesien hingegen zeigt, dass auch die Demokratie
eine Alternative ist. Gerade Tunesien wird deshalb vom IS
angegriffen. … In der jüngsten Ausgabe ihrer Zeitschrift
schreibt die Terrormiliz, dass sie alle ‚Grauzonen‘ für
Muslime vernichten will, also die Bereiche, in denen Muslime
anders als nach der IS-Version leben. Insbesondere gilt das
für Muslime, die ihren Glauben mit Demokratie und
Säkularismus verbinden wollen. Es gibt noch viele Probleme in
Tunesien zu lösen. Der alte Polizeistaat ist nicht
vollständig abgebaut, ebenso die Korruption. Außerdem stellen
Tunesier die größte Gruppe ausländischer Dschihadisten.
Deshalb muss Tunesien jede Unterstützung erhalten, die im
Kampf um die Demokratie notwendig ist.“ (10.12.2015) +++
http://www.svd.se/kan-tunisien-vara-en-motpol-till-is/om/nobelpriset-2015

+++ Russische Minderheit Litauens fühlt sich fremd

15min – Litauen. Litauische Medien haben diese Woche aufgedeckt,
dass eine Gruppe russischsprachiger Schüler aus der Stadt
Visaginas an einer Sommerschule für Pfadfinder in Russland
teilgenommen hat, wo sie Soldaten der Roten Armee gespielt und
für ‚das Vaterland Russland gekämpft‘ haben. Dies ist für
das Portal 15min ein Zeichen für die schlechte Integration von
Minderheiten in Litauen: „Jeder Bürger Litauens sollte die
Verantwortung dafür übernehmen, dass sich ein Teil der
Minderheitsbevölkerung von der Propaganda des Kremls ernährt
und sich in unserem Land fremd fühlt. Nicht die Pfadfinder von
Visaginas sollten nach Kontakten mit der litauischen
Gesellschaft suchen. … Wir sollten diese Menschen daran
erinnern, dass sie genau solche Litauer wie wir sind. … Jeder
von uns muss dazu beitragen, dass wir eine gemeinsame Sprache
mit unseren Bürgern finden und ihnen klar machen: Dies ist
euer Land, ihr seid hier willkommen und wichtig.“ (11.12.2015)
+++
http://www.15min.lt/naujiena/aktualu/komentarai/dovydas-pancerovas-parodykime-lietuvos-tautinems-mazumoms-kad-jos-yra-svarbi-musu-visuomenes-dalis-500-552825

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