Anti-Terror-Razzien in Molenbeek uam.

Spezialkräfte haben bei Großeinsätzen im Brüsseler Stadtteil
Molenbeek mehrere Verdächtige festgenommen. Eine Spur der
Attentäter von Paris führt in das Viertel, das als Zentrum
für Islamisten gilt.

Einige Kommentatoren drängen auf ein
hartes Vorgehen gegen jene Milieus, die junge Menschen in
Mordmaschinen verwandeln. Andere fordern von Muslimen, sich
stärker von radikalen Ideologien zu distanzieren.

+++ Schuldzuweisungen in Belgien sind sinnlos

De Standaard – Belgien. Die Spuren der Attentäter von Paris
führen in das Brüsseler Viertel Molenbeek. In Belgien gibt es
nun Streit, wer für den Niedergang des Stadtteils und damit die
Radikalisierung der vorwiegend muslimischen Jugend
verantwortlich ist. Es bringt jetzt nichts Schwarzer Peter zu
spielen, warnt die liberale Tageszeitung De Standaard: „Die
schockierte Gesellschaft hat nichts von diesem traurigen
Schauspiel. … Wenn wir nicht wissen, wie entscheidend die
politischen Fehler in Molenbeek oder an höherer Stelle waren,
können wir auch nicht sicher sein, dass die Aktionen gegen
Radikalismus anderswo erfolgreich sind, um weitere Anschläge
zu verhindern. … Die beunruhigte Bevölkerung versteht, dass
niemand absolute Sicherheitsgarantien geben kann. Doch sie
erwartet, dass jeder Verantwortliche jetzt die richtigen
Schlussfolgerungen zieht. Wir sind nicht machtlos gegen diesen
Feind. Aber wir können uns keinen internen Streit erlauben.“
(17.11.2015) +++
http://www.standaard.be

+++ Terrorbekämpfung beginnt in den Ghettos

Politiken – Dänemark. Die Bekämpfung des Terrors kann nur
gemeinsam mit den Muslimen gelingen, betont die linksliberale
Zeitung Politiken: „Wenn man dem islamistischen Terror den
Kampf ansagen will, muss man jahrzehntelanger falscher
Wohnungs- und Integrationspolitik den Kampf ansagen, von
Mjølnerparken [in Kopenhagen] bis Molenbeek [in Brüssel].
Dies ist freilich eine langwierige Aufgabe. … Hier und jetzt
müssen wir hart gegen jene Milieus vorgehen, die verletzliche
junge Muslime und Konvertiten in islamistische Mordmaschinen
verwandeln. Ein wesentlicher Teil dieses Bemühens muss es
sein, mit den Moscheen und lokalen muslimischen Vereinigungen
zusammenzuarbeiten. Sie können muslimische Gegenentwürfe zu
dem rabiaten Weltbild bieten, das in lichtscheuen Versammlungen
und sektiererischen Räumen im Internet gepredigt wird. Man muss
sich darüber klar werden, dass die allermeisten Imame – ebenso
wie die allermeisten Muslime – ein klares Interesse daran
haben, die rabiaten Dunkelmänner zu bekämpfen.“ (17.11.2015)
+++
http://politiken.dk/debat/ledere/ECE2933926/kampen-mod-terror-begynder-i-ghettoerne/

+++ Nur Integration hilft gegen Radikalisierung

De Volkskrant – Niederlande. Ghettos in Europa, wie das
Brüsseler Viertel Molenbeek, sind ein Nährboden für die
Terrormiliz IS, warnt die linksliberale Tageszeitung De
Volkskrant und fordert sowohl von den Regierungen als auch von
den muslimischen Gemeinden mehr Anstrengungen zur Integration:
„Denjenigen, die Europa nun den Krieg erklärt haben, muss
jeder Anschein der Legitimität genommen werden. IS wird nicht
mit den Ghettos in Europa verschwinden. Aber Europas
Regierungen können mit einer aktiven Integrationspolitik
erreichen, dass die Terrorbewegung weniger attraktiv wird für
die benachteiligte und sich benachteiligt fühlende Jugend.
Dabei dürfen die muslimischen Gemeinschaften in Europa nicht
am Rande stehen. … Es geht darum, dass sie sich wirklich dem
friedlichen Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in
diesem Teil der Welt verpflichten. Das heißt, dass der
demokratische Rechtsstaat über der Solidarität mit den
eigenen Reihen steht, die sich bisher im Leugnen oder
Gutheißen des Radikalismus äußerte.“ (17.11.2015) +++
http://www.volkskrant.nl/

+++ Schwedens Muslime schweigen Probleme tot

Svenska Dagbladet – Schweden. Nach Belgien ist Schweden das
europäische Land, aus dem sich gemessen an der
Bevölkerungszahl die meisten Menschen der Terrormiliz IS
angeschlossen haben. Doch über dieses Problem wird unter den
Muslimen in Schweden nicht offen gesprochen, kritisiert die
konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet: „Leider waren
muslimische Gemeinden bisher zu schlecht darin, den Kampf mit
dem radikalen Islam aufzunehmen. Jene, die versucht haben,
Probleme zur Sprache zu bringen, wurden als Rassisten oder als
islamophob abgestempelt. Man kann sich fragen, warum: Häufig
prangern sie eine islamophobe westliche Welt an, die darauf aus
sei, den Islam zu bekämpfen – die gleiche Geschichte, die Al
Qaida und der IS erzählen. … Damit muss jetzt Schluss sein.
Man befürwortet nicht radikalen Islam, wenn man Muslime vor
absurden Anklagen in Schutz nimmt. Und man ist nicht
islamophob, wenn man die große Gefahr sieht, die vom radikalen
Islamismus ausgeht.“ (17.11.2015) +++
http://www.svd.se/radikal-islamism-drabbar-alla/om/terrordaden-i-paris

+++ Imame müssen sich von Terror distanzieren

Zaman – Türkei. Muslime weltweit haben sich nicht ausreichend
gegen Terrorattentate im Namen des Islam positioniert,
kritisiert die islamisch-konservative Tageszeitung Zaman:
„Leider besitzt die Mehrheit der Priester der islamischen Welt
eine Denkweise, durch die sie die Massaker, die zu einem
Massensterben führen, nicht verurteilen kann. Ein Teil der
Muslime kann den Terror noch immer nicht ohne Wenn und Aber
verfluchen. Selbst viele gebildete islamische Gelehrte konnten
nicht sagen, dass die Selbstmordkommandos eine unislamische
Methode sind. … Der 11. September war für die islamische
Welt ein ernster Test. Doch auf diesen ominösen Terroranschlag
auf die beiden Türme, bei dem tausende Menschen starben,
konnten oder wollten die Meinungsführer der islamischen Welt
nicht ausreichend hart reagieren.“ (17.11.2015) +++
http://www.zaman.com.tr/yazarlar/ekrem-dumanli/gec-kaldin-ey-musluman_2327876.html

————————-

Debatten verfolgen: Neuer Krieg gegen den Terror?
Bei koordinierten Anschlägen in Paris sterben mehr als 130
Menschen. Zu den Taten bekennt sich die Terror-Miliz IS. Wie
muss Europa auf die brutalen Angriffe reagieren?
http://www.eurotopics.net/de/home/debatten/links-2015-11-krieg/

Debatten verfolgen: Erpresst Cameron die EU?
Premier Cameron fordert Sonderregeln im Gegenzug für den
Verbleib Großbritanniens in der EU. 2017 stimmen die Briten
über den Brexit ab. Welche Kompromisse darf Europa eingehen?
http://www.eurotopics.net/de/home/debatten/links-2015-11-cameron-eu/

Debatten verfolgen: Steckt der IS hinter Airbus-Unglück?
Hinweise verdichten sich, dass das russische Passagierflugzeug
über dem Sinai durch eine Bombe der IS-Miliz zum Absturz
gebracht wurde. Ändern Russland und der Westen nun ihre
Strategie im Kampf gegen die Terrororganisation?
http://www.eurotopics.net/de/home/debatten/links-2015-11-is_airbus/

————————-

POLITIK

+++ USA müssen Chaos in Nahost wieder beenden

Le Figaro – Frankreich. Der französische Präsident François
Hollande hat einen erbitterten Kampf gegen die Terrormiliz IS
angekündigt. „Frankreich ist im Krieg.“, sagte er am
Montagabend in Versailles. Doch Paris kann den Kampf gegen die
Terrormiliz nicht allein führen, mahnt die konservative
Tageszeitung Le Figaro und fordert Unterstützung von den USA:
„Ihre Invasion im Irak im März 2003 macht sie zu
Verantwortlichen für dieses immense Chaos. … Für Frankreich
wäre es ein strategischer Wahnsinn, allein an dieser
Außenfront zu kämpfen. Um die IS-Miliz vor Ort zu besiegen,
ist ein Bündnis aller regionalen Akteure unter der Leitung
eines amerikanischen Generals nötig, nach Vorbild der im
Golfkrieg im Januar 1991 gebildeten Allianz. Nur innerhalb
eines solchen Rahmens könnten unsere Soldaten auf dem Boden
eingreifen. Frankreich hatte die Invasion im Irak 2003 zu Recht
abgelehnt. So wie Frankreich seine Bürger auf seinem
Staatsgebiet allein verteidigen muss, so kommt die Aufgabe, den
Nahen Osten wieder auf die Beine zu bringen, vor allem den
Vereinigten Staaten von Amerika zu.“ (17.11.2015) +++
http://www.lefigaro.fr

+++ Westen muss zuallererst Waffenhandel stoppen

Avvenire – Italien. In seiner Rede in Versailles hat Präsident
François Hollande Frankreich auf einen langen Kampf gegen den
islamistischen Terrorismus eingestimmt. Er will eine Allianz
gegen die IS-Terrormiliz schmieden und hat am heutigen Dienstag
offiziell die Unterstützung der anderen EU-Staaten angefordert.
Zuerst muss der Westen den Waffenhandel stoppen, fordert die
katholische Tageszeitung Avvenire: „Italien ist gemeinsam mit
Frankreich einer der größten Waffenlieferanten in arabische
Regionen. … Die Politiker, die jetzt Tränen vergießen und
dem Terrorismus einen erbarmungslosen Kampf ansagen, sind die
gleichen, die nationale Rüstungsindustrien verteidigen, da sie
entscheidend zum BIP beitragen und hunderttausende
Arbeitsplätze schaffen. … Ein ernsthaftes, internationales
Moratorium, das jeden Waffenhandel mit Krisenländern
kategorisch untersagt, würde zwar nicht automatisch das Ende
des Kalifats und des Terrorismus bedeuten, doch wäre es ein
entscheidender Schritt in die richtige Richtung.“ (17.11.2015)
+++
http://www.avvenire.it

+++ G20 lassen sich nicht zu Gewalt hinreißen

Handelsblatt – Deutschland. Die Gruppe der zwanzig wichtigsten
Industrie- und Schwellenländer (G20) hat am Montag auf ihrem
Gipfel in der Türkei beschlossen, gemeinsam
Finanzierungskanäle von Terroristen trockenzulegen, die
Grenzen besser zu schützen und den Austausch zwischen den
Geheimdiensten zu intensivieren. Das ist vor dem Hintergrund
der Anschläge von Paris mehr als ein Minimalkonsens, findet
das wirtschaftsliberale Handelsblatt: „Weltweit dürfte das bei
den Hardlinern, die bereits von einer Bodenoffensive gegen den
IS reden, belächelt, die G20 als hilfloser Riese verspottet
werden. Doch gerade in dieser überlegten und gemäßigten
Haltung liegt die eigentliche Botschaft. Die
Staatengemeinschaft lässt sich nicht dazu hinreißen, Hass und
Gewalt mit gleicher Münze heimzuzahlen. Auch wenn Frankreich
und die USA ihr Bombardement auf die Terroristen verstärkt
haben. Kein Land will offenbar durch Gnadenlosigkeit wie zuvor
im Irak oder in Afghanistan eine Lösung für Syrien
herbeibomben. Es soll über den Weg der Vereinten Nationen ein
Friedensprozess angestoßen werden, der das Land befrieden
kann.“ (17.11.2015) +++
http://www.handelsblatt.com

+++ Außenansicht: Europas Geheimdienste müssen mehr leisten

The New York Times – USA. Europäische Staaten müssen sich im
Anti-Terror-Kampf die USA zum Vorbild nehmen und ihre
Geheimdienstaktivitäten verstärken, fordert die liberale
Tageszeitung The New York Times: „Wenn die Angriffe in Paris
eines zeigen, dann dass die Welt Amerikas Ressourcen in den
Bereichen Sicherheit und Geheimdienste noch mehr braucht als
seine militärische Macht. Die US-Nachrichtendienste bilden
zusammen das unverzichtbare Zentrum der globalen
Anti-Terror-Bemühungen. Doch angesichts der großen Zahl der
Anhänger und der territorialen Ausbreitung des Islamischen
Staats müssen die USA noch mehr Mittel zur Verfügung stellen.
Europa wiederum muss seine Bemühungen verstärken und helfen,
eine Basis für eine tiefere und weitergehende Zusammenarbeit
zu schaffen. Das aus geografischer Sicht benachteiligte Europa
muss sich viel mehr anstrengen.“ (15.11.2015) +++
http://www.nytimes.com/2015/11/16/opinion/could-paris-happen-here.html?ref=opinion&_r=0

+++ Großbritannien nach Brexit Vorbild für Türkei

Blog EUROPP – Großbritannien. Der britische Premier David
Cameron hat vor einer Woche seine Reformvorschläge
präsentiert, die er zur Bedingung für einen Verbleib
Großbritanniens in der EU macht. Sollte das Land austreten,
könnte dessen Partnerschaft mit der EU eine wegweisende
Perspektive sein, meint Politikwissenschaftler Sinan Ülgen auf
dem Blog EUROPP der London School of Economics: „Brüssel und
London würden im Falle eines Brexit eine neue Form der
Assoziierung finden müssen. Diese würde einerseits die
Beteiligung Großbritanniens am Binnenmarkt mit einigen
Ausnahmen sicherstellen und andererseits London die
Möglichkeit geben, bei bestimmten Entscheidungen in Brüssel
mitzubestimmen. Derzeit gibt es kein derartiges
Assoziierungsmodell, das man fast als ‚virtuelle
Mitgliedschaft‘ bezeichnen könnte. … Wenn London und
Brüssel ein solches neues Modell der Partnerschaft ersinnen
können, dann könnte dieses sehr wahrscheinlich auch als
Vorbild für die Verankerung der Türkei in der EU dienen.“
(14.11.2015) +++
http://blogs.lse.ac.uk/europpblog/2015/11/14/views-on-the-uks-renegotiation-russia-ukraine-and-turkey/

+++ Neues Kabinett bricht Macht alter Parteien

Adevârul – Rumänien. Der designierte rumänische Premier
Dacian Cioloş hat am Sonntag sein Experten-Kabinett
vorgestellt. Das Parlament stimmt möglicherweise noch am
heutigen Dienstag darüber ab. Es könnte das verkrustete
Machtgefüge zwischen Rumäniens beiden großen Parteien
aufbrechen, freut sich die Tageszeitung Adevărul: „Zunächst
steht die Diskussion um den nächsten Haushalt an – die erste
große Auseinandersetzung der Technokraten mit der
Regierungsrealität. Dann geht es um die Änderung der
Wahlgesetzgebung, konkreter um eine Wiedereinführung zweier
Wahlgänge bei den Lokalwahlen. Das wird weder der
sozialdemokratischen PSD noch der liberaldemokratischen PNL
schmecken, die sehr wohl ihre lokalen Barone zu verteidigen
wissen. Eine Reform in diesem Bereich würde das Machtsystem
von PSD und PNL aufweichen. Es wäre die Chance, dass andere
Parteien die Bürgermeister stellen, die man braucht, um auch
auf landesweiter Ebene an die Macht zu kommen.“ (17.11.2015)
+++
http://adevarul.ro/news/politica/ce-alege-deexperimentul-ciolos-1_5649fb887d919ed50e4919da/index.html

REFLEXIONEN

+++ Horror von Paris ist Alltag in Nahost, meint Ante Tomić

Slobodna Dalmacija – Kroatien. Wenn man sich darüber im Klaren
ist, was die westliche Welt seit Jahren im Nahen Osten
anrichtet, darf man sich über Anschläge wie die in Paris
nicht wundern, meint der Journalist Ante Tomić von der
liberalen Tageszeitung Slobodna Dalmacija: „Natürlich ist man
überrascht wenn man hört, dass in den Straßen von Paris
Bomben hochgehen und Unschuldige im Kugelhagel sterben; so
etwas in einer westlichen, katholischen Metropole anzurichten
ist ein Verbrechen. Doch frei herausgesagt: War dies am Freitag
etwas anderes als das, was unsere katholische Welt schon seit
Jahrzehnten im arabischen, muslimischen Raum anrichtet? … Die
Seele einer bezaubernd schönen europäischen Stadt wurde am
Freitag verwundet, aber sehen Sie, auch in der arabischen Welt
gibt es viele schöne Städte. … Einer der schrecklichsten
Tage in der Geschichte von Paris ist in vielen Städten im
Nahen Osten und Nordafrika nur normaler, hässlicher Alltag.
Deshalb sollten wir, bevor wir fragen was dies für Menschen
sind, uns fragen, was wir für Menschen sind.“ (17.11.2015) +++
http://www.slobodnadalmacija.hr/

WIRTSCHAFT

+++ Anti-Terror-Kampf ist Neustart für Rüstungsindustrie

Wirtschaftsblatt – Österreich. Der Kampf westlicher Staaten
gegen irreguläre Armeen wie die IS-Terrormiliz wird
Sicherheitspolitik und Rüstungsindustrie umkrempeln,
prophezeit das wirtschaftsliberale Wirtschaftsblatt: „Was hier
einzig und allein zählt, sind Informationen, um mit gezielten
Operationen innerhalb und außerhalb der EU vorzugehen. Diese
neue Form asymmetrischer Kriegsführung muss daher zu einem
Umdenken in der Sicherheitspolitik und somit bei den
Militärausgaben der Staaten führen. Die Bedeutung regulärer
Armeen und dahinterstehender Industrien wird daher sinken –
während Geheimdienste immer wichtiger werden. … Losgelöst
von allen politischen Debatten über Datenschutz werden daher
früher oder später jene Industriezweige, die Technik zur
elektronischen Überwachung anbieten, die aufsteigenden Sterne
einer neuen Form der Rüstungsindustrie werden.“ (17.11.2015)
+++
http://wirtschaftsblatt.at/home/meinung/kommentare/4867972/Umdenken-bei-Rustungsausgaben?_vl_backlink=/home/meinung/kommentare/index.do

+++ Athen schafft Sicherheit für sich und Europa

To Vima Online – Griechenland. Athen hat sich nach eigenen
Angaben am Dienstagmorgen mit den internationalen Gläubigern
auf Finanzreformen geeinigt, was den Weg für weitere
Milliardenhilfen frei macht. Angesichts der Terroranschläge in
Paris ist Stabilität auch für Griechenland das vordringliche
Ziel, lobt die liberale Onlinezeitung To Vima die Einigung:
„Griechenland als Teil Europas und als gezwungener
Grenzschützer wird nicht unberührt von diesem Klima der Angst
und Unsicherheit bleiben. Nicht nur wegen der riesigen
Flüchtlingswelle, mit dem es konfrontiert ist, sondern auch
wegen seiner eigenen Probleme. Es ist uns allen eine Pflicht,
aber vor allem der Regierung, die Risiken zu minimieren. …
Das Wichtigste ist, das Vertrauen und die politische und
wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen. … In einer
Welt, in einem Europa, in das die Unsicherheit zurückgekehrt
ist, haben wir nicht das Recht, unsere eigene Unsicherheit noch
hinzuzufügen.“ (17.11.2015) +++
http://www.tovima.gr/opinions/article/?aid=754554

SPORT

+++ Ungarns Nationalelf schreibt Geschichte

Nemzeti Sport – Ungarn. Die ungarische
Fußballnationalmannschaft hat sich am Sonntag mit einem 2:1
gegen Norwegen für die Europameisterschaft im kommenden Jahr
qualifiziert. Für die Sportzeitung Nemzeti Sport ein
historischer Triumph: „Das war eine kämpferische,
schweißtreibende, herrliche Qualifikation. Das war jene
Katharsis, auf die die ungarischen Fußballfans seit der
Fußball-WM 1986 gewartet hatten, als sich Ungarn zum letzten
Mal für ein großes Turnier qualifizierte. Freilich, trotz
dieses Triumphes wird der ungarische Fußball nicht mit einem
Schlag genesen. Auch werden sich die ungarischen Klubs nicht
automatisch für die Champions oder Europa League
qualifizieren. Und auch die Stadien des Landes werden sich
nicht von einem Tag auf den anderen füllen. Dennoch bedeutet
dieser Triumph eine neue Möglichkeit, um aus der
jahrzehntelangen Krise des ungarischen Fußballs
herauszufinden.“ (16.11.2015) +++
http://www.nemzetisport.hu/magyar_valogatott/sokkal-jobb-volt-igy-a-futballkatarzis-amelyre-minden-magyar-drukker-vart-2450251

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s