China schwächt eigene Währung

Die chinesische Zentralbank hat den Yuan am heutigen Donnerstag
den dritten Tag in Folge abgewertet. Die Börsen weltweit
reagieren mit fallenden Kursen auf die Währungsschwächung

.

Kommentatoren fürchten eine Ansteckungsgefahr
für die Wirtschaft des Euroraums und mahnen den Westen,
jetzt bloß nicht die Nerven zu verlieren.

+++ Gefahr für Europas Konjunktur

Frankfurter Allgemeine Zeitung – Deutschland. Die Yuan-Abwertung
kann auch die wirtschaftliche Erholung in Europa gefährden,
warnt die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Die
hohen Kursverluste deutscher Aktien mit großer Abhängigkeit
von China sind ein Warnsignal. Zwei kleine Abwertungen der
chinesischen Währung reichten aus, um Schockwellen um die
Weltbörsen zu schicken. Plötzlich wird Europa aus seiner
Eurozentriertheit gerissen und stellt fest, dass sich nicht
alles in der Welt um Griechenland dreht. Ein Schock aus Asien
könnte die zaghafte Erholung der europäischen Konjunktur
abwürgen. Auch die angeblich so robuste deutsche Wirtschaft
ist gefährdet. Die Abwertung in Peking ist hoffentlich nicht
der Beginn eines globalen Abwertungswettlaufs, der bekanntlich
nur Verlierer kennt. Doch einiges spricht dafür, dass das
kommunistische Zentralkomitee einen Teil seiner Probleme nun in
die Welt exportieren möchte, nachdem China nach der Finanzkrise
mit gigantischen Konjunkturprogrammen als Lokomotive die
Weltwirtschaft gezogen hatte.“ (13.08.2015) +++
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kommentar-chinas-schwaeche-amerikas-staerke-13747402.html

+++ Weltwirtschaft könnte in Abwärtsstrudel geraten

El Mundo – Spanien. Weitreichende Konsequenzen wegen dieser und
künftiger Abwertungen der chinesischen Währung fürchtet die
konservative Tageszeitung El Mundo: „Die Sache könnte als
kleiner Schnupfen abgehakt werden. Aber es gibt Gründe, die
eine weitere Abwertung des Yuan in den kommenden Tagen
befürchten lassen. Und dann könnte sich die gesamte
Weltwirtschaft am Virus anstecken und an Grippe erkranken.
Zunächst könnte es zu einem regionalen Devisenkrieg führen.
Die Währungen wichtiger Exportnationen wie Japan, Taiwan und
Südkorea bekommen die Auswirkungen der Abwertung ihres
Riesennachbarn bereits zu spüren. Und in Europa würde dies
den noch immer schwachen Aufschwung beeinträchtigen, nach der
schwersten Krise seit Jahrzehnten. In der Tat gilt es schon
jetzt als wahrscheinlich, dass die Fed die für September
vorgesehene Zinserhöhung verschiebt. Dabei hatte sich Mario
Draghi schon darauf gefreut – wegen der heilsamen Wirkung auf
die Wettbewerbsfähigkeit des Euro.“ (13.08.2015) +++
http://www.elmundo.es/

+++ Westen muss besonnen reagieren

Corriere del Ticino – Schweiz. An den Aktienmärkten wächst die
Nervosität, doch der Westen muss angesichts der neuen
chinesischen Währungspolitik einen kühlen Kopf behalten,
warnt die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: „China ist
nicht nur die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, sondern
auch das Land, das am meisten die Rohstoff- und
Industriegüterpreise beeinflusst. Von daher ist zu erwarten,
dass der Wachstumsrückgang und die Yuan-Abwertung eine
Deflationswelle auslösen werden. … Die westlichen
Wirtschaften werden die Folgen zu spüren bekommen. Die
Geldpolitik von Peking wird den ohnehin schon blutleeren
europäischen Aufschwung noch mehr schwächen, beruhte er doch
in erster Linie auf der Abwertung des Euro. Gleichzeitig wird
Amerika die fällige Zinsanhebung herauszögern. Eine
unüberlegte und uneinige Reaktion der westlichen Länder droht
zudem eine Kettenreaktion mit unabsehbaren Folgen auszulösen.
Bleibt zu hoffen, dass die Dynamik des Schlagabtauschs
ausbleibt, denn sie würde für Spannungen sorgen, die weit
über die Grenzen des Handelsbereichs hinausgehen könnten.“
(13.08.2015) +++
http://www.cdt.ch/

+++ Abwertung soll Yuan zur Weltwährung machen

La Croix – Frankreich. Die Volksrepublik verfolgt mit ihrer
Währungspolitik offenbar nicht allein das Ziel, die Konjunktur
anzukurbeln sondern hat noch weitere Ambitionen, vermutet die
katholische Tageszeitung La Croix: „Soll der Bruch mit dem
starken Dollar nur der Konjunktur dienen oder ist er Teil einer
Politik, die den Yuan in den nächsten Jahren zu einer echten
internationalen Währung machen soll, die frei zirkulieren kann
und konvertierbar ist? Die roten Scheine werden in einigen
afrikanischen Ländern bereits als Zahlungs- und
Rücklagemittel verwendet. Erst kürzlich, Anfang August, hat
China mit Angola einen Vertrag unterzeichnet, der die
chinesische Währung zur zweiten gesetzlichen Währung in dem
zweitwichtigsten ölproduzierenden Landes Afrikas macht. Peking
kann nun nicht mehr so tun, als existieren diese
Währungskontakte nicht. Die Internationalisierung des Yuan ist
derzeit einer der besten Garanten gegen einen Währungskrieg.“
(12.08.2015) +++
http://www.la-croix.com/Editos/La-Chine-et-sa-monnaie-2015-08-12-1343738

POLITIK

+++ Schengen-Abkommen wackelt gefährlich

Lidové noviny – Tschechien. Angesichts der Flüchtlingskrise
haben Polizei und Politiker der regierenden Christdemokraten im
deutschen Bundesland Sachsen am Dienstag in Interviews die
Wiedereinführung der Kontrollen an den innereuropäischen
Grenzen gefordert. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny
sieht die Äußerungen mit einiger Sorge: „Die Regeln für
Schengen ermöglichen ein zeitlich begrenztes Außerkraftsetzen
der Freizügigkeit an der Grenze, etwa bei großen
Sportveranstaltungen oder bei G8-Gipfeln. Deutschland umgeht
die Regeln mitunter auch. Auf gesamtstaatlicher Ebene beendete
es die Grenzkontrollen, aber die bayerische Polizei
kontrolliert ein paar Kilometer weiter dennoch. Doch eine so
offene Forderung nach neuen Grenzkontrollen wie sie jetzt aus
Sachsen kam hat es bislang noch nicht gegeben. Es sieht so aus,
als würde Schengen – anders als die Atomkraftwerke oder die
große Mehrheit der europäischen Banken – einen Stresstest
nicht bestehen. Schengen ist aber ein entscheidender
Dominostein im Gefüge der europäischen Institutionen. Nicht
auszudenken, wenn der fällt.“ (13.08.2015) +++
http://www.lidovky.cz

+++ Flüchtlinge sind Europas letzte Rettung

Salzburger Nachrichten – Österreich. Politik und Gesellschaft
sind schlichtweg dumm, wenn sie nicht begreifen, dass die
Einwanderung von Flüchtlingen für Europa eine große Chance
ist, erklären die christlichen Salzburger Nachrichten: „Europa
ist ein gigantisches Altersheim. Die geringe Zahl der Geburten
muss dazu führen, dass in wenigen Jahren überwiegend Greise
wenigen Jungen zur Last fallen. Der Kontinent schlittert in die
Armutsfalle. Der Zustrom der Flüchtlinge erweist sich als
mögliche Rettung in letzter Minute. Endlich kann die
Bevölkerung wieder wachsen, kommen Menschen, die sich eine
Existenz aufbauen wollen, die Herausforderungen annehmen
müssen und Neues schaffen. Die Arbeitsplätze sind gefährdet,
heißt der nächste Irrtum. Die Zahl der Arbeitsplätze ist
keine fixe Größe, sondern hängt von der Dynamik der
Volkswirtschaft ab. … Zuwanderung sorgt nachweislich für
Erfolg. Die erfolgreichste Volkswirtschaft der Welt, die USA,
wurde von Flüchtlingen aus aller Welt aufgebaut. Israel, ein
Land mit einer minimalen Fläche, hat in den neunziger Jahren
in kürzester Zeit 750.000 Flüchtlinge aus Russland
aufgenommen, und zählt zu den reichen Industriestaaten.“
(13.08.2015) +++
http://www.salzburg.com/nachrichten/meinung/kolumne/barazon/sn/artikel/im-altersheim-europa-stoert-das-lachen-der-syrischen-kinder-161585/

+++ Bulgarien für Migranten nur Zwischenstopp

Sega – Bulgarien. Bulgarien wird nach Angaben der Staatlichen
Agentur für Flüchtlinge bis Ende 2015 voraussichtlich 10.000
Flüchtlingen Asyl gewähren. Die meisten von ihnen werden aber
nicht in Bulgarien bleiben, denn die vergleichsweise schlechte
wirtschaftliche Situation bewahrt das EU-Land vor einem
ernsthaften Flüchtlingsproblem, kommentiert die Tageszeitung
Sega: „Der Lebensstandard in Bulgarien ist so niedrig, dass
selbst Kriegsflüchtlinge von unserer bescheidenen
Gastfreundschaft keinen Gebrauch machen wollen und das Land
lieber verlassen, um ihr Glück woanders zu suchen. Die Klagen
der Bulgaren über einen Flüchtlingsandrang sind übertrieben,
wenn man bedenkt, dass wir bloß als Drehtür dienen, durch die
ebenso viele Flüchtlinge hinein- wie hinausgehen. Wenn man
sich auf den Straßen in bulgarischen Städten umsieht, wird
man kaum Araber, Afghanen oder Afrikaner entdecken – im
Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Städten.“
(12.08.2015) +++
http://www.segabg.com/article.php?id=764692

+++ Auch Polens Geheimdienst muss IS bekämpfen

Fakt – Polen. Ein 28 Jahre alter Mann aus Pommern hat Mitte Juni
im Irak offenbar als erster Pole ein Selbstmord-Attentat im
Dienste der IS-Terrormiliz verübt. Medienberichten zufolge
soll er in Deutschland rekrutiert worden sein. Im konservativen
Boulevard-Blatt Fakt fordert Sicherheitsexperte Łukasz Kister
in einem Gastbeitrag die polnische Politik zum Handeln auf:
„Unsere Regierung sollte jetzt vor allem unsere Geheimdienste
dazu verpflichten, die Daten zu aktualisieren, die sie bisher
über potenzielle Terroristen gesammelt haben. Dann sollten
diese die Informationen mit den Daten abgleichen, über die die
Geheimdienste anderer Länder verfügen. Es geht um Bürger
Polens, aber auch um Personen aus anderen Staaten, die zu uns
kommen und verdächtigt werden. … Entscheidend ist in diesem
Fall auch, dass der Mann nach Deutschland gegangen ist. Dies
ist ein ganz schöner Schlag ins Gesicht der Deutschen, die
viele solcher Gruppen bei sich erlauben.“ (13.08.2015) +++
http://www.fakt.pl/polityka/polak-jacek-s-w-szeregach-panstwa-islamskiego,artykuly,565512.html

WIRTSCHAFT

+++ Athen muss auf Schuldenregelung bestehen

Phileleftheros – Zypern. Das griechische Parlament berät am
heutigen Donnerstag über das dritte Hilfspaket und die damit
verbundenen Sparauflagen. Die liberale Tageszeitung
Phileleftheros findet, dass Athen weiterhin auf einer
tragfähigen Schuldenregelung bestehen sollte: „Die griechische
Schulden sind nicht tragfähig und wenn sie nicht reduziert
werden, werden wir bald über ein viertes und ein fünftes
Sparmemorandum sprechen. Jetzt ist die beste Gelegenheit für
Griechenland, Druck auszuüben, um eine Lösung für die
Schulden zu erreichen. … Die griechische Regierung muss
anfangen, umzusetzen, was mit den Gläubigern vereinbart wurde
– ob sie will oder nicht. Gleichzeitig muss sie weiterhin eine
politische Einigung für die Schulden verlangen. Die Eurozone
ist erschüttert von allem, was in letzter Zeit geschah. Kein
Land will nochmal so ein Szenario erleben.“ (12.08.2015) +++
http://www.philenews.com/el-gr/arthra-apo-f-x-tourki/111/271339/meta-ti-symfonia-i-syzitisi-gia-chreos

+++ Hilfspaket liefert Griechen Großkonzernen aus

The Independent – Großbritannien. Das neue Kreditprogramm
verwandelt Griechenland auf Kosten der Bevölkerung in ein
Paradies für Großunternehmen, warnt die linksliberale
Tageszeitung The Independent: „Die riesige Welle der
Privatisierung und Deregulierung liefert weite Teile der
griechischen Gesellschaft dem Großunternehmertum aus – und
zwar in Bereichen, die diesem bislang nicht zugänglich waren.
Man hofft, hohe Gewinne zu generieren, damit die
Großunternehmen weiter wachsen, und will ein extremes Modell
schaffen, das zeigt, was in ganz Europa möglich sein könnte.
… Die Intensität des Restrukturierungsprogramms, das für
Griechenland derzeit vereinbart wird, sollte jeden eines
Besseren belehren, der noch meint, dass es sich hier zwar um
einen wohl gemeinten aber fehlgeleiteten Versuch handelt, ein
Schuldenproblem zu lösen. Das Ganze ist nichts anderes als der
zynische Versuch, ein Paradies für Großunternehmen im
Mittelmeerraum zu errichten. Und dagegen muss unbedingt
Widerstand geleistet werden.“ (12.08.2015) +++
http://www.independent.co.uk

+++ Imtech trägt selbst Schuld an Pleite

De Volkskrant – Niederlande. Die niederländischen Banken haben
eine Rettung des international tätigen technischen Baubetriebs
Imtech abgelehnt. Zu Recht, meint die linksliberale Tageszeitung
De Volkskrant, denn Imtech hat die eigene Pleite selbst
verschuldet: „Nach dem die ersten Betrugsfälle 2013 ans Licht
gekommen waren, geriet Imtech in den freien Fall. Die großen
Banken zeigten sich im vergangenen Jahr noch kulant und
stimmten einem Rettungsplan zu. Die neue Direktion versprach
Besserung, konnte die Probleme aber nur unzureichend lösen.
Eine neue Betrugsaffäre in Deutschland [wo das Unternehmen
unter anderem am neuen Berliner Flughafen mitbaut] und
enttäuschende Resultate bedeuteten dann das Ende. Aktionäre
waren jahrelang begeistert von der Ankauf-Politik von ‚Mr.
Imtech‘ und übersahen dabei die mangelhafte interne Kontrolle.
Dass sie jetzt enorme Kursverluste verdauen müssen, haben sie
sich aber vor allem selbst zuschreiben. Die 22.000 Arbeitnehmer
von Imtech sind die größten Opfer des Untergangs. Sie leben
nun in Unsicherheit, und manche werden ihren Job verlieren.“
(13.08.2015) +++
http://www.volkskrant.nl/

GESELLSCHAFT

+++ Primark ist Symbol einer ignoranten Gesellschaft

De Morgen – Belgien. In Gent ist am Mittwoch eine neue Filiale
der Billigkette Primark eröffnet worden. Die linksliberale
Tageszeitung De Morgen kritisiert die ignoranten Konsumenten:
„Primark ist das Symbol einer Gesellschaft, die süchtig ist
nach dem Konsum von wertlosem Kram. … Eine junge, mündige,
selbstbewusste Mittelklasse füllt dort ihre Taschen mit
Plunder. Genau das ist das Ernüchternde. Wer einen Pulli für
ein paar Euro kauft, weiß, dass dieser nur von Lohnsklaven in
einem Sweatshop hergestellt worden sein kann. Die Zeugnisse von
Primark – Kinderarbeit in Flüchtlingslagern – sind nicht
besonders glänzend, doch das ist uns egal. … Primark und
ähnliche Ketten machen Gewinn mit dem Verkauf von Produkten,
die schädlich sind für die Gesellschaft, die Wirtschaft und
die Umwelt. Darauf könnte man doch extra Steuern fordern. Die
könnten dann unserer eigenen Industrie zugutekommen.“
(13.08.2015) +++
http://www.demorgen.be/opinie/accijnzen-innen-op-ketens-als-primark-zou-dat-geen-aantrekkelijke-mini-tax-shift-zijn-a2420494/

+++ Rumänien hätte jungen König gebrauchen können

România Liberă – Rumänien. Der rumänische Ex-Monarch Mihai –
der 1947 als letzter rumänischer König abgedankt hat und
mittlerweile 93 Jahre alt ist – hat vor fünf Jahren seinem
Enkel Nicolae den Prinzentitel und das Recht auf Thronfolge
verliehen. Nun hat jedoch die Königsfamilie dem 30-Jährigen
beides ohne Erklärung wieder aberkannt. Ein Fehler, findet die
Tageszeitung Romania Liberă: „König Mihai dachte, dass Nicolae
ein Modell für die junge Generation werden könnte – frei von
Arroganz und Eitelkeit, ein korrektes Vorbild, das sich am
Gesellschaftsleben beteiligt, ohne wie opportune Politiker zu
sein, die nur einen Posten wollen, um sich privat zu
bereichern. Nicolae hätte das sein können, was Mihai sein
wollte, aber nie gewesen ist: ein kompromissloser Anführer,
der mit der Zeit etwas zu sagen gehabt hätte. … Rumänien
hätte ein solches Ideal gebraucht. Nicht unbedingt als
politische Alternative, sondern vor allem als Vorbild. König
Mihai ist schon zu oft vom wahren Weg abgekommen, und nun hat
er auch noch auf eine symbolische Zukunft für sein Land
verzichtet.“ (13.08.2015) +++
http://www.romanialibera.ro

+++ Christiania als soziales Experiment gescheitert

Kristeligt Dagblad – Dänemark. In einer TV-Dokumentation über
die Freistadt Christiania in Kopenhagen haben Erwachsene von
ihrer Kindheit berichtet, die offenbar von massiver
Vernachlässigung geprägt war. Die Doku beweist das Versagen
des Staats, meint die christliche Tageszeitung Kristeligt
Dagblad: „Für alle, die mit einem nüchternen Blick auf
Christiania blickten, musste schnell klar sein, dass die
Freistadt nichts anderes als ein Zerrbild der sie umgebenden
Gesellschaft liefert – mit einer Oberklasse und einer sehr
großen Unterklasse. … Es ist deprimierend, dass das
offizielle Dänemark einen großen Teil der Verantwortung daran
trägt, dass diese große Armut sich entwickeln konnte. Schon
1972 wurde die Freistadt vom Staat als ’soziales Experiment‘
gutgeheißen. Seitdem ist es doch so: Wenn ein junger Mensch in
[den Städten] Horsens oder Hundige in Schwierigkeiten gerät,
ist das ein soziales Problem. Wenn das mit den gleichen
Menschen in Christiania passiert, ist das nur Teil eines
sozialen Experiments.“ (13.08.2015) +++
http://www.kristeligt-dagblad.dk/

MEDIEN

+++ Bilder von toten IS-Geiseln nicht verbreiten

Večernji List – Kroatien. Die IS-Terrormiliz hat die kroatische
Geisel Tomislav Salopek offenbar hingerichtet. Ein von
IS-Anhängern im Internet verbreitetes Foto soll die
enthauptete Leiche der Geisel zeigen. Wer solches Material im
Netz verbreitet, macht sich zum Handlanger der Terroristen,
findet die konservative Tageszeitung Večernji list: „Durch
blindes Pochen auf sogenannte Freiheiten werden wir nur zu
Handlangern der Terroristen. … Dass man solches Material
sowieso im Internet finden könnte, darf keine Ausrede sein.
… Terroristen nutzen moderne Technologie, soziale Netzwerke
und die Medienfreiheit – ein Pfeiler der Demokratie – zur
Verbreitung ihrer Verbrechen. … Leider verlieren wir ohne
globale Solidarität die Informationsschlacht gegen den
Terrorismus – die wichtigste in modernen Kriegen. Es ist
absurd, dass Terroristen Religion, Technologie und
Medienfreiheit auf brutale Weise missbrauchen und gegen uns
verwenden.“ (13.08.2015) +++
http://www.vecernji.hr

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