Obama verkündet Klimaschutz-Maßnahmen

US-Kraftwerke sollen nach dem Willen von Präsident Barack Obama
bis 2030 ihren Schadstoffausstoß um knapp ein Drittel im
Vergleich zu 2005 reduzieren. Obamas revolutionäre Pläne
verleihen der anstehenden Klimakonferenz in Paris neues
Gewicht, meinen einige Kommentatoren. Andere fürchten, dass
das Vorhaben hunderttausende Arbeitsplätze kosten wird.

+++ Klimaschutz nicht um jeden Preis

The Daily Telegraph – Großbritannien. Obamas Plan kostet zu
viele Arbeitsplätze in der US-Kohleindustrie und wird das
Problem der Schadstoffemissionen nur in andere Teile der Welt
verlagern, kritisiert die konservative Tageszeitung The Daily
Telegraph: „Den Raubbau an den begrenzten weltweiten
Kohlevorkommen zu verhindern und Umweltverschmutzung zu
verringern, sind lobenswerte Vorhaben – doch nicht um jeden
Preis. Das Vorhaben ist zum Scheitern verurteilt, denn es
würde hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Die
Kohleindustrie ist in Teilen der USA immer noch riesig und es
gibt kein ausgleichendes Potenzial für neue Jobs in
erneuerbaren Energien. Die Förderung von Schiefergas in den
USA hat den Preis von Kohle bereits fallen lassen. Sie wird auf
dem Weltmarkt verschleudert und woanders verbrannt. Das wird den
Planeten nicht retten, auch wenn es hilft, die Ziele bei der
Reduktion von CO2-Emissionen der USA zu erreichen.“
(03.08.2015) +++
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/barackobama/11781299/Going-green-is-a-worthy-goal-but-not-at-any-price.html

+++ Zeitmangel kann Projekt scheitern lassen

Le Temps – Schweiz. Obama fehlt schlichtweg die Zeit, um sein
ehrgeiziges Klimaprojekt durchzubringen, analysiert die
liberale Tageszeitung Le Temps: „Da sich Obamas
Präsidentschaft ihrem Ende nähert, kann er sich erlauben,
seine Gegner stärker zu provozieren. Dies gilt sowohl für
seine Bemühungen, eine Begrenzung der Treibhausgase
durchzusetzen als auch für die Aufnahme von Gesprächen mit
Iran und Kuba. Seinem jüngsten Vorstoß haftet jedoch ein
großer Mangel an: Gegen seine republikanischen Gegner steht
ihm ein harter Kampf bevor, denn sie haben bereits mitgeteilt,
dass sie einen juristischen Guerillakrieg gegen sein Projekt
führen wollen. Allerdings fehlt dem Präsidenten nun eines der
wichtigsten Mittel zum Erfolg: Zeit. Wenn sein Lager das
nächste Rennen um das Weiße Haus verliert, wird sein Kreuzzug
wohl nur Show bleiben.“ (04.08.2015) +++
http://www.letemps.ch/Page/Uuid/9b4695b2-3a19-11e5-9458-9f31f164eeae/Coup_de_poker

+++ Obamas CO2-Pläne sind Revolution

Trouw – Niederlande. Obamas Pläne könnten den Durchbruch beim
globalen Klimaschutz bedeuten, glaubt die christliche
Tageszeitung Trouw: „Sein Versprechen, den CO2-Ausstoß binnen
15 Jahren um 32 Prozent zu reduzieren, ist ehrgeizig. Wenn
Obama dies verwirklicht, sind die USA zwar noch lange keine
Vorreiter beim Klimaschutz. Aber sie ziehen auf einen Schlag
gleich mit Europa. … Dass die USA den Anschluss finden, ist
politisch gesehen eine Revolution. … Entscheidend ist hier
vor allem der Einfluss auf die weltweite Klimadebatte. Gerade
weil die USA sich kategorisch weigerten, den Kyoto-Vertrag zu
unterzeichnen, konnten auch viele andere Länder passiv
bleiben. Vielleicht gibt es international nun endlich mehr
Ambitionen. Der Plan von Obama ist gut durchdacht und
verspricht inhaltlich viel mehr als die leeren Worte Chinas.“
(04.08.2015) +++
http://www.trouw.nl

+++ Rückenwind für Klimakonferenz in Paris

La Repubblica – Italien. Der Vorstoß von US-Präsident Barack
Obama verleiht der Weltklimakonferenz in Paris neues Gewicht,
freut sich die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: „Wie
(fast) alle Präsidenten in ihrer zweiten Amtszeit, sorgt sich
Obama um sein politisches Erbe.

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