Flugzeugabsturz in Südfrankreich

Flugzeugabsturz in Südfrankreich

Einen Tag nach dem Absturz eines Airbus A320 auf dem Weg von
Barcelona nach Düsseldorf reisen Frankreichs Präsident
François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Spaniens
Premier Mariano Rajoy zum Unglücksort in den französischen
Alpen. Die Presse zeigt sich erschüttert von der Katastrophe
und sieht Europa in Trauer vereint.

+++ Europäische Familie vereint in Trauer

Corriere della Sera – Italien. Nach dem Absturz trifft sich
Präsident François Hollande am heutigen Mittwoch mit
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Spaniens Ministerpräsident
Mariano Rajoy an der Absturzstelle. Europa findet in der Trauer
zur Einheit, kommentiert die liberal-konservative Tageszeitung
Corriere della Sera: „Eine gute Familie weiß, sich in der
Trauer zu vereinen. Und die europäische Familie – von
gewalttätigen Fanatikern von außen bedroht, intern von
unverantwortlichen Populisten verunglimpft – zeigt in diesen
Stunden, dass sie nicht mehr schlecht als recht standhält,
sondern dass sie wirklich zusammensteht. Wir haben für einen
Tag die Dinge vergessen, die uns trennen. Wir haben es
verstanden, das zu sehen, was uns verbindet. Wie seinerzeit im
Januar, nach den Pariser Attentaten. Wir lernen aus dem
Schmerz.“ (25.03.2015) +++
http://www.corriere.it/

+++ Gedenken statt Spekulationen

La Croix – Frankreich. Solange noch keine Klarheit über die
Ursache des Flugzeugabsturzes besteht, kann man nichts anderes
tun, als der Opfer zu gedenken, schreibt die katholische
Tageszeitung La Croix: „Sollte sich herausstellen, dass die
Katastrophe von Terroristen verursacht wurde, würde das
Ereignis selbstverständlich eine außergewöhnliche Bedeutung
bekommen. Doch am Dienstagabend waren wir noch im Unklaren. So
konnte man nichts anderes tun, als den Opfern des Unfalls seine
Gedanken zu widmen. An einem Frühlingsmorgen waren sie in
Barcelona in ein Flugzeug nach Düsseldorf gestiegen. Eine
banale Reise wie es täglich tausende gibt. Sie waren Deutsche,
Spanier und Angehörige anderer Nationen. Den ersten
Informationen zufolge waren zwei Babys an Board sowie 16
Jugendliche auf dem Rückweg von einer Schulreise. Seit Mittag
sind es 150 Familien, deren Leben für immer erschüttert sind.
Durch einen absurden Unfall an einem paradiesischen Fleckchen
Erde.“ (24.03.2015) +++
http://www.la-croix.com/Editos/Crash-de-l-Airbus-A320-une-fin-absurde-2015-03-24-1294872

+++ Absturz erschüttert Vertrauen ins Fliegen

Lidové noviny – Tschechien. Ist Fliegen wirklich sicher, fragt
man sich automatisch nach jedem Unglück wie dem des Airbusses
der Germanwings, konstatiert die konservative Lidové noviny:
„Es ist sicher, antworten kompetente Behörden und deren
Zahlen. Global gesehen stimmt das auch. 1989 kam es zu 35
tragischen Unglücken, im vergangen Jahr nur zu elf. … Der
Durchschnittsmensch vergleicht Flugzeuge mit Autos. Die
Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall zu sterben, ist 75 mal
höher als die Möglichkeit, in den Trümmern eines Flugzeuges
zu enden. Weshalb fürchten wir uns dennoch weniger, in ein
Auto zu steigen? Nun, Zahlen haben eine Schwäche. Sie rechnen
nicht mit der Psyche des Menschen, wie sie sich in
zehntausenden Jahren in seinem Überlebenskampf herausgebildet
hat. Und die sagt, dass ein Mensch im Auto mehr oder weniger
Herr seines Schicksals ist. Anders als im Flugzeug. Diese
Erfahrung schlägt jede Statistik.“ (25.03.2015) +++
http://www.lidovky.cz

+++ Sicherheit von Billigairlines prüfen

Savon Sanomat – Finnland. Nach dem Absturz des Airbus A320 hofft
die liberale Tageszeitung Savon Sanomat auf eine umfassende
Aufklärung der Absturzursache: „Die Flugbedingungen am
Absturzort waren offensichtlich normal. … Hatte die Maschine
ein technisches oder ein bauliches Problem? War es ein
Terroranschlag? Warum flog die Maschine ungewöhnlich niedrig
und zudem nicht auf der üblichen Route? … Wenn es ein
Problem gab, ist seine Aufklärung von großer Bedeutung, denn
es kann so oder ähnlich auch bei anderen Airbus A320
auftreten. … Außerdem müssen die Sicherheitspraktiken der
Billigairline untersucht werden. Wenn Billig-Fliegen unsicher
wird, werden viele Kunden vermutlich bereit sein, etwas mehr zu
zahlen, wenn sie dafür eine größere Chance haben, sicher ans
Ziel zu kommen.“ (25.03.2015) +++
http://www.savonsanomat.fi/mielipide/artikkelit/jokin-selitys-on-saatava/2012213

POLITIK

+++ AKP wird niemals Frieden mit Kurden schließen

Taraf – Türkei. Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hat
am kurdischen Neujahrsfest Newroz am Samstag seine Anhänger
dazu aufgerufen, eine Ära des Friedens mit der Türkei zu
beginnen. Doch die AKP-Regierung ist für eine Lösung im
Kurdenkonflikt nicht bereit, klagt die liberale Tageszeitung
Taraf: „Die kurdische Seite unternimmt von Newroz zu Newroz
immer weitere Schritte in Richtung Frieden, doch die Regierung
macht aus Unkenntnis und Inkompetenz und vor allem wegen
Erdoğans Wahlkalkulationen nach dem Waffenstillstand keine
weiteren Schritte. … Sie kann es nicht und wird es wohl auch
nie tun. Dagegen betont Öcalan in seinem letzten Brief wie
zuvor schon mit starken Aussagen die Zugehörigkeit der
politischen Kurdenbewegung zur Türkei. … Doch sie haben
keinen Verhandlungspartner. Die Kurdenbewegung hat anders als
die Regierung ihre Politik definiert und die Initiative
ergriffen, doch um Dialog in Verhandlungen und einen
Waffenstillstand in einen dauerhaften Frieden zu verwandeln
braucht es zwei Seiten.“ (24.03.2015) +++
http://www.taraf.com.tr/yazarlar/tarihi-newrozlar/

+++ Cameron schießt sich im Wahlkampf ins Knie

Financial Times – Großbritannien. Der britische Regierungschef
David Cameron hat in einem BBC-Interview am Montag eine dritte
Amtszeit als Premier ausgeschlossen. Das war, sechseinhalb
Wochen bevor er erst zum zweiten Mal gewählt werden will, ein
schwerer Fehler, urteilt die konservative Tageszeitung
Financial Times: „In den meisten modernen Demokratien versuchen
Parteiführer, die sich um Macht bemühen, den Eindruck
grenzenloser Energie zu erwecken. Dieser wird sehr schnell
getrübt, wenn sie auch nur in kleinster Weise ihre politische
Sterblichkeit andeuten. Als Tony Blair 2004 eine ähnliche
Ankündigung machte, indem er eine vierte Amtszeit für sich
ausschloss, ging das umgehend zu Lasten der Autorität des
Chefs der Labour-Partei.“ (24.03.2015) +++
http://www.ft.com

+++ De Wever biedert sich bei Rechtsextremen an

De Morgen – Belgien. Bart de Wever, Chef der
flämisch-nationalistischen Partei N-VA und Bürgermeister von
Antwerpen, hat mit einem TV-Interview Empörung ausgelöst, in
dem er Rassismus in Flandern als Randerscheinung
herunterspielte. Die linksliberale Tageszeitung De Morgen ist
über den Auftritt nicht überrascht: „Dass Flamen eigentlich
keine Rassisten sind, sondern höchstens mal rassistisch
reagieren, wenn die unverschämten Berber ihr eigenes Versagen
auf den angeblichen existierenden Rassismus abschieben. …
Derlei Äußerungen stehen doch schon lange in den Konzepten,
mit denen die N-VA öffentliche Auftritte vorbereitet. … Die
N-VA hat die letzten Wahlen gewonnen, weil sie massenhaft
Wähler der [rechtsextremen] Vlaams Belang und Zwarte Zondag
angelockt hat. Dieser Wählergruppe muss man ab und zu einen
Knochen zuwerfen. Ohne dabei allzu widerlich aufzutreten, aber
dennoch nach dem Motto: ‚Uns‘ kann man nichts vorwerfen. Die
Schuld liegt bei den anderen: Den Berbern, versagenden
Politikern, politischen Gegnern.“ (25.03.2015) +++
http://www.demorgen.be/opinie/n-va-moet-zijn-zuidflank-af-en-toe-een-bot-toewerpen-a2263243/

REFLEXIONEN

+++ Geoffroy de Lagasnerie über die Fehler bei der
Terrorbekämpfung

Le Monde – Frankreich. Frankreichs Premier Manuel Valls hat am
vergangenen Donnerstag einen Gesetzentwurf über zusätzliche
Mittel für Polizei und Geheimdienste zur Terrorbekämpfung
vorgestellt. Das ist genau der falsche Ansatz, um die
Gewaltspirale zu durchbrechen, meint der Philosoph und
Soziologe Geoffroy de Lagasnerie in der linksliberalen
Tageszeitung Le Monde: „Wir haben es mit der Zurschaustellung
einer repressiven Konzeption staatlichen Handelns zu tun. Wobei
sich der Staat damit zufrieden gibt, auf das zu reagieren, was
in der Welt passiert, indem er die Mittel für die
Sicherheitskräfte aufstockt. Was würde es hingegen heißen,
wenn man auf terroristische Bedrohungen mit mehr sozialer
Gerechtigkeit, mehr Demokratie und weniger Gewalt reagieren
würde? Was würde es bedeuten, das staatliche Handeln vor
allem auf soziale Strukturen und deren Transformation
auszurichten, also stärker auf die Ursachen der Phänomene,
die wir bekämpfen wollen, als auf die Effekte, die diese
verursachen? Auf diese wichtigen Fragen hätte man Antworten
finden sollen. … Indem Manuel Valls die gleiche zum Scheitern
verurteilte Linie wie die USA einschlägt, verdammt er uns dazu,
die gleichen Fehler wie sie zu wiederholen. Wir werden die
wahren Probleme unangetastet lassen und somit in einer Phase
stagnieren, die von Angst, Gefahr und Verletzbarkeit geprägt
ist, woraus sich wiederum die Gewaltspirale nährt.“
(24.03.2015) +++
http://www.lemonde.fr

WIRTSCHAFT

+++ Halber Mindestlohn für Jugendliche ist unfair

De Volkskrant – Niederlande. In den Niederlanden protestieren
junge Arbeitnehmer gegen die Regelung, wonach der Mindestlohn
für Beschäftigte zwischen 18 und 23 Jahren bis zu 50 Prozent
niedriger ist als der allgemein gültige Mindestlohn. Die
Proteste sind mehr als gerechtfertigt, findet die linksliberale
Tageszeitung De Volkskrant: „Die Arbeitgeber nutzen den
Mindestlohn für Jugendliche dankbar aus. Die Verdrängung von
festen ‚erwachsenen‘ Mitarbeitern durch Studenten oder Schüler
ist schon seit ein paar Jahren im Gange und passiert aufgrund
des niedrigeren Mindestlohns für Jugendliche. … Das Argument
der Arbeitgeber, dass ohne den niedrigeren Mindestlohn Jobs für
ungelernte Arbeitnehmer verschwinden würden, entbehrt jeder
Grundlage. Wer würde denn sonst die Regale in den
Supermärkten füllen oder das Fleisch für die Hamburger auf
dem Grill umdrehen? … Der Lohnunterschied zwischen
Jugendlichen und Erwachsenen verzerrt den Arbeitsmarkt. Diese
Art der Diskriminierung aufgrund des Alters der Beschäftigten
kann man den jungen Arbeitnehmern nicht mehr verkaufen.“
(25.03.2015) +++
http://www.volkskrant.nl/

GESELLSCHAFT

+++ Facebook-Klage zeigt Macht der Verbraucher

taz – Deutschland. Der Europäische Gerichtshof behandelt seit
Dienstag eine Klage des Österreichers Max Schrems gegen
Facebook und prüft, ob der US-Konzern sich an
EU-Datenschutzrecht halten muss. Für die linke Tageszeitung
taz illustriert der Fall zwei Dinge: „Erstens sind Verbraucher
keineswegs so machtlos, wie gerne angenommen. Auch der jetzige
Kläger vor dem EuGH, der Jurist Max Schrems, hatte zunächst
klein angefangen und einfach mal bei Facebook die zu ihm
gespeicherten Daten angefordert – und 1.200 Seiten bekommen.
… Zweitens: Wenn schon ein einzelner Nutzer so viel bewegen
kann – was könnten dann erst Regierungen reißen? Gesetzgeber,
die sich nicht vor vermeintlich übermächtigen Konzernen und
der US-Regierung wegducken, sondern den Mut hätten, sich klar
für den Verbraucher, den Bürger und dessen Rechte zu
positionieren? … Das Bundesinnenministerium [jedoch] hat eine
deutsche Stellungnahme im Facebook-Verfahren blockiert.“
(25.03.2015) +++
http://taz.de/Kommentar-Klage-gegen-Facebook/!156997/

+++ Kampagne gegen Balkan-Einwanderer ist Unfug

Tages-Anzeiger – Schweiz. Junge Männer aus Einwandererfamilien
aus dem ehemaligen Jugoslawien haben an einer Schule in der
Ostschweiz offenbar ihre Mitschülerinnen drangsaliert. Die
Gewalt darf nicht ignoriert werden, doch das Bild der
integrationsunwilligen „Balkan-Machos“ stimmt nicht, meint der
Tages-Anzeiger: „Die Schweiz hat nicht die falschen Ausländer
rekrutiert, wie rechtsnationale Kreise behaupten, sondern mit
einer falschen Migrationspolitik das Problem verschärft.
Dennoch: Die Integration der Menschen aus dem Balkan verläuft
schneller als jene der Italiener vor 30 oder 40 Jahren. Davon
zeugen nicht nur Baufirmen, Malergeschäfte und Restaurants,
die von Leuten aus dem Balkan hierzulande gegründet, geöffnet
oder geleitet werden. Davon zeugen auch immer mehr
Jungpolitiker, Jungakademiker und gut ausgebildete Handwerker.
Sie sind ein Teil der Schweiz. Und sie werden hier bleiben.
Rückschläge bei der Integration wird es immer wieder geben.
Es ist aber fatal, nur Feindbilder zu bemühen.“ (25.03.2015)
+++
http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Hetze-gegen-eine-halbe-Million-Menschen/story/10311804

+++ Nationalpomp ist Syriza-Regierung unwürdig

The Press Project – Griechenland. Am 25. März gedenken die
Griechen des Aufstands gegen die Herrschaft der Osmanen im Jahr
1821. Dieses Jahr ist nach der Militärparade in Athen ein
großes Fest geplant. Als völlig unangebracht empfindet
Iasonas Triantafyllidis die Feierlichkeiten und schreibt auf
dem Portal ThePressProject: „Eine progressive Regierung sollte
Paraden abschaffen. Dieses veraltete Ritual, von autoritären
Regimen entwickelt, ist bedeutungslos. … Erst recht im Jahr
2015. Ich wünschte, es gäbe jemanden, der ein feines
Empfinden hat, aber auch den Mut, die Paraden abzuschaffen –
vor allem, wenn sich diese Regierung fortschrittlich nennen
will. Stattdessen werden nach der Parade am 25. März Feste und
Tänze vor dem Parlament abgehalten. … Ich hoffte, so etwas
würde ich nicht erleben. Würde besitzen die Menschen und die
Völker, die niemandem etwas schulden und ihr Wort halten.
Tänze, Feste und Paraden sind da sinnlos.“ (24.03.2015) +++
http://www.thepressproject.gr/article/74911

+++ Reklamewände in Polen gehören abgeschafft

NaTemat.pl – Polen. In Warschau gibt es zehn Mal so viele
Reklametafeln wie im deutlich größeren Paris. Um etwas gegen
die ausufernde Außenwerbung in Polen zu unternehmen, hat der
Sejm am Freitag ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Doch
auch dieses reicht nicht, findet der liberalkonservative
Politiker Paweł Pisorski und empfiehlt auf seinem Blog beim
Portal naTemat den Blick nach Luxemburg: „Dies ist zwar ein
Schritt in die richtige Richtung, weil Gemeinden für das
illegale Anbringen von Reklame eine Strafe von maximal 5.000
Zloty [1.200 Euro] verhängen können. … Doch müsste diese
Strafe zehn oder hundert Mal so hoch sein, damit das Gesetz
effektiv ist. In Luxemburg gibt es in der Öffentlichkeit
überhaupt keine großformatige Werbung oder irgendwelche
Reklamewände. Das Land ist zwar klein, aber wirtschaftlich
weit entwickelt. Die Regelung hat man einfach so festgelegt und
alle halten sich daran. Wäre es nicht besser, man würde diese
Lösung übernehmen, anstatt wieder eine Reihe von neuen
gesetzlichen Regelungen zu schaffen?“ (25.03.2015) +++
http://pawelpiskorski.natemat.pl/137603,reklama-zewnetrzna-bierzmy-przyklad-z-luksemburga

MEDIEN

+++ Journalisten oft schlimmer als Online-Söldner

Deutsche Welle – Rumänien. Die von der rumänischen
liberal-konservativen Partei PMP angeheuerten
Internet-Kommentatoren sind mit Bestechungsgeldern bezahlt
worden, die an die frühere Ministerin Elena Udrea geflossen
sind. Das haben die Korruptionsermittlungen gegen die Vertraute
des ehemaligen Präsidenten Traian Băsescu ergeben. Doch diese
Online-Söldner sind nicht schlimmer, als unehrliche
Journalisten, schimpft der rumänische Dienst der Deutschen
Welle: „Der Auftrag der bezahlten Kommentatoren bestand darin,
die Illusion einer erdrückenden Mehrheit zu erwecken. Sie
argumentierten dabei nicht, sondern drückten gespielte
Gefühle aus. Allzu oft geht aber die Presse selbst genau so
vor. … Es gibt viele Beispiele von Situationen, in denen
Medien gezielt Tatsachen mystifiziert haben. … Auch in
verbaler Gewalt und im Predigerton stehen sie in nichts nach.
Es wäre also wenig verwunderlich, dass die heute an den
Pranger gestellten Kommentatoren sich im Vergleich zu den
Weißkragen, die im großen Stil und bewusst irreführen, eher
wie Kleinkriminelle empfinden.“ (25.03.2015) +++
http://www.dw.de/mercenarii-opiniei-%C5%9Fi-problema-sincerit%C4%83%C5%A3ii/a-18336735

LOKALE FARBEN

+++ Die Magyaren sind ein vergrämtes Volk

Népszabadság – Ungarn. Laut einer europaweiten Studie gehören
die Ungarn zu jenen Menschen in Europa, die am unglücklichsten
sind. Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság erklärt,
wie es zu dem Gram der Menschen kommt: „Unsere Regierung wird
jetzt wohl Druck auf jene Ratingagenturen ausüben, die das
Glück messen. Schließlich geht es nicht an, dass wir in
Sachen Zufriedenheit in der Kategorie Ramsch sind. … Was an
anderen Ländern auffällt: Die Menschen klagen nicht ständig
über ihre Befindlichkeiten. Auch herrscht anderswo weniger
Aggressivität als bei uns. … Hinzu kommt, dass Frauen im
öffentlichen Leben viel präsenter und die Staatsapparate
nicht so korrupt sind (abgesehen von Österreich, doch schreibt
dort zumindest die Presse darüber). Es wird auch mehr für
Bildung ausgegeben als für repräsentative Gebäude. Und es
wird, etwa in Dänemark, nicht ständig darüber gejammert,
warum man nicht glücklich genug ist.“ (24.03.2015) +++
http://nol.hu/velemeny/-minek-orulnek-1523845

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