Ebola

WHO für unerprobte Ebola-Mittel

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika sollen auch an Menschen unerprobte Medikamente eingesetzt werden. Das sei ethisch vertretbar, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag. Der Westen darf das Virus nicht länger ignorieren, fordern Kommentatoren, denn in Afrika steht auch das Schicksal anderer Kontinente auf dem Spiel.

+++ Schnelles Handeln wird Epidemie eindämmen

Mladá fronta Dnes – Tschechien. Für eine Ebola-Panik besteht
in Europa kein Grund, glaubt der Vorsitzende der tschechischen
vakzinologischen Gesellschaft, Roman Prymula, in einem
Gastbeitrag für die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes.
Doch man müsse jetzt schnell handeln: „Das Ebola-Virus ist
zweifellos hoch infektiös. Der Mechanismus seiner Verbreitung
über den Austausch von Körperflüssigkeiten ist jedoch viel
weniger gefährlich als bei anderen Epidemien. Das bedeutet,
dass wir gegen Ebola kämpfen können. Wichtig ist jedoch, die
Kräfte dafür rechtzeitig zu mobilisieren. Ein weiteres
Zögern könnte katastrophale Folgen haben. … Die große
Gefahr liegt darin, dass die Epidemie die Grenzen der drei
ursprünglich betroffenen afrikanischen Staaten bereits
überschritten hat. Je später wir wirklich scharfe Anordnungen
treffen, desto mehr werden die Kosten für die Bekämpfung
steigen. Wir müssen uns bewusst machen, dass jetzt in Afrika
auch das Schicksal der übrigen Kontinente auf dem Spiel steht.
… Fürchten müssen wir uns aber nicht. Es würde auch nicht
helfen. Wir müssen vor allen Dingen etwas tun.“ (13.08.2014)
+++
http://www.mfdnes.cz

+++ Totale Ignoranz des Westens

Le Soir – Belgien. Ebola bedroht auch die westliche Welt, die
ihre Ignoranz gegenüber dem Virus endlich aufgeben muss,
fordert die liberale Tageszeitung Le Soir: „Die hoffnungslosen
Fälle, das waren am Anfang die anderen. Sie waren weit weg,
arm, unwissend und abergläubisch. Der Ebola-Virus ließ ihnen
keine Chance und vier Jahrzehnte lang galt die Quarantäne als
einzige Medizin. Sollen sie doch sterben und wir verlieren kein
Wort mehr darüber. … Es gab kaum Forschung, denn sie war
wenig rentabel und erbrachte fast keine Ergebnisse. Warum
sollte man sich um jene sorgen, die am Ende der Welt leben, in
verlassenen oder von unverständlichen Kriegen heimgesuchten
Regionen? Wie kann man nicht verstehen, dass die Opfer von
Ebola oder anderen, nicht genügend bekämpften Krankheiten
unsere Nachbarn sind, die auf der Straße und in Flugzeugen zu
uns kommen und an deren Seite wir einen unbeschwerten Urlaub
verbringen?“ (12.08.2014) +++
http://www.lesoir.be/623074/article/debats/editos/2014-08-12/ebola-luxe-l-indifference

+++ Virus an der Wurzel bekämpfen

El País – Spanien. Der erste durch die in Westafrika
grassierende Ebola-Epidemie angesteckte Europäer ist am
Dienstag der Krankheit erlegen. Der spanische Missionar Miguel
Pajares hatte für eine Nichtregierungsorganisation in Nigeria
Opfer der Epidemie betreut, an der seit Februar bereits über
1.000 Menschen gestorben sind. Die linksliberale Tageszeitung
El País fordert einen international koordinierten Kampf gegen
das tödliche Virus: „Die Situation ist so ernst, dass die
Ethik-Kommission der WHO erklärte, dass das Ausprobieren
jeglicher Behandlungsmethoden am Menschen, die bei
Tierversuchen auch nur irgendeine Wirkung gezeigt haben, ’nicht
nur ethisch ist, sondern ein moralischer Imperativ‘. Noch nie
war die enge internationale Zusammenarbeit so wichtig, um die
Verbreitung der Epidemie in Westafrika zu verhindern. Das so
ungeheuer gefährliche Virus muss an der Wurzel und an seinen
Ursprungsorten bekämpft werden.“ (13.08.2014) +++
http://elpais.com/elpais/2014/08/12/opinion/1407862807_393448.html

POLITIK

+++ Irak vor al-Maliki schützen

Avvenire – Italien. Im Irak ist der bisherige stellvertretende
Parlamentspräsident Haider al-Abadi vom Präsidenten
beauftragt worden, eine neue Regierung zu bilden. Der noch
amtierende Ministerpräsident des Irak, Nuri al-Maliki,
kritisierte dies scharf. Er klammert sich an die Macht und
stürzt das Land ins Verderben, befindet die katholische
Tageszeitung Avvenire: „Der Einzige, der nichts begreift, ist
er. Oder vielleicht hat er es begriffen, doch weigert er sich,
den Verlust der Macht hinzunehmen, die er jahrelang auf das
Übelste ausgenutzt hat. Es ist offenkundig, dass der
scheidende Premier Nuri al-Maliki Teil des Problems im Irak
ist. Folglich kann er nicht Teil der Lösung sein. … In all
den Jahren an der Macht hat al-Maliki immer wieder beteuert, er
wolle allen Irakern Sicherheit geben und den Staat einen. Doch
er hat genau auf das Gegenteil hingearbeitet, auf den Zerfall
des Landes: Er schürte die Spaltung immer weiter und trieb
schließlich die sunnitische Minderheit wieder in die Arme des
Extremismus.“ (13.08.2014) +++
http://www.avvenire.it/

+++ Putin plant Militäroffensive in Ostukraine

Polityka Online – Polen. Die Regierung in Kiew verweigert einem
Transport russischer Hilfsgüter in die Ostukraine die
Einreise, weil sie fürchtet, dass unter dem Deckmantel einer
karitativen Initiative Waffen an Separatisten geliefert werden.
Nun hat Moskau Deutschland um Unterstützung gebeten. Der Westen
sollte nicht auf diesen PR-Trick hereinfallen, warnt das
linksliberale Nachrichtenportal Polityka Online: „Was für ein
Zynismus: Moskau bittet um Hilfe für die Opfer eines
Bürgerkriegs, den es selbst zu verantworten hat. Derweil muss
man Russlands Aktionen unbedingt in der Ukraine aufhalten,
bevor es zu spät ist. Putin setzt mit Sicherheit darauf, dass
die Nato ihre Flugzeuge nicht gegen die Separatisten einsetzen
wird. Und das schon gar nicht gegen einen gepanzerten
humanitären Konvoi. … Jetzt vergießt er auch noch
Krokodilstränen über das Los der Zivilbevölkerung in der
Ostukraine. Damit will er die Welt aber nur darüber
hinwegtäuschen, dass er vorhat, dort auch militärisch zu
intervenieren.“ (13.08.2014) +++
http://szostkiewicz.blog.polityka.pl/2014/08/12/krokodyle-lzy-rosji-czyli-pancerne-kolumny-humanitarne/

+++ EU muss Verhältnis zur Türkei überdenken

euinside – Bulgarien. Nach dem Sieg Erdoğans bei der
Präsidentschaftswahl in der Türkei muss die EU ihr
Verhältnis zur Türkei grundlegend überdenken, meint das
Online-Portal euinside: „Nachdem letztes Jahr Millionen
Menschen gegen Erdoğan und seinen totalitären Führungsstil
protestiert haben, setzt sein Wahlsieg nun ein klares Zeichen.
Erdoğan hat die Proteste gegen ihn mit Gewalt
niedergeschlagen. Er verfolgte Andersdenkende, unterdrückte
Medien, Journalisten und Blogger. Zwar hat er es nicht
geschafft, Twitter und Youtube zu verbannen, doch das Fehlen
einer starken Opposition, die verhinderte Meinungsvielfalt und
sein politisches Monopol sicherten ihm den Wahlsieg. All das
stellt die EU als Wertegemeinschaft vor eine riesige
Herausforderung. Denn es wird immer deutlicher, dass Erdoğan
und seine Wähler die Werte der EU nicht teilen. Es ist
höchste Zeit, dass die EU ihr Verhältnis zur Türkei einer
tiefgreifenden Analyse unterzieht. Der Wahlsieg Erdoğans hat
gezeigt, dass die EU-Integration der Türkei immer
unwahrscheinlicher wird.“ (11.08.2014) +++
http://www.euinside.eu/bg/analyses/turkey-is-putinising

+++ Schweizer SVP bereitet Weg in die Diktatur

Tages-Anzeiger – Schweiz. Die nationalkonservative
Schweizerische Volkspartei (SVP) will der Schweizer Verfassung
künftig Vorrang vor dem Völkerrecht sichern. Den Entwurf für
eine entsprechende Volksinitiative stellte SVP-Vizechef
Christoph Blocher am Dienstag in Bern vor. Der Tages-Anzeiger
warnt vor ihren Konsequenzen: „Die Schweiz müsste wohl die
Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) kündigen und den
Europarat verlassen. Und sie würde international zu einer
unzuverlässigen Vertragspartnerin. … Man kann durchaus
bemängeln, dass der Gerichtshof für Menschenrechte, Hüter
der EMRK, weder demokratisch legitimiert noch kontrolliert ist.
Damit bemängelt man aber den Kern des Systems. Grundrechte
wurden geschaffen, um die politische Minderheit vor der
politischen Mehrheit zu schützen. Wenn die Grundrechte
künftig – so wie es sich Blocher vorstellt – ebenfalls von der
politischen Mehrheit bestimmt werden, dann wäre das das Ende
der Demokratie, wie wir sie kennen, und der Beginn der
absoluten Volksherrschaft. Oder, um in Blochers Diktion zu
bleiben: einer Diktatur.“ (13.08.2014) +++
http://www.tagesanzeiger.ch/

+++ In Kroatien siegt der Minderheitenschutz

Novi List – Kroatien. Das kroatische Verfassungsgericht hat am
Dienstag ein Referendum untersagt, dessen Annahme Minderheiten
die Nutzung ihrer Sprache und Schrift erschweren würde.
Ausgangspunkt war ein Streit in Vukovar, wo die kroatische
Mehrheitsbevölkerung die Aufstellung kyrillisch-lateinischer
Schilder an Amtsgebäuden verweigerte, die der serbischen
Minderheit gesetzlich zustehen. Die Kroaten sollten stolz sein
auf dieses Urteil, jubelt die linksliberale Tageszeitung Novi
List: „Mit diesem Akt zeigt Kroatien, dass es eine
zivilisierte, fortschrittliche Gesellschaft sein will, die
Gleichheit und Gleichberechtigung aller seiner Bürger
anerkennt, so auch der Angehörigen nationaler Minderheiten.
… In der Begründung weist das Gericht auf die Grundlagen der
Verfassung hin, die uns dazu anhalten, bessere Menschen zu sein,
bereitwillig Unterschiedlichkeiten anzunehmen und die
individuellen sowie kollektiven Rechte von Minderheiten zu
achten. Es zählt der Mensch und nicht seine Nationalität,
Religion oder Hautfarbe.“ (13.08.2014) +++
http://www.novilist.hr/

REFLEXIONEN

+++ Charles Aznavour wirbt für irakische Flüchtlinge in
Frankreichs Dörfern

Le Figaro – Frankreich. Angesichts hunderttausender Menschen,
die im Irak vor den IS-Milizen flüchten, schlägt der
armenisch-französische Chansonnier Charles Aznavour vor, ihnen
verlassene Dörfer in Frankreich zu überlassen: „In der
derzeitigen Situation müssen Christen, Kurden, Jesiden,
Muslime und Armenier so schnell wie möglich aus ihrem Land
fliehen. … Aber wo sollen sie hin? Und warum nicht nach
Frankreich? Bei meinen jüngsten Tourneen und Reisen durch das
Land habe ich charmante Dörfer gesehen, die heute vollkommen
verlassen sind. Diejenigen, die dort gelebt haben, sind
fortgegangen, warum sollte man sie nicht durch jene ersetzen,
die einen Wohnort brauchen? Warum sollte man diese
‚Geisterdörfer‘ nicht den Flüchtlingen anvertrauen? Diese
hätten die Pflicht, sie wieder aufzubauen, ihnen Leben
einzuhauchen und die zweifellos fruchtbaren Böden zu
bewirtschaften. So könnten sie in Frieden und fast autark
leben. Auch unter ihnen gibt es Maurer, Maler, aber auch
Bäcker, Metzger, Ärzte, Zahnärzte und Mechaniker, deren
Professionalität man nur loben kann. Um ihre Integration mache
ich mir keine Sorgen.“ (13.08.2014) +++
http://www.lefigaro.fr

WIRTSCHAFT

+++ Belgien macht völlig falsche Energiepolitik

De Standaard – Belgien. Der belgische Kernreaktor Doel bei
Antwerpen ist nach einem Zwischenfall bis voraussichtlich Mitte
September außer Betrieb. Laut dem Betreiber verursachte ein
bisher unbekannter Mitarbeiter in der vergangenen Woche ein
Ölleck. Nun rächt sich eine falsche Energiepolitik,
kritisiert die liberale Tageszeitung De Standaard: „Auch zwei
andere Reaktoren bleiben wegen kleiner Risse noch abgeschaltet.
Es ist noch nie vorgekommen, dass wir in den Winter gehen ohne
den Strom aus drei Reaktoren. Strommangel ist also
vorprogrammiert. … Die belgische Energiepolitik hat uns
soweit gebracht, dass wir nun den Elementen ausgeliefert sind.
Nur milde Meeresluft wird uns retten. … Seit Jahren nimmt die
Sicherheit der Stromversorgung ab. Weil wir politisch einfach
nicht entscheiden können, welche Art der Energie wir für
welchen Preis wollen. … Durch Zweifel und Streit wurden aber
in Belgien die Reaktoren vom Sicherheitsgaranten zur größten
Quelle der Unsicherheit.“ (13.08.2014) +++
http://www.standaard.be/

+++ Lettland für Agrar-Embargo entschädigen

Dienas Bizness – Lettland. Um die Auswirkungen des russischen
Agrar-Embargos auf die lettische Wirtschaft abzufedern, müssen
die Politiker des Landes endlich aktiv werden, fordert die
Wirtschaftszeitung Dienas Bizness: „Die lettischen Politiker
hatten genug Zeit, die Auswirkungen der russischen
Gegensanktionen zu ermitteln. Sie hätten lange vor deren
Bekanntgabe nach Brüssel gehen können, ihre Kalkulationen
auftischen und dafür sorgen können, dass der zu erwartende
Schlag für lettische Unternehmen möglichst schwach ausfällt.
… Natürlich ist der Wunsch der Politiker verständlich, die
Gesellschaft vor den Wahlen nicht in Panik zu versetzen. Das
ist wirklich nicht konstruktiv, aber das Leugnen des
Offensichtlichen ist es auch nicht. … Wie weit die Situation
eskaliert, ist zurzeit schwer vorauszusehen. Vieles kann aber
mit einer professionellen Arbeit der Regierung gerettet werden.
Politiker sollten nicht die schwerwiegendsten Sanktionen
erkämpfen, sondern maximal hohe Entschädigungen für
Lettland.“ (11.08.2014) +++
http://www.db.lv/viedokli/db-viedoklis/db-viedoklis-valdibas-dilemma-starp-patiesibu-un-velesanam-418648

GESELLSCHAFT

+++ Robin Williams‘ Suizid typisch für Gesellschaft

Der Tagesspiegel – Deutschland. Über das Tabu-Thema Suizid wird
nur dann gesprochen, wenn Prominente wie US-Schauspieler Robin
Williams sich selbst töten, bedauert der liberale
Tagesspiegel: „Mehr als 10 000 Menschen nehmen sich in
Deutschland jedes Jahr aus eigener Entscheidung das Leben. Das
ist beinahe die dreifache Zahl der Todesopfer, die jährlich
der Straßenverkehr fordert. … Opfer von Gewalttaten, von
Katastrophen, Aidstote – alles kein Vergleich mit der Anzahl
von Selbsttötungen. Und das in einem Land, in dem kein Hunger
herrscht und kein Krieg, in dem das Gesundheitssystem leidlich
funktioniert. Aber niemand schreit auf, eine öffentliche
Debatte findet nicht statt. Suizid ist das letzte Tabuthema der
modernen Gesellschaft. … Der Freitod – ein Wort, das Friedrich
Nietzsche geprägt hat und das von den Nationalsozialisten
verboten wurde – gilt vielen immer noch als etwas
Unrechtmäßiges, Sündhaftes, ja Verbrecherisches. …
Selbsttötungen finden nicht am Rande der Gesellschaft statt.
Sondern mitten in ihr.“ (13.08.2014) +++
http://www.tagesspiegel.de/kultur/freitod-von-robin-williams-suizid-das-letzte-tabuthema/10324348.html

+++ Britische Häftlinge sterben noch zivilen Tod

The Guardian – Großbritannien. Der Europäische Gerichtshof
für Menschenrechte hat das in Großbritannien geltende
generelle Wahlverbot für Häftlinge erneut für rechtswidrig
erklärt. Auf ähnliche Urteile aus früheren Jahren hatte das
Land bislang nicht durch eine Änderung seiner Gesetze
reagiert. Die linksliberale Tageszeitung The Guardian begrüßt
das Urteil als einen Weckruf: „Gefangene sind zur Bestrafung im
Gefängnis – eine weitere Strafe müssen sie dort nicht
erhalten. Die mittelalterliche Vorstellung, dass ein Gefangener
einen ‚zivilen Tod‘ erleidet, seinen Besitz und alle anderen
Rechte verliert, ist schon lange überholt. Gefangene behalten
ihr Eigentum und viele andere Rechte – nicht bloß gesetzlich
festgeschriebene Menschenrechte. … Das gestrige Urteil
bedeutet nicht, dass Europa im Bereich der Justiz Macht an sich
reißt. Doch es erinnert daran, dass das öffentliche Denken in
Großbritannien über Strafen noch immer in alten Kategorien
verharrt – und das ein halbes Jahrhundert nach den letzten
Hinrichtungen durch Hängen.“ (12.08.2014) +++
http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/aug/12/guardian-view-voting-rights-prisoners

+++ Antisemitismus ist niemals harmlos

Kristeligt Dagblad – Dänemark. Die jüdische Gemeinde in
Dänemark hat im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt 29
antisemitische Zwischenfälle verzeichnet und diese Zahl nun
öffentlich gemacht. Vor Naivität gegenüber arabischem
Antisemitismus warnt die christlich geprägte Tageszeitung
Kristeligt Dagblad: „Ein schwedischer Bericht zeigt, dass
arabischer Antisemitismus nicht so ernst genommen wird wie
Antisemitismus, der auf einer Nazi-Ideologie begründet ist –
vielleicht, weil man gerne Verständnis für die Palästinenser
zeigen will. Doch Antisemitismus muss klar und deutlich begegnet
werden, unabhängig davon, was sein Hintergrund ist. Es darf
nicht sein, dass es in Dänemark Gegenden gibt, in die man
nicht gehen kann, ohne verunglimpft zu werden, weil man ein
religiöses Symbol trägt – egal ob es eine jüdische Kippa
oder ein muslimischer Schleier ist. In Dänemark darf man sich
gerne kritisch über das Vorgehen Israels in Gaza äußern –
aber Antisemitismus darf niemals akzeptiert werden.“
(13.08.2014) +++
http://www.kristeligt-dagblad.dk/leder/2014-08-13/uacceptabelt-j%C3%B8de-had-i-danmark

+++ Malteser eine Gesellschaft von Regelbrechern

The Malta Independent – Malta. Ein Rettungshubschrauber mit
einem Patienten an Bord hat am Samstag in Malta wegen eines
geparkten Autos nicht auf dem Heliport eines Krankenhauses
landen können. Wieder einmal zeigt sich die
Rücksichtslosigkeit der Malteser, schimpft die
liberal-konservative Tageszeitung The Malta Independent: „Malta
hatte schon immer ein Problem damit, dass sich ein beachtlicher
Teil der Bevölkerung schlicht nicht an Regeln, Anordnungen und
soziale Normen hält. Wir sehen das täglich. Menschen werfen
Abfall auf die Straße, parken rechtswidrig, drängeln sich
vor, trinken auf der Straße, rauchen in Gebäuden. Wir sind
eine Gesellschaft von Regelbrechern. Doch es geht nicht nur ums
Brechen von Regeln, sondern auch um die bloße Geringschätzung
und Missachtung einiger Menschen gegenüber anderen, indem sie
Dinge tun, die negative Folgen für andere haben könnten. …
Der aktuelle Fall war dafür nur ein weiteres Beispiel.“
(12.08.2014) +++
http://www.independent.com.mt/articles/2014-08-12/leader/law-of-the-jungle-the-land-where-anything-goes-6177619969/

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