Mehr als sechs Millionen Syrer auf der Flucht

Vor dem Bürgerkrieg in Syrien sind nach Einschätzung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mittlerweile mehr als zwei Millionen Menschen ins Ausland geflohen, mehr als vier Millionen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Der Westen muss den Flüchtlingen helfen und die Länder unterstützen, die sie aufnehmen, fordern Kommentatoren und warnen, dass ein Militäreinsatz die Situation weiter verschärfen würde.

+++ Angst vor Militäreinsatz verschärft die Lage

Diário de Notícias – Portugal. Ein Militäreinsatz gegen das
syrische Regime würde die Zahl der Flüchtlinge noch in die
Höhe treiben und die katastrophale humanitäre Lage weiter
verschärfen, warnt die liberal-konservative Tageszeitung
Diário de Notícias: „Mehr als zwei Millionen Syrer haben sich
mittlerweile über die Grenzen gerettet, mehr als die Hälfte
davon allein in den letzten sechs Monaten. Und die Zahl der
Flüchtlinge – die meisten Kinder und Jugendliche unter 17
Jahren – steigt mit jedem Tag weiter an, mit dem eine
militärische Intervention des Westens gegen das syrische
Regime wahrscheinlicher wird. Leider unterscheiden
Tomahawk-Raketen nicht zwischen Soldaten und Zivilisten. …
Und während Generationen von Syrern – ebenso wie ihr Land –
verloren gehen, bemühen sich die Demokratien nicht nur viel zu
wenig darum, die Situation derjenigen zu verbessern, die fliehen
konnten, sondern scheinen auch noch dazu bereit, eine illegale
Bestrafung zu unterstützen, die ohne Zustimmung des
UN-Sicherheitsrats erfolgen wird.“ (04.09.2013) +++
http://www.dn.pt/inicio/opiniao/editorial.aspx?content_id=3402195

+++ Westen muss syrischen Flüchtlingen helfen

De Volkskrant – Niederlande. Die westlichen Länder müssen auf
den Flüchtlingsstrom aus Syrien reagieren, fordert die
linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: „In diesem Jahr
wollen die Niederlande maximal 50 syrische Flüchtlinge
aufnehmen. Nächstes Jahr dürfen es 100 werden, noch immer
beschämend wenig. … Das Wichtigste ist, dass die westlichen
Länder, auch die Niederlande, mehr Geld in Syriens
Nachbarländer schicken, um zu verhindern, dass diese unter der
Last des Flüchtlingsstroms zusammenbrechen. Befürworter einer
Militärintervention in Syrien werfen den westlichen Ländern
vor, dass sie ihrer Pflicht nicht nachkommen, die syrischen
Bürger gegen das Regime von Präsident Assad zu schützen. Ob
ein militärisches Eingreifen in dem Krieg die richtige Antwort
ist, ist sehr fraglich. Aber es steht fest, dass die westlichen
Länder die Pflicht haben, den geflüchteten Syrern zu helfen.“
(04.09.2013) +++
http://www.volkskrant.nl/

+++ Aufnahmeländer nicht im Stich lassen

Trud – Bulgarien. Bulgarien bereitet sich in diesen Wochen auf
einen verstärkten Zustrom syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge
vor, denn viele von ihnen gelangen über die Türkei in das
EU-Nachbarland. Doch Bulgarien ist finanziell nicht in der
Lage, angemessene Hilfe zu leisten, warnt die Tageszeitung
Trud: „Gemäß internationalen Vereinbarungen sind wir
verpflichtet, Flüchtlingen Unterkunft, Essen und eine
medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. … Warum
hat die Regierung also nicht schon längst Finanzhilfen der
Europäischen Union gefordert, noch dazu wo dort ausgerechnet
eine Bulgarin [Kristalina Georgieva als Kommissarin] für
humanitäre Hilfe und Krisenschutz zuständig ist? Als ärmstes
EU-Mitgliedsland brauchen wir uns nicht zu schämen, die
reicheren um Unterstützung zu bitten. Andernfalls besteht die
Gefahr von Spannungen zwischen der bulgarischen Bevölkerung
und den Flüchtlingen. Die Syrer würden sich gezwungen sehen,
weiter nach Westen zu ziehen. Das wiederum würde die EU noch
teurer zu stehen kommen.“ (03.09.2013) +++
http://www.trud.bg/Article.asp?ArticleId=2277160

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+++ Neu: euro|topics-Außenansichten
Die Presseschau euro|topics beobachtet nun auch Medien
außerhalb Europas: Zu aktuellen Themen des Weltgeschehens
bieten wir Ihnen regelmäßig interessante Meinungsbeiträge
aus aller Welt. +++
http://www.eurotopics.net/de/home/presseschau/archiv/results/?where=presseschau&searchwords=außenansichten%3A&search=Suche

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POLITIK

+++ Syrien-Intervention kann Türkei destabilisieren

Milliyet – Türkei. Die Türkei fordert seit Monaten einen
Regimewechsel in Syrien und befürwortet deshalb eine
militärische Intervention im südlichen Nachbarland. Diese
birgt aber eine Reihe von Gefahren, warnt die konservative
Tageszeitung Milliyet: „Erstens könnte das Assad-Regime die
Türkei mit C-Waffen oder anderen Raketen beschießen.
Zweitens könnten weitere Terror-Anschläge wie der in
Reyhanlı verübt werden. Drittens könnte es zu Provokationen
kommen, die die konfessionellen Spannungen in der Türkei
[zwischen Aleviten und Sunniten] steigen lassen. Viertens
könnten Aktionen stattfinden, die den Friedensprozess [mit der
kurdischen PKK] torpedieren könnten. Das PKK-Problem könnte
zurückkehren, die Kurdenfrage wieder unlösbar werden. … Es
muss betont werden, dass uns mit Blick auf diese Gefahren weder
die USA noch die Nato helfen werden. Die Türkei muss sich
selbst schützen. Das müssen wir wissen.“ (04.09.2013) +++
http://dunya.milliyet.com.tr/turkiye-yi-bekleyen-ciddi/dunya/ydetay/1758657/default.htm

+++ Muslimbrüder bei Demokratisierung einbeziehen

Financial Times – Großbritannien. Ein ägyptisches Gericht hat
Montag und Dienstag die Schließung von insgesamt fünf
Fernsehsendern angeordnet, die positiv über die
Muslimbruderschaft berichtet hatten. Damit bricht die neue
Führung ihr Versprechen, das Land zu demokratisieren,
kritisiert die konservative Tageszeitung Financial Times: „Die
Fehler der Bruderschaft zu wiederholen, wird Ägypten keine
Stabilität bringen. Kritische Medien zum Schweigen zu bringen,
vermag vielleicht jene zu beruhigen, die einen autoritären
Regierungsstil gutheißen. Es birgt aber die Gefahr, die
Missgunst jener zu bestärken, die sich bei der Neugestaltung
der Verfassung ausgeschlossen fühlen. Radikalere Gruppierungen
werden vielleicht gewalttätig, wenn sie in den Untergrund
gedrängt werden. … Wenn die Redefreiheit unterdrückt und
bestimmten Gruppen der ägyptischen Gesellschaft die Stimme
verweigert wird, fehlt dem Versprechen der Regierung, das Land
auf den Weg zur Demokratie zu führen, die Glaubwürdigkeit.“
(03.09.2013) +++
http://www.ft.com

+++ Ponta steht nicht zu Rumäniens Goldabbau-Plan

Neue Zürcher Zeitung – Schweiz. Die rumänische Regierung hat
das Gesetzesprojekt zum Goldabbau im siebenbürgischen Roşia
Montana an das Parlament übermittelt. Premier Victor Ponta
will sich angesichts der landesweiten Proteste gegen den Abbau
der Goldvorkommen aus der Verantwortung stehlen, meint die
liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: „Ponta versuchte,
die Verlagerung des Entscheids über Roşia Montana von der
Regierung zum Parlament damit zu begründen, dass es angezeigt
sei, in dieser heiklen Sache die gewählten Vertreter des Volks
nach ihrem Gewissen einen demokratisch legitimierten Beschluss
fassen zu lassen. Viel eher jedoch dürfte das Motiv für
Pontas Verhalten sein, dass seine Regierung zwar auf die
Milliarden schielt, die die Goldförderung an Gewinnbeteiligung
und Lizenzgebühren dem Staat einbringen könnte, angesichts des
Widerstands in der Öffentlichkeit aber für das Projekt nicht
selbst geradestehen will.“ (03.09.2013) +++
http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/gold-will-man–nicht-zyanid-1.18144169

+++ USA müssen Polizist und Wirtschaftsmacht bleiben

Dagens Nyheter – Schweden. Am heutigen Mittwoch beginnt der
zweitägige Besuch von US-Präsident Barack Obama in Schweden.
Die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter erinnert daran, dass
die USA sowohl militärisch als auch wirtschaftlich als starke
Macht gefordert sind: „Fakt ist, dass die Welt einen Polizisten
braucht. Die USA können aber nicht alle Probleme lösen: Irak
und Afghanistan haben die Grenzen ihrer militärischen Macht
aufgezeigt. … Eine demokratische Weltordnung kann niemals von
autoritären Regimes wie dem russischen oder dem chinesischen
geführt werden. Die USA stellen ein Gegengewicht zu China dar,
so wie sie während des Kalten Kriegs das Sowjetimperium in
Schach gehalten haben. … Die Verhandlungen über das
Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA sind
kompliziert. Doch die Chancen, dass es tatsächlich zustande
kommt, sind größer als je zuvor, denn beide Seiten wollen ihr
Wachstum ankurbeln. Die USA müssen in der Welt engagiert
bleiben und sollten weiterhin wirtschaftlichen Liberalismus
anstelle von Protektionismus propagieren.“ (04.09.2013) +++
http://www.dn.se/ledare/huvudledare/den-omistlige-amerikanen/

+++ Baltikum muss Russland nicht fürchten

Diena – Lettland. Die Präsidenten der drei baltischen Staaten
waren vergangene Woche bei US-Präsident Barack Obama in
Washington zu Besuch. Die Vereinigten Staaten schätzen das
Baltikum als Brücke nach Osteuropa und geben ihm deshalb
Sicherheit, freut sich die liberale Tageszeitung Diena: „Obama
hat betont, dass unsere Grenzen ebenso sicher wie die der
anderen Nato-Staaten sind. Die führende Weltmacht hat nochmals
bestätigt, dass wir volle Sicherheitsgarantien genießen und
weiter unbesorgt Beziehungen zu den Nachbarländern Russland,
Belarus und anderen Ex-Sowjetrepubliken knüpfen können, ohne
Angst zu haben, [in Russlands Einflussbereich] zurückgesogen
zu werden. Das ist ein völliger Gegensatz zu dem, was wir
täglich von unseren lettischen Politikern hören: dass wir
noch viel zu wenig Angst vor Russland haben. Auch die USA
wollen, dass Lettland bessere Beziehungen zu Russland pflegt.“
(03.09.2013) +++
http://www.diena.lv/latvija/viedokli/tocs-krievijas-iesaiste-14023160

REFLEXIONEN

+++ Nikos Xydakis über den Realitätsverlust der
selbstzufriedenen Deutschen

Kathimerini – Griechenland. Geschichtsvergessenheit und
Realitätsverlust attestiert der Kolumnist Nikos Xydakis in der
konservativen Tageszeitung Kathimerini den deutschen Politikern
und Wählern im Bundestagswahlkampf: „Die deutschen
Spitzenpolitiker erzählen ihren Landsleuten, was sie beruhigt,
und lassen die Dämonen der unruhigen Welt draußen. Die
Erinnerungskultur, die die ersten Nachkriegsgenerationen so
sehr belastet hat, wird jetzt verbannt. An ihre Stelle tritt
ein heuchlerischer Pragmatismus und der Moralismus des sich
verschanzenden Kleinbürgers. Die Deutschen denken: Egal, was
früher einmal geschehen ist, wir haben hart gearbeitet, die
anderen sind hingegen faul und undankbar. Dieses Stereotyp
verbindet sich mit dem rohen Pragmatismus des Finanzministers
Schäuble und dem Wankelmut von Bundeskanzlerin Merkel. Die
Wochenzeitung Die Zeit hat in diesen Tagen daran erinnert, dass
Deutschland nach dem Krieg dank des US-Marshall-Plans und des
Schuldenerlasses im Londoner Abkommen von 1953 wieder auf die
Beine gekommen ist. … Das heißt, das deutsche
Wirtschaftswunder wurde von etwas ausgelöst, was
Schäuble jetzt den faulen Südländern verweigert. Genau
diese Erinnerung ist gelöscht, die Erinnerung an 1945, an 1953
und an die Wiedervereinigung Deutschlands.“ (03.09.2013) +++
http://www.kathimerini.gr/4dcgi/_w_articles_kathpolitics_1_03/09/2013_516827

WIRTSCHAFT

+++ Nokias Firmenumbau ist vorbildlich

Helsingin Sanomat – Finnland. Der finnische
Telekommunikationskonzern Nokia hat am Dienstag den Verkauf
seiner angeschlagenen Handysparte an den US-Konzern Microsoft
bekanntgegeben. Die Finnen behalten das Netzwerkgeschäft sowie
die Karten- und Navigationsdienste. Nokia geht nun neue Wege,
freut sich die liberale Tageszeitung Helsingin Sanomat: „Wenn
man die Wehmut vergisst, die beim Gedanken an Nokias
großartige Vergangenheit aufkommt, scheint der Deal
konsequent. Das Unternehmen verkauft Entwicklung und
Herstellung der Geräte und behält für sich die neuen
Wachstumsbranchen und immaterielle Güter. Das ist ein gutes
Vorbild für finnische Unternehmen. Heutzutage ist nur
erfolgreich, wer schnell ist, Neues schafft und immaterielle
Rechte kontrolliert. Allerdings ist der Umbau bei Nokia nach
Abschluss des Geschäfts noch nicht abgeschlossen. Der
Netzwerkausrüster NSN übernimmt in der nächsten Zeit eine
wichtige Rolle, muss aber in Zukunft nicht zwangsläufig Nokias
Kern sein. Wahrscheinlich geht der Unternehmensumbau bei Nokia
weiter. Die Möglichkeiten für bedeutende Unternehmenszukäufe
haben sich jetzt verbessert.“ (04.09.2013) +++
http://www.hs.fi/paakirjoitukset/Nokia+uudistaa+j%C3%A4lleen+Suomea/a1378183366937

+++ Schlachthöfe wagen Arbeitnehmerbeteiligung

Kristeligt Dagblad – Dänemark. Immer mehr dänische Schweine
werden aus Kostengründen in Deutschland geschlachtet. Die
Mitarbeiter des Fleischherstellers Danish Crown stimmen deshalb
in zwei Wochen darüber ab, ob sie sich mit einem Teil ihres
Lohns am Unternehmen beteiligen wollen, um ihre Arbeitsplätze
zu sichern. Für die christliche Tageszeitung Kristeligt
Dagblad ein interessantes Experiment: „Es sind nicht mehr die
Ideen der 1970er, in denen es darum ging, durch
Genossenschaften die Demokratie in der Wirtschaft zu verankern.
Trotzdem ist es von Bedeutung, wenn die Angestellten von Danish
Crown eine größere Verantwortung für ihr eigenes Unternehmen
übernehmen. … Arbeitsmarktforscher bezweifeln, dass dieses
Modell auf andere Unternehmen übertragbar ist, aber die Idee
an sich könnte Schule machen. Lohnkürzungen allein werden die
Unternehmen auf lange Sicht nicht retten, doch wenn diese mit
einer größeren Verantwortung für den eigenen Arbeitsplatz
kombiniert werden, hat das Experiment gute
Zukunftsperspektiven.“ (04.09.2013) +++
http://www.kristeligt-dagblad.dk/artikel/523738:Leder–Arbejder-bonde-eksperimentet

GESELLSCHAFT

+++ Frankreichs unverdauliche Schulreform

La République des Pyrénées – Frankreich. Mit dem Beginn des
Schuljahrs am Dienstag wird in Frankreich die wöchentliche
Unterrichtszeit auf viereinhalb statt auf vier Tage verteilt.
Doch nur ein Teil der Schüler muss ab sofort auch am bisher
freien Mittwoch lernen. Für die Regionalzeitung La République
des Pyrénées mal wieder eine schlecht durchdachte Schulreform:
„Viele Kommunen haben die Reform abgelehnt, indem sie
argumentierten, dass sie nicht in der Lage sind, die Kinder
richtig zu betreuen. Die Regierung hat den taktischen Rückzug
angetreten, indem sie die Reform auf zwei Jahre angelegt hat.
Seit gestern sind nur 20 Prozent der Schüler von diesem neuen
Zeitplan betroffen und schon kritisiert man Ungleichheiten in
der Behandlung, je nachdem, ob die Kommunen reich oder arm
sind. Aber hat man sich darum gekümmert, was aus den Kindern
der armen Familien wurde, als die Schulen Mittwoch und Samstag
geschlossen wurden? Jeder weiß, dass einer der Gründe für
die mittelmäßige Leistung der Grundschulen und
weiterführenden Schulen die irrsinnigen Programme sind, die
unverdauliches Wissen der geistigen Bildung vorziehen.“
(04.09.2013) +++
http://www.larepubliquedespyrenees.fr/2013/09/04/un-mammouth-aux-defenses-entaillees,1152249.php

+++ Roger Waters reißt bulgarische Mauern ein

Blog Ivan Bedrov – Bulgarien. Pink-Floyd-Mitbegründer Roger
Waters hat sich am vergangenen Wochenende in Sofia während
seiner Show The Wall Live solidarisch mit den Protesten gegen
Bulgariens Regierung gezeigt. Das bulgarische Wort für
Rücktritt, „Ostawka“, erschien an einer Mauer auf der Bühne.
Über diese Aktion von Waters braucht sich niemand zu wundern,
verteidigt ihn Blogger Ivan Bedrov: „Bereits vor dem Konzert
war klar, dass Roger Waters die dreimonatigen Proteste der
Bulgaren unterstützten wird. … Insofern sind die Versuche
unangebracht, ihn im Nachhinein als verwirrten Menschen
hinzustellen, weil er als Linker den Rücktritt einer linken
Regierung gefordert habe. Ebenso die Vorwürfe, er habe sich in
innenpolitische Angelegenheiten einmischen wollen und dass er
dafür bezahlt worden sei. … Jeder Waters-Fan, den die Geste
des Musikers verwirrt hat, möge sich in Erinnerung rufen,
warum er sich seinerzeit in Pink Floyd verliebt hat. Denn
Waters steht immer noch auf der Seite der Mauer, auf der
Freiheit, Würde und Gerechtigkeit herrschen. Wir hingegen
müssen die Mauer erst durchbrechen.“ (03.09.2013) +++
http://ivanbedrov.com/?p=3594

+++ Kroatiens Opposition ermuntert Gesetzesbrecher

Jutarnji List – Kroatien. In der ostkroatischen Stadt Vukovar
sind am Montag, gemäß der kroatischen Minderheiten-Gesetze,
die ersten zweisprachig kroatisch-serbischen Schilder mit
kyrillischer Schrift angebracht worden. Nur wenige Stunden
später wurden sie von randalierenden Kriegsveteranen
zerstört. Der Vorsitzende der konservativen Oppositionspartei
HDZ Tomislav Karamarko macht den Vandalen Mut, schimpft die
liberale Tageszeitung Jutarnji List: „Erst zwei Tage nach den
Vorfällen äußert sich Karamarko. Und was sagt er dann so
nebenbei? Er fordert von der Regierung, die zweisprachigen
Schilder in Vukovar zu entfernen. … Damit hat er allen Mut
gemacht, die die Gesetze brechen, anstatt die Gewalttaten und
die gefährliche Rhetorik in Vukovar zu verurteilen. Er hat
nicht dazu beigetragen, dass die kroatischen Staatsorgane ihre
Arbeit machen können, sondern hat sich als politischer
Verbündeter der Gesetzesbrecher offenbart. Damit hat er all
denen Recht gegeben, die schon seit langem behaupten, dass
hinter den nationalen Unruhen in Vukovar die HDZ steht.“
(04.09.2013) +++
http://

SPORT

+++ Olympia 2020 wäre für Spanien große Chance

El Mundo – Spanien. Das Olympische Komitee stimmt am Samstag in
Buenos Aires darüber ab, ob die Sommerspiele 2020 in Madrid,
Tokio oder Istanbul stattfinden. Für Spanien wäre die
Veranstaltung eine große Chance, um sich nach fünf Jahren
Wirtschaftskrise der Welt wieder in positiver Weise zu zeigen,
schwärmt die konservative Tageszeitung El Mundo: „Es gibt
keinen Zweifel daran, dass das Sportereignis eine gute
Gelegenheit wäre, sich der Welt mit einem erneuerten Image zu
präsentieren, so wie es bei den Spielen 1992 in Barcelona
geschah, als man großartige Momente der nationalen Euphorie
feierte. Nach fünf Jahren Krise würde es unserem Land sehr
gut tun, die Olympischen Spiele zu organisieren, um Hoffnung
und Vorfreude zurückzugewinnen. Wir glauben, dass Madrid, das
sich bereits zum dritten Mal in Folge bewirbt, ein guter
Kandidat ist.“ (04.09.2013) +++
http://www.elmundo.es/

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