Syrien-Intervention immer wahrscheinlicher

Die USA erwägen offenbar einen Militärschlag gegen Syrien.
Außenminister John Kerry sagte am Dienstag, der Giftgaseinsatz
gegen Zivilisten sei „unbestreitbar“, die Washington Post
berichtete über Planungen für einen zeitlich begrenzten
Einsatz. Die Kommentatoren sind größtenteils skeptisch. Sie
verweisen auf die gescheiterten Missionen im Irak und in
Afghanistan und warnen, dass eine Intervention
Friedensgespräche blockiert.

+++ Zurückhaltung ist angebracht

Pravda – Slowakei. Dass ein Militärschlag gegen Syrien
tatsächlich weiterhilft, bezweifelt die linke Tageszeitung
Pravda: „Dort, wo alle anderen Mittel versagen, so heißt es,
bleibt die Demonstration von Stärke als letztes Mittel. Es ist
jedoch ein Irrtum, zu glauben, dass eine Intervention auch die
einfachste Lösung ist. Es ist im Gegenteil das schlimmste
mögliche Szenario. Nach den Erfahrungen in Afghanistan und
Irak wissen wir: Die Beseitigung eines diktatorischen Regimes
stellt für die westlichen Großmächte kein Problem dar. Sie
haben genügend Kapazitäten dafür. Doch das heißt noch lange
nicht, dass es in diesen Ländern gelungen ist, Frieden und
Stabilität zu schaffen. Politische Falken wünschen sich aus
Prinzip eine Ausweitung ihres Kampffelds. Verantwortliche
Politiker aber sollten sich zurückhalten.“ (27.08.2013) +++
http://www.pravda.sk/

+++ Militärschlag untergräbt Friedensbemühungen

The Irish Times – Irland. Im Syrienkonflikt spricht mehr gegen
einen Militärschlag als dafür, meint die linksliberale
Tageszeitung The Irish Times: „Die Optionen für eine
Militärintervention in dem Konflikt werden durch zwei Faktoren
verkompliziert. Der eine ist die in mehrere Lager gespaltene
syrische Opposition, der radikalislamistische Gruppierungen
angehören, die dem Westen feindlich gesinnt sind. Der andere
ist der Widerstand gegen eine solche Aktion von Seiten
Russlands und Chinas im UN-Sicherheitsrat. Es gibt nur wenig
Hoffnung, dass eine militärische Intervention von außen die
Pattsituation in Syrien beenden könnte. Vielmehr könnte sie
die zerbrechliche Hoffnung weiter belasten, dass in den
Friedensgesprächen, die später in diesem Jahr geplant sind,
eine Verhandlungslösung erzielt wird.“ (26.08.2013) +++
http://www.irishtimes.com/debate/editorial/syria-s-sorrow-1.1503888

+++ Syrien nicht mit Irak vergleichen

Le Soir – Belgien. Die Situation in Syrien ist eine ganz andere
als im Irak vor zehn Jahren und macht eine Intervention
erforderlich, mahnt die liberale Tageszeitung Le Soir: „Die
Invasion im Irak wird bis zum Erbrechen als das Negativargument
angeführt. Doch dieser Vergleich ist für die Syrer tragisch.
Die Amerikaner sind im Irak wegen Massenvernichtungswaffen
einmarschiert, die es dort nicht gab, und haben einen
sektiererischen, brutalen Krieg ausgelöst, der das Land
verwüstet hat. In Syrien werden Massenvernichtungswaffen
verwendet und es hat sich ein sektiererischer Krieg entwickelt,
der ausländische Dschihadisten anzieht, die von der Passivität
des Westens profitieren. Man kann die moralische und
strategische Notwendigkeit einer Intervention in Syrien nicht
weiter leugnen.“ (26.08.2013) +++
http://www.lesoir.be/305245/article/debats/editos/2013-08-25/syrie-on-n-evitera-pas-l-intervention

+++ Obama tritt in Bushs Fußstapfen

Wiener Zeitung – Österreich. Im Syrienkonflikt wird
US-Präsident Obama unfreiwillig zum direkten Nachfolger von
George W. Bush, bedauert die staatliche liberale Wiener
Zeitung: „Obama ist angetreten, die außenpolitischen Fehler
seines glücklosen Vorgängers George W. Bush nicht zu
wiederholen. Er wurde gewählt, die GIs aus den zerstörten
Ländern Afghanistan und Irak nach Hause zu holen und
stattdessen das eigene marode Land zu erneuern. Jetzt ist er
dabei, aufs Neue einer ‚Koalition der Willigen‘ den
Angriffsbefehl zu geben – ohne den Segen der Uno, aber mit der
moralischen Rechtfertigung eines Chemiewaffeneinsatzes des
Regimes. Man kann nur hoffen, dass sich Geschichte nicht
wiederholt: dass in Syrien auch nach dem Sturz des Diktators
das Blut der Bürger in Strömen fließt – und sich im
Nachhinein herausstellt: Der Giftgaseinsatz ging auf das Konto
der Rebellen. Obama wird in einer ruhigen Stunde dieses
Szenario als Alptraum vor Augen haben.“ (27.08.2013) +++
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/leitartikel/570971_Obamas-Alptraum.html

+++ Mit Iran reden statt Syrien angreifen

Spiegel Online – Deutschland. Die USA sollten aufhören, mit
einem Krieg zu drohen und stattdessen endlich das Verhältnis
zu Iran verbessern, fordert Kolumnist Jakob Augstein auf dem
Nachrichtenportal Spiegel Online: „Niemand glaubt im Ernst, der
Westen sei willens oder in der Lage mit Panzern und Bomben in
das riesige Syrien einzufallen. Der Schlüssel für Damaskus
liegt in Teheran. Aber seit einigen Jahren spricht Washington
nicht einmal mehr mit Iran. Ahmadinedschads antiisraelische
Propaganda und die iranische Strategie der atomaren Unklarheit
war den Amerikanern Grund genug. … Die Amerikaner haben an
einem gemäßigten Iran kein Interesse. Sie wollen den
Regimewechsel. Es gibt starke Kräfte in Amerika, die Obama die
Hände binden wollen. In der Iran-Politik kann der Präsident
nicht frei handeln. Ein umstrittenes Gesetz, der
Iran-Threat-Reduction-Act aus dem Jahr 2011, will einen
Politikwechsel gegenüber Iran geradezu verbieten.“
(26.08.2013) +++
http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-jakob-augstein-zu-den-gas-angriffen-a-918633.html

————————-

+++ Neu: euro|topics-Außenansichten
Die Presseschau euro|topics beobachtet nun auch Medien
außerhalb Europas: Zu aktuellen Themen des Weltgeschehens
bieten wir Ihnen regelmäßig interessante Meinungsbeiträge
aus aller Welt. +++
http://www.eurotopics.net/de/home/presseschau/archiv/results/?where=presseschau&searchwords=außenansichten%3A&search=Suche

————————-

POLITIK

+++ Nicht von Berlusconi erpressen lassen

La Stampa – Italien. In Italien droht der verurteilte Ex-Premier
Silvio Berlusconi, die Regierungskoalition platzen zu lassen,
falls ihn die Sozialdemokraten von Premier Enrico Letta im
September aus dem Parlament ausschließen. Letta muss hart
bleiben, empfiehlt ihm der Soziologe Luca Ricolfi in der
liberalen Tageszeitung La Stampa: „Ich an Ihrer Stelle, Herr
Ministerpräsident, würde riskieren, gestürzt zu werden aber
auf die Füße zu fallen, anstatt mich zermürben zu lassen, um
ein paar Monate länger an der Regierung zu bleiben. … Ich
würde versuchen durchzugreifen und eine Linie vorzugeben, die
Italien den lang ersehnten Auftrieb gibt. … Denn schwere
Entscheidungen zu treffen ist die Daseinsberechtigung einer
großen Koalition. Wenn Ihre Regierung den Mut nicht findet,
bleibt uns Wählern nur zweierlei: entweder die Folgen Ihres
Sturzes zu fürchten oder uns mit der vielleicht naiven
Hoffnung zu tragen, eine neue Regierung möge den Mut haben,
der Ihnen fehlte. Es ist nie schön, zwischen Angst und
Hoffnung erstere zu wählen.“ (27.08.2013) +++
http://www.lastampa.it

+++ Politische Krise verteuert Italiens Schulden

El Mundo – Spanien. Der Risikoaufschlag für spanische
Staatsanleihen liegt nur noch knapp über dem für italienische
Staatsanleihen. Innenpolitische Probleme in Italien könnten
nach Ansicht der konservativen Tageszeitung El Mundo dazu
führen, dass „erstmals seit März 2012 die italienische
Risikoprämie die spanische übersteigt. Die Fachleute führen
diesen Umstand auf die politische Instabilität in Italien
zurück. Das Damoklesschwert Berlusconi hängt drohend über
der Regierung Letta und könnte fallen, sobald Berlusconi sein
Senatsmandat entzogen wird. Die Märkte verteuern die
italienischen Schulden, weil Neuwahlen die von der Troika
empfohlenen Reformen verzögern könnten. … Im Moment ist der
niedrige Zinsaufschlag jedenfalls das beste Aushängeschild für
Rajoys Neustart nach der Sommerpause.“ (27.08.2013) +++
http://www.elmundo.es/

+++ Tschechen haben die Nase voll von Klaus

Hospodářské noviny – Tschechien. Tschechiens Ex-Präsident
Václav Klaus will mit einer neuen rechten Partei in die
Tagespolitik zurückkehren und womöglich auch an
der vorgezogenen Parlamentswahl im Oktober teilnehmen. Die
wirtschaftsliberale Tageszeitung Hospodářské noviny sagt ihm
ein Fiasko voraus: „Laut Klaus ist die Lage in Tschechien
hoffnungslos. Dem kann man zustimmen. Die Öffentlichkeit
spürt diese Hoffnungslosigkeit vor allem wegen der wachsenden
Ungerechtigkeit. Das Unrecht hatte seinen Gipfel in der
Amnestie des Ex-Präsidenten, dank derer Dutzende Mafiosi ihrer
Strafe entgingen. Im Gegenzug wurden Tausende unbescholtener
Bürger um ihr Recht auf Entschädigung gebracht. … In seiner
Funktion als Präsident hat sich Klaus Exzesse erlaubt, bei
denen einem der Atem stockte. Alles im Bewusstsein seiner
Unantastbarkeit. Falls er es sich nicht noch anders überlegt
und tatsächlich bei den Wahlen antritt, gibt er den Menschen
eine Gelegenheit, ihm eine deutliche politische Rechnung zu
präsentieren.“ (27.08.2013) +++
http://www.ihned.cz/

+++ Ungarns Opposition viel zu spät dran

Népszabadság – Ungarn. In Ungarn wollen die beiden stärksten
linken Oppositionsparteien, die sozialistische MSZP und die von
Ex-Premier Gordon Bajnai (2009-2010) angeführte Partei Együtt
2014, den Spitzenkandidaten einer linken Wahlallianz bei der
Parlamentswahl per Vorwahl bestimmen. Die Journalistin Brigitta
Szabó kommentiert in der linksliberalen Tageszeitung
Népszabadság, dass diese Idee viel zu spät kommt: „Mich
interessiert schon lange nicht mehr, wer als Spitzenkandidat
der ‚demokratischen Linken‘ in die Wahl gehen wird. Ob er nun
[MSZP-Chef] Attila Mesterházy oder Gordon Bajnai heißt, ist
völlig egal, Hauptsache es gibt endlich einen gemeinsamen
Kandidaten, der die linken Wähler anspricht und als
Herausforderer von Premier Viktor Orbán auftritt. … Wenn sie
tatsächlich an einen Regierungswechsel im kommenden Jahr
glauben würden, hätten sie sich schon längst geeinigt, und
hätten bereits Antworten und Lösungsvorschläge parat, um die
abnormalen Zustände im heutigen Ungarn unter der Regierung
Orbán zu beseitigen.“ (26.08.2013) +++
http://nol.hu/velemeny/20130826-unoma

+++ Ukraine strebt weiter gen Westen

Polityka Online – Polen. Zum 23. Jahrestag der Unabhängigkeit
hat der ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch am
Samstag ein Bekenntnis zur engeren Zusammenarbeit mit der EU
abgelegt. Dies gehe auch auf Kosten Moskaus, analysiert das
linksliberale Nachrichtenportal Polityka Online: „Das Land hat
sich in diesem Punkt in beispielloser Einigkeit präsentiert.
Das Staatsoberhaupt, die Regierungspartei und die Opposition
haben sich im Chor für die Integration mit der EU
ausgesprochen. Janukowitsch hat aber auch viel vom Nutzen einer
Zusammenarbeit mit Moskau gesprochen. Und dass es notwendig sei,
die gegenseitigen Beziehungen immer sehr zu pflegen. Wenn man
das Assoziierungsabkommen mit der EU unterschreibt, kann man ja
nicht einfach die engen wirtschaftlichen Verbindungen kappen,
die zwischen der Ukraine und Russland bestehen.“ (27.08.2013)
+++
http://www.polityka.pl/swiat/komentarze/1553207,1,ukraina-blizej-ue-czy-rosji.read#ixzz2d8rCvYmZ

WIRTSCHAFT

+++ Fed muss Schwellenländer vor Abschwung bewahren

La Tribune – Frankreich. Bei der US-Notenbank Fed mehren sich
die Zeichen für ein Ende der lockeren Geldpolitik.
Notenbankchef Ben Bernanke hatte Ende Mai angekündigt, den
Geldhahn langsam zuzudrehen, sofern sich die US-Konjunktur
weiter erholt. Anleger reagieren darauf, indem sie dringend
benötigtes Geld aus Schwellenländern abziehen und in den USA
investieren. Eine verhängnisvolle Entwicklung, warnt die
liberale Wirtschaftszeitung La Tribune: „Derzeit kann die Fed
das Notwendigste noch retten, indem sie dieser teuflischen
Entwicklung ein Ende setzt und die Fortführung ihrer
Geldschöpfung ankündigt. Um den Schwellenländern die
nötigen Reformen zu erlauben, damit sie sich zu gegebenem
Zeitpunkt dem Stopp dieser quantitativen Lockerungen stellen.
Und zwar dann, wenn die US-Wirtschaft in der Lage ist, ohne
solche Zinssenkungen zu wachsen. … Unsere Welt steht am
Scheideweg. Es droht eine neue wirtschaftliche und finanzielle
Umwälzung, wenn die westlichen Zentralbanker unter Einfluss
der Neoliberalen die falschen Entscheidungen treffen.“
(26.08.2013) +++
http://www.latribune.fr/opinions/tribunes/20130826trib000781615/la-fed-va-t-elle-faire-exploser-l-economie-mondiale-.html

+++ Schwedens Hochhausrausch lindert Wohnungsnot

Expressen – Schweden. Schwedens Hauptstadt Stockholm plant den
Bau eines 75-stöckigen Wolkenkratzers. Der Tellus Tower soll
mit 225 Metern das höchste Wohnhaus Nordeuropas werden.
Vergangene Woche hatte bereits Göteborg Pläne für einen 200
Meter hohen Wolkenkratzer mit 60 Etagen veröffentlicht. Nach
Ansicht der liberalen Boulevardzeitung Expressen können die
Bauvorhaben die in Schwedens Großstädten grassierende
Wohnungsnot lindern: „Wenn die Gemeinden ein wenig glänzen
können, indem sie sich in Wolkenkratzern spiegeln, ist das
schon in Ordnung. Im Gegenzug beenden sie ja möglicherweise
ihren Wettbewerb um die Frage, wer mit Steuergeld die meisten
und größten Sportarenen bauen kann. Damit muss Schluss sein.
… Die derzeitigen und künftigen Bewohner der Universitäts-
und Hochschulstädte brauchen keine Angeberbauten für Sport-
und Kulturveranstaltungen. Sie brauchen Wohnungen.“
(27.08.2013) +++
http://www.expressen.se/ledare/malin-siwe/skyskrapornas-krig-rasar-i-sverige/

+++ Niemand benötigt die Rail Baltica

Õhtuleht – Estland. Die Pläne für den Bau der
Schnellbahnstrecke Rail Baltica von Tallinn nach
Berlin nehmen Gestalt an. Vertreter der baltischen Staaten,
Finnlands und Polens unterschrieben bereits vor einem Monate
einen Vertrag über ein Joint Venture. Das Boulevardblatt
Õhtuleht zweifelt jedoch am Sinn des Großprojekts: „Wer wird
mit diesem Zug fahren, wenn er in Estland nur in Tallinn und
Pärnu hält? Berlin ist nicht unbedingt ein Traumziel, sondern
eher eine Transitstation, während man nach London mit einem
Billigflug wesentlich günstiger käme. Warum baut man
stattdessen nicht eine Hochgeschwindigkeits-Trasse nach St.
Petersburg, wohin die Finnen eine Schnellbahnverbindung haben.
Wenn die Preise für Bahnfahrkarten höher als für Buskarten
sind und sich eher den Flugpreisen nähern, ist die Motivation
gering, mit dem Zug zu reisen. … Und in zehn bis zwanzig
Jahren kann sich hinsichtlich der Reisephilosophie der Menschen
vieles ändern.“ (27.08.2013) +++
http://www.ohtuleht.ee/538418

GESELLSCHAFT

+++ Griechen brauchen keine abgelaufene Nahrung

Periodista – Griechenland. Ab dem 1. September dürfen in
Griechenland Lebensmittel verkauft werden, deren
Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Das linke Webportal
Periodista hält das nicht für die richtige Antwort auf das
Armutsproblem: „Viele sagen, es ist besser so, denn die
Menschen werden wenigstens nicht mehr im Müll nach Essen
suchen. Aber das Problem derjenigen, die im Müll wühlen, sind
nicht die hohen Preise in den Supermärkten. Ihr Problem ist die
absolute Armut, und wenn du diese erfährst, kannst du keine
zehn Euro, ja nicht mal einen Euro für Essen ausgeben. Für
wen sind die abgelaufenen Lebensmittel gedacht? Für
diejenigen, die sich derzeit das Notwendige leisten können.
… Wir haben öfters gehört, dass die Linke die Menschen mit
Lebensmittelgutscheinen ernähren würde. Zum Glück bleiben
wir davon verschont! Wir werden uns nicht mit Coupons
ernähren. Wir werden abgelaufene Lebensmittel essen, wir
werden aus dem Müll essen oder eben überhaupt nicht!“
(26.08.2013) +++
http://www.periodista.gr/blogs/mpekiaris-giorgos/item/5247.htm?fb_action_ids=195235103983819&fb_action_types=og.likes&fb_source=other_multiline&action_object_map=%22195235103983819%22%3A144139479130532&action_type_map=%22195235103983819%22%3A%22og.likes%22&action_ref_map=%5B%5D

SPORT

+++ Spaniens Topklubs kaufen Ikonen, keine Spieler

The Daily Telegraph – Großbritannien. Der spanische Topklub
Real Madrid möchte für knapp 100 Millionen Euro den
walisischen Mittelfeldspieler Garreth Bale von den Tottenham
Hotspurs verpflichten. Das Rekordangebot für den Transfer
eines Fußballers hat eher wirtschaftliche als sportliche
Motive, glaubt die konservative Tageszeitung The Daily
Telegraph: „Europas Superklubs – insbesondere Real Madrid und
Barcelona als die beiden größten Raubtiere auf der Bühne –
sind dabei, nicht Spieler, sondern Ikonen zu kaufen. Der Glanz
und das kommerzielle Überleben der Vereine hängen in der Tat
immer mehr von ihren spielenden Aushängeschildern als von
einer trophäenreichen Vergangenheit ab. Reals Strippenzieher
haben herausgefunden, dass der wiederholte Verweis auf ihre
neun Siege im Europacup oder die 32 Meisterschaftserfolge auf
den noch jungen Märkten im Fernen Osten und den USA nur bis zu
einem gewissen Grad etwas bringt. Dort beschäftigen der Glanz
und Zauber einzelner Spieler die Fans viel stärker als
vergangene Sternstunden.“ (26.08.2013) +++
http://www.telegraph.co.uk/sport/football/10266986/Can-Gareth-Bale-really-be-worth-100-million-euros.html

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s